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Auszeit vom Alltag: Eine Exkursion ins Grüne

 

Schon lange hatte ich vor, eine Veranstaltung des Naturschutzbunds mitzumachen. In Hamburg geben sie jedes Jahr ein dickes Veranstaltungsheft heraus. Sobald ich es entdecke, markiere ich mir jede Menge Exkursionen:
Biotop-Pflege in den Feuchtwiesen,  Nachtfalter-Wanderungen, Brunft der Hirsche im Wald, Beobachtungen von durchreisenden Zugvögeln, mit dem Kanu auf der Alster paddeln und per Detektor Fledermäuse aufspüren und was es nicht alles gibt. Bisher hatte ich grundsätzlich an genau dem Tag irgend etwas anderes vor, sodass meine letzte NABU-Wanderung in Hamburg über zwanzig Jahre zurück liegt (diverse Wattwanderungen in Urlauben ausgeschlossen). Oder ich fand das Veranstaltungsheft erst im Januar des folgenden Jahrs beim Aufräumen wieder, ähem.
Heute passten Termin und Wetter wunderbar zusammen, sodass ich bei sommerlichen 28°C von der S-Bahn auf dem Wanderweg bis zum Treffpunkt stiefelte. Währenddessen schmierte ich mich noch mit Nervengift Mückenschutz ein und freute mich auf einen Nachmittag jenseits der Stadt.

Im ersten Moment klingt eine Exkursion mit einer Naturschutz-Expertin oder einem Biologen ziemlich öde. Und warum sollte man seine begrenzte Freizeit ausgerechnet für eine Runde „Was singt denn da?“ oder ähnliche Führungen nutzen?
Unterwegs mit den Insekten-Insidern und Pflanzen-Profis finden wir zu einer Aufmerksamkeit der Natur gegenüber, die wir sonst selten erleben.
Einerseits lassen wir auf diese Weise die alten Grübelschleifen hinter uns.
Andererseits sind wir präsent im Hier und Jetzt.
Außerdem finden wir eine neue Achtsamkeit unserer Umgebung gegenüber: Wir schauen uns die Blüten genauer an, auf die hingewiesen wird. Wir lauschen dem Gesang von Vögeln, die wir sonst überhören. Wir entdecken spektakuläre Raupen, die uns trotz ihrer giftigen Farben nie aufgefallen sind.
Kurz: Wir lassen den Alltag meilenweit hinter uns.
Statt mehrerer dicker Scheine, die wir für Wellnessangebote zahlen, reicht in diesem Fall eine kleine Spende für die örtliche Naturschutz-Gruppe und ein nettes Dankeschön an die Fledermaus-Fachleute.

Wer weiblich und halbwegs hübsch ist sowie über ein solides Grundwissen der heimischen Tier- und Pflanzenwelt verfügt, bekommt hier von links besondere Vogelfedern in die Hand gedrückt und von rechts Feldstecher gereicht…  😉
Also, sehr zu empfehlen, der NABU!

 

aufmerksam

Hamburgs heimliche Höhepunkte: Grüne Perlen entlang der Alster

 

Wer gerade einen Besuch bei FreundInnen in den Hamburger Stadtteilen Alsterdorf, Groß Borstel und Eppendorf plant oder dorthin zieht, erfährt heute Wissenswertes über schöne Parks am Wasser. Auch TouristInnen entdecken Tipps abseits der bekannten Pfade und vor allem viel Grün direkt an der Alster.

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Die Alsterkrugchaussee ist eine eigentlich laute Durchgangsstraße, die den Flughafen mit der City verbindet. Hier liegt ein kleiner Park, der besonders durch die architektonisch angelegten Mauern begeistert. Von den AnwohnerInnen wird er für Sport und Entspannung genutzt, und fast hätten wir hier die Fotos unseres Hochzeits-Shootings aufgenommen (wäre der Rasen nicht so nass gewesen….). Ein großes Becken rahmt die Alster, gesäumt von vielen Treppen und grünen „Sonnendecks“. Jenseits der Rushhour ein echter Geheim-Tipp für alle, die mit dem Rad die Stadtteile durchqueren…
Gegenüber liegt das Eppendorfer Moor, auch „Klotzenmoor“ genannt. Wer lieber urigen Wald und kleine Teiche mag, braucht nur die Straßenseite zu wechseln.
Der Park an der Alsterkrugchausse ist mit den Bussen 39 und 292 erreichbar, Haltestelle „Alsterkrugchaussee  244“.

 

 

Wer mit dem Rad unterwegs ist, folgt der Alsterkrugchaussee Richtung City. Nach der großen Kreuzung aus Borsteler Chaussee und Deelböge gleich links halten und noch vor der Brücke in den Salomon-Heine-Weg abbiegen. Entlang der Tarpenbek lässt es sich wunderbar radeln, und schon nach wenigen Metern öffnet sich der kleine Fluss zum Eppendorfer Mühlenteich: Hier überwintern die Alsterschwäne.
Der Salomon-Heine-Weg läuft in einem spitzen Winkel auf die Straße Meenkwiese zu. Beides sind sehr kleine, recht ruhige Straßen, und die Meenkwiese ist deutlich größer als der Park an der Alsterkrugchaussee. Hier treffen sich die Familien des Stadtteils, die frische Luft und Sport statt Eppendorfer Schickimicki bevorzugen.

 

 

In der Mitte befindet sich eine große Wiese mit alten Bäumen und Bänken.
Rundherum verläuft auch hier eine Mauer mit vielen architektonischen Blickfängen und Treppen zum Wasser. Entlang der Mauer haben LiebhaberInnen viele Blumenbeete angelegt und Kunst zwischen die Bäume gehängt: Wunschbäume, halb vergrabene Kunstwerke und andere Überraschungen warten auf die BesucherInnen.

 

 

Überall sind Familien und StudentInnen unterwegs, liegen Fahrräder im Gras, wird gespielt und gegrillt. Am Rand des Parks sind in ruhigen Ecken SeniorInnen zu entdecken die lesen, während ein kleiner Hund zu ihren Füßen liegt.

 

 

Durch die umliegenden Bootsverleihe ist die Alster voller Kanus, Tretboote und Stand-Up-Paddler. Mittendrin eine Gruppe Frauen, die auf ihren Boards Yoga üben. Im Hintergrund ist ein klassischer Alsterdampfer unterwegs, der die hamburger Idylle komplettiert.

 

 

Auf der anderen Seite des Parks liegt das „Bootshaus Barmeier“, das dieses Jahr hundert wird – eine Hamburger Institution zum Ausleihen von Kanus, zum Kaffeetrinken und Entspannen.

 

 

Wir verlassen die Meenkwiese über eine Brücke, radeln durch den Hayn Park mit dem verfallenen Tempelchen und biegen in die Eppendorfer Landstraße ein.
Hier warten Eisdielen, traditionsreiche Geschäfte und große Kastanien auf BesucherInnen.

 

 

In der Eppendorfer Landstraße 111 arbeitet Herr Schiek, ein sehr netter Ur-Hamburger, bei offener Tür in seiner Korbflechterei.
Er repariert Stühle nach alter Tradition und lässt sich dabei gern über die Schulter schauen.

 

 

Mit großer Geduld setzt er alte Stühle wieder instand und verkauft diese Handarbeit zu fast lächerlichen Preisen. Unbedingt vorbei schauen!

 

 

Unser Ausflug endet in der traditionsreichen „Konditorei Lindner“ mit hervorragenden Torten und sehr leckeren Salaten sowie kleinen Gerichten. Wer danach wieder taufrisch ist, bummelt durch eine lange Reihe inhabergeführter Geschäfte oder läuft noch ein paar Meter durch die Goernestraße zum historischen Holthusen-Bad und Spa…
Müde Füße steigen gegenüber der Therme an der Station „Kellinghusenstraße“ in die U-Bahnen U1 und U3, auch viele Busse und Schnellbusse halten hier. In nur zwölf Minuten ist so der Hauptbahnhof zu erreichen.
Wer direkt zu Meenkwiese möchte, fährt mit der U1 oder einem Bus zur Haltestelle „Lattenkamp“.

 

 

Wer noch frisch und munter ist, kann in südlicher Richtung der Alster am Leinpfad Richtung Innenstadt folgen: Den entsprechenden Spaziergang habe ich hier veröffentlicht.

Weitere heimliche Höhepunkte in Hamburg:
* Das Bergedorfer Schloss
* Das Wellingsbüttler Torhaus (ebenfalls an der Alster, aber einige Kilometer weiter nördlich als die hier beschriebene Tour)

Ausflug außerhalb Hamburgs: Vom Dassower See entlang der Pötenitzer Wiek zur Ostsee

aufmerksam, glaubhaft

Von Innen heraus

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Je gesammelter ein Mensch im Innersten seiner Seele lebt,
umso stärker ist seine Ausstrahlung,
die von ihm ausgeht und andere in seinen Bann zieht.

 
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Ihr sollt sein wie ein Fenster,
durch das Gottes Güte in die Welt hineinleuchten kann.
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Edith Stein
aufmerksam, glaubhaft

Prayer „God of daily life“

 

God of daily life,
accompany me through this day.

God of love,
open my eyes and ears to the people around me.

God of hope,
grant me confidence in moments that unsettle me.

God of wisdom,
help me in making thoughtful decisions.

God of strength,
fill me with your life-giving energy.

God of silence,
refresh me with your calm.

God of peace,
bless my thoughts and feelings,
and help me to carry your light into the world.

Amen

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© Marie Krüerke

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Last year I wrote a prayer, which appeared in a german magazine. I´ve printed lots of postcards with my prayer until I noticed, that my sisters and brothers from Ghana would prefer an english version. So I asked my sister-in-law to rectify my translation – and here it is!
I hope that my prayer will spread out and encourage christians all over the world. Please ask me before using and printing it, all rights reserved. God bless you!

Mein Gebet „Gott des Alltags“ habe ich auf Englisch übersetzt (Danke an meine Schwägerin für die Korrektur), damit auch Christinnen und Christen aus anderen Ländern es verstehen. Alle Rechte liegen bei mir, gern kann es mit Rücksprache in Gebetskreisen und Gottesdiensten genutzt werden.

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Nah dran

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So fern mir Gott auch manchmal scheint,
für mein Gefühl manchmal zu fern
– er ist da, wartet unter der Oberfläche meines Alltags.

 Bianca Bleier
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Lebensverändernder Ohrwurm

Es gibt Menschen, die glauben an Gott. So wie ich.
Es gibt Menschen, die glauben, dass Gott zu uns spricht: Hörbar, spürbar, sichtbar. So wie ich.
Es gibt Menschen, die Gott nur manchmal hören, spüren oder entdecken. So wie ich…

 

 

Immer wieder habe ich in meinem Leben Gottes Nachricht an mich durch ein Lied gehört.
Als ich während der Schulzeit heftig gemobbt wurde, hat mich das Lied „Hard Times“ von Jamie Owen-Collins durchgetragen:

Is the rain falling from the sky keeping you from singing?
Is that tear falling from your eye because the wind is stinging?

Refrain
Don’t you fret now, child, don’t you worry
The rain’s to help you grow, so don’t try to hurry the storm along
The hard times make you strong.

Don’t you know the seed would never grow if there were never showers?
And though the rain might bring a little pain, just look at all the flowers.

Refrain
Don’t you fret now, child, don’t you worry
The rains to help you grow, so don’t try to hurry the storm along
The hard times make you strong.

Bridge
I know how long your days can seem when storm clouds hide His face.
But if the rain dissolves your dreams, just remember His amazing grace.

Don’t you know the sun is always there even when the rains fall?
And don’t you know the Son will always care when He hears your voice call?

 

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Als ich vor über zwei Jahren wegen unhaltbarer Zustände meine unbefristete Festanstellung als Logopädin kündigte, weil ich nur noch mürbe und kaputt war, stand ich von heute auf morgen in der Arbeitslosigkeit. In einem Alter, in dem ich als Teeny gedacht hatte, ich würde Karriere machen. Und plötzlich musste ich mein Leben und meine berufliche Identität völlig neu definieren.
In dieser Zeit schickte Gott mir ein Kinderlied, das ich erst als Achtzehnjährige kennen gelernt habe: „Geh, Abraham, geh, mach dich auf den Weg. Geh, Abraham, geh, Gott zeigt dir neues Land.“ Ich weiß noch genau, wie ich morgens auf dem Rad den Berg Richtung Alsterbrücke runter fuhr und leise „Geh, Marie, geh, mach dich auf den Weg. Geh, Marie, geh, Gott zeigt dir neues Land!“ sang. Auch wenn ich keinen Schimmer hatte, wohin es gehen sollte.
Außerdem fiel mir im Adventskalender von „Andere Zeiten“ ein besonders passendes Nikolaus-Geschenk in die Hände: Ein grünes Satinband mit dem Bibelspruch „Siehe, ich will ein Neues schaffen, es sprosst ja schon.“ aus dem Buch Jesaja in der Bibel. Grün ist meine Lieblingsfarbe, und auch wenn ich völlig im Dunkeln tappte, was wo wie sprossen sollte, war es genau die richtige Botschaft für meinen Neuanfang.

Nach zwei harten Jahren als Quereinsteigerin bin ich endlich wieder festangestellt und gebe gerade richtig Gas, um als „die Neue“ zu überzeugen. Die Rückmeldungen sind sehr positiv, dennoch stehe ich wahnsinnig unter Druck, mich als Person und meine Kompetenzen zu beweisen. Das ist anstrengend…
Umso überraschter und erfreuter war ich heute, als mir plötzlich das uralte Lied „Nimm ein das gute Land, das Gott dir gibt“ durch die Gehirnwindungen schwang.
Die ideale Ermutigung, meinen neuen Platz zu erobern und im Alltag meine Frau zu stehen!