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Andacht zum Thema Heilung: Hoffnung für Seele und Körper schöpfen

In der Senioren-Residenz, in der ich arbeite, ist Gesundheit ein großes Thema. Oder vielmehr: Krankheit und das Fehlen von Wohlbefinden. Daher entwickelte ich einen Gottesdienst zum Thema „Heilung“. Darin lade ich dazu ein, Mut zu schöpfen und Gott ganz ehrlich alles zu bringen, was uns seelisch und körperlich belastet. Am Ende der Andacht steht selbstverständlich kein Heilungsversprechen, dennoch erhielt ich sehr positive Rückmeldungen: Viele Anwesende fühlten sich innerlich gestärkt und hoffnungsvoller.

Hier kann der Gottesdienstablauf kostenfrei heruntergeladen werden: Andacht zum Thema Heilung

Viele weitere Ideen und Konzepte für Achtsamkeits-Nachmittage präsentiere ich in meinem Praxisbuch „Über die großen Fragen des Lebens sprechen. Achtsamkeit und Spiritualität in der Sozialen Betreuung“, erschienen im Verlag Vincentz Network.

aufmerksam, glaubhaft, kreativ

Körpergebet zum Thema „Frieden“

Für mein Mitmach-Buch „Wo die Freude wohnt“ schrieb ich mehrere Gebete. In diesem Alltagsbegleiter lade ich in die Villa der Freude ein, in der jeder Raum eine Botschaft hat, die zum Entdecken und Ausprobieren verlockt – damit sich im Alltag Leichtigkeit und Lebensfreude ausbreiten. Einige der Gebete verband ich mit Bewegungen, sodass sie im Kapitel „Wintergarten: Platz für Bewegung“ dazu animieren, Gedanken, Sehnsüchte und Bitten mit dem Körper auszudrücken.

Im Gottesdienst mit meinen SeniorInnen verwende ich Körpergebete ausgesprochen gerne. Alle Anwesenden können ganz einfach mitmachen, ohne selbst dafür etwas leisten zu müssen. Besonders, wenn ganz unterschiedliche Menschen in einem ökumenischen Rahmen zusammen kommen, ist es oft schwierig, eine interaktive Form des Gebets zu finden, mit der sich alle wohlfühlen.
Körpergebete helfen, abstrakte Worte in spürbare Bewegung umzusetzen. Sie unterstützen die Konzentration auf den aktuellen Moment, bringen Denken und Fühlen zusammen. Alle können sich als Teil der Gruppe fühlen, ohne dafür eigeninitiativ etwas beitragen zu müssen. Zusätzlich ist es ein fantastisches Training für das Kurzzeitgedächtnis, was ich als Kursleitung in der Senioren-Residenz natürlich doppelt sinnvoll finde!

„Gott, dein Frieden umgibt mich.
Deine Hände halten mich ewiglich.

In deinem Arm bin ich geborgen,
du nimmst mir meine Sorgen.

Du spannst den Himmel weit,
wartest auf mich in Ewigkeit.“

Zu Beginn ermuntern wir alle, einfach nur zuzuhören, wenn wir das Gebet vorlesen. Auch beim anschließenden „Vorturnen“ der Bewegungen sollen sie nur schauen und die Botschaft auf sich wirken lassen. Erst, wenn alle das Gebet einmal gehört und den Bewegungsablauf anschließend gesehen haben, ermuntern wir dazu, sich einzuklinken: Wer mag, kann mitsprechen, oder nur die Bewegungen nachahmen, oder gleich beides zusammen versuchen.

Gott (Arme nach oben strecken)
dein Frieden umgibt mich. (mit den Armen großen Kreis von oben zu den Seiten hinab bilden)
Deine Hände halten mich ewiglich. (der Kreis endet, in dem wir die Hände zur Schale vor dem Oberkörper zusammenlegen)
In deinem Arm bin ich geborgen, (Arme um den Oberkörper schlingen, selbst umarmen)
du nimmst mir meine Sorgen. (Fäuste an die Schläfen legen, als würden wir grübeln)
Du spannst den Himmel weit, (die Arme mit gespreizten Händen weit nach oben und zu den Seiten strecken)
wartest auf mich in Ewigkeit. (Arme empfangend nach vorn schieben, als wollten wir jemanden umarmen, der auf uns zukommt)

Wir wiederholen das Gebet und die Gebärden mehrfach, dabei bleiben wir in einem langsamen Bewegungsfluss, der dynamisch ist und dem alle gut folgen können. Nach drei Durchläufen können wir sagen: „Ich glaube, damit es mir richtig im Gedächtnis bleibt, brauche ich noch zwei Runden!“ und fügen zwei weitere Wiederholungen an. Je nachdem, wie fit und konzentriert die Anwesenden sind, addieren wir anschließend noch zwei Runden, „damit wir uns auch nachts noch dran erinnern können, wenn der Schlaf nicht kommen will und wir dringend einen guten Gedanken brauchen.“

Wenn du mein Kreativ-Buch „Wo die Freude wohnt“ näher kennenlernen möchtest, versuche dein Glück gern bei meiner Verlosung, die noch bis zum 14. Februar läuft.

 

aufmerksam, feminin, glaubhaft

Wie ein Reh im Regen: Wenn uns alles müde und grau erscheint

Sicher kennst du sie auch:
Tage und Wochen, in denen dich gefühlt ein Rückschlag nach dem anderen ereilt. Irgendwann fühlst du dich wie ein Reh (oder das Damwild auf dem Foto oben), das in einer endlosen grauen Wolke lebt: Dauerregen, nichts Frisches zu fressen, kein trockener Fleck im Wald, Trübsinn-Überforderung-Langeweile als Dreierpack. Das Leben erscheint öde und übermäßig anstrengend zugleich, die Farben wirken wie ausgewaschen, über allem liegt ein grauer Schleier.
Und wenn du nicht ganz arg aufpasst, kommt Selbstmitleid aus deinem Brustkorb hochgekrochen.
Wenn in solchen Momenten oder Lebensphasen etwas Gutes passiert, hat es oft das Schicksal, übersehen oder gleich wieder vergessen zu werden.
Mir geht es zumindest so.
Der heutige Tag brachte eine Menge Extraarbeit, Fleißaufgaben und unerwarteten Nervkram mit sich. Er brachte aber auch ein Päckchen, das in der Post auf mich wartete. Als ich es abholte, hatte ich einen leisen Verdacht, wer die unbekannte Absenderin sein und was darin stecken könnte. Zuhause zog ich zu meiner großen Freude ein Weihnachtsgeschenk aus der Verpackung, das meine Schwester für mich organisiert hatte, von dem wir aber längst überzeugt waren, es sei entweder in der Post verloren gegangen (die optimistische Variante) oder wir seien betrogen worden (die pessimistische Variante). Nun war es da – mit fünf Wochen Verspätung, doch: Tatsächlich angekommen!
Aber wie es so ist mit den Rehen im Regen: Wenn ihr Fell erstmal komplett durchnässt ist und sie seit Tagen kein Sonnenstrahl dazu verlockte, den hängenden Kopf zu heben, dann rückt das überraschend Gute schnell aus dem Blickfeld.
Daher meine heutige Botschaft an alle müden Rehe im Dauergrau da draußen:
Es gibt erfreuliche Momente! Es gibt liebe Menschen!
Ja, sie mögen gerade nicht so offensichtlich erkennbar sein oder mit einer Sahnetorte voller Wunderkerzen durch die Tür herein stürmen, aber:
Sie sind da!

Und wenn es wirklich gar nichts Schönes zu geben scheint, dann versuch doch dein Glück wenigstens bei meinem Buch-Gewinnspiel. Dort verlose ich unter anderem für Menschen genau wie dich mein aktuelles Buch „Wo die Freude wohnt“.

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Presse: Teamkalender für PflegerInnen und BetreuerInnen im Niendorfer Wochenblatt

Im Niendorfer Wochenblatt erschien ein Artikel über den Teamkalender 2022 für Seniorenpflege und -betreuung. Darin stelle ich das psychische Wohlbefinden von sozial engagierten MitarbeiterInnen in den Fokus. Jeder Monat steht unter einem Motto, das durch ein ausdrucksstarkes Motiv und einen kraftvollen Text erlebbar wird. Zusätzlich biete ich einen thematisch passenden Praxistipp zur Anwendung mit den SeniorInnen an.
Wer sich für den Artikel über den großformatigen Wandkalender interessiert, kann ihn hier herunterladen: Kalender 2022 Wochenblatt Niendorf

Alle Senioren- und KrankenpflegerInnen, BetreuerInnen, PädagogInnen und ÄrztInnen, die sich einen ermutigenden Blickfang für das Dienstzimmer wünschen, können beim Gewinnspiel mitmachen: Ich verlose 5 Exemplare des Teamkalenders, dazu reicht eine Mail an mail@wisperwisper.de
Im Verkauf kostet er maximal 19,90 Euro, ab 10 Exemplaren bietet der Verlag Vincentz Network günstige Staffelpreise an.

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Buchempfehlung: Wie du mit Gott deinen Lebenstraum erfüllst

Wenn du dich danach sehnst, deinen Lebenstraum Realität werden zu lassen und Gottes Auftrag für deine Zeit auf der Erde zu folgen: Holley Gerths Ratgeber „You’re made for a God-Sized Dream“ ist das Passende für dich. Ganz besonders dann, wenn du aus deinem Umfeld bisher vorrangig Gegenwind gespürt hast und für deine Träume ausgelacht wurdest.
Holley benennt die Lügen, die uns von unserer Vision abhalten wollen: Dass träumen egoistisch sei, dass du es nicht schaffen könntest, dass es für dein Alter zu spät sei, dass du den Traum nicht verdienen würdest oder dass dir die Zeit fehle. Alles Lügen, die dich klein halten und Veränderungen unmöglich machen wollen.

Du hast einen Gott-großen Traum, …
… wenn er zu deinen Stärken und Talenten passt
… wenn deine Erfahrungen und Fähigkeiten dich darauf vorbereitet haben
… wenn er dich immer wieder gedanklich einholt, wenn du an nichts anderes denken kannst
… wenn du wahnsinnig verängstigt bist, wie du das schaffen sollst
… wenn andere dich für verrückt halten und deinen Traum abwerten
… wenn er größer als du ist und wenn darin nicht dein Erfolg zählt, sondern Gottes Segen für diese Welt
… wenn er thematisch zu Gottes Wort passt und mit den Aussagen der Bibel übereinstimmt
… wenn die Erreichung des Traums härter ist, als du je gedacht hast
…. wenn er dich zur Freude leitet und eine tiefe Zufriedenheit schenkt

Niemand hat das Recht, sich über das lustig zu machen, was Gott in dich hinein gelegt hat.
Niemand hat das Recht, deine Identität und Gottes Auftrag an dich für diese Welt anzuzweifeln.
Niemand hat das Recht, dich zu entmutigen.

Groß zu träumen ist kein Grund, sich von anderen beschämen zu lassen.
Groß zu Träumen ist ein Grund, stolz zu sein!

Wie du erkennst, welchen Sinn dein Leben hat und wozu du ganz allein ausgewählt bist, während du auf dieser Erde unterwegs bist, erklärt Holley klar und anschaulich. Sie ermutigt und unterstützt, stellt hilfreiche Fragen und vermittelt ganz viel Rückhalt: All das, was wir sonst selten erleben.
Anhand vieler Impulse und einem Aufgabenblatt am Ende jedes Kapitels lässt sich der Inhalt gut in den Alltag übertragen.
Und selbst, wenn du das Buch nur liest, um getröstet zu werden und neuen Mut zu schöpfen: Schon dafür hat es sich gelohnt!
Dass das Buch nur auf Englisch vorliegt, ist schade, es lässt sich aber dennoch flüssig lesen.

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Zwischen den Sternen unterwegs

„Auf dem Mond fühlte ich die überwältigende Präsenz Gottes.
Ich spürte seinen Geist viel näher als ich das je auf Erden gefühlt habe, unmittelbar neben mir – es war umwerfend.
Auf dem Mond wurde mir die unermessliche Macht Gottes
und seines Sohnes kristallklar.

Es ist wichtiger, dass Jesus Christus seinen Fuß auf die Erde setzte,
als der Mensch den Seinen auf den Mond.“

James Benson Irwin, US-amerikanischer Astronaut und Pilot der Mondlandefähre auf der Apollo-15-Mission
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Die Kraft des Wartens

Am Freitagmorgen spielte mein Kopf bereits im Halbschlaf das Lied „Es liegt Kraft in dem Warten auf den Herrn“ ab. Es ist eigentlich kein Lied, das ich regelmäßig höre oder singe, insofern schaute ich kurz nach dem Aufstehen erstmal im Internet nach, um heraus zu finden, wie der Text nochmal hieß und was mir diese Morgenbotschaft sagen wollte.
In der Küche zeigte als nächstes ein Blick auf den tagesaktuellen Kunstkalender Frauen, die an einem milden Abend in Dänemark in den Dünen sitzen und wartend über´s Meer schauen.
Danke, Gott, ich habe die Botschaft schon vor Wochen geschnallt, und dennoch versuche ich, neben dem Warten meine Zukunft wenigstens teilweise voran zu bringen. Was völlig in Ordnung ist, solange ich Gottes Tempo von 2 km/h anerkenne und damit in Frieden lebe, denke ich.

Warten – eine höchst unbeliebte Tätigkeit, die sich sinnlos und nach Nichtstun anfühlt.
Und doch erleben wir immer wieder, dass wir wissen wollen, wie es weitergeht und was Gott für unsere Zukunft vorbereitet hat. Wenn wir den Plan bloß kennen würden, dann würden wir ihn auch umsetzen können! Und dennoch mutet uns Gott regelmäßig neu zu, auf ihn und sein Reden zu warten. Manchmal können wir das gut aushalten, so wie ich im Moment. Manchmal zerreißt es uns fast, so wie eine Freundin in einer jahrelangen Ehekrise.
Letzte Woche im Gebetskreis waren wir uns einig, dass in scheinbaren Stillstands-Zeiten oft besonders viel passiert. Eben nicht an der Oberfläche als Ereignisse oder Erfolge, sondern unterirdisch in unserem Denken und Fühlen. Hier habe ich schon einmal darüber geschrieben: Leerstellen bedeuten manchmal Fülle
Trotzdem braucht es jedes Mal wieder eine Menge Vertrauen, dass Gott uns nicht auf´s Abstellgleis geschoben hat, sondern dass er im Hintergrund aktiv ist: In unserem Herzen, in unseren Mitmenschen, an dem Ort, den er für uns vorbereitet.
Gleichzeitig sollen wir nicht grundsätzlich passiv abwarten und uns in fünf Jahren die Spinnweben vom Gesicht wischen, weil wir irgendwie dachten, das mit dem Warten sei immer die passende Entscheidung. Nein, wir sind für unser Leben selbst verantwortlich – wenn wir warten, dann deshalb, weil Gott uns deutlich gemacht hat, dass Warten eine aktive Tätigkeit und ein waches Vertrauen ist, wozu wir genau jetzt aufgefordert werden.

»Gott wird nicht müde, nie verliert er den Mut, bis er auf der ganzen Erde für Gerechtigkeit gesorgt hat.
Selbst die Bewohner der Inseln und der fernen Küsten warten auf seine Weisung.«
Jesaja Kapitel 42, Vers 4

Jesus sagt: »Ihr sollt so leben wie Diener, die darauf warten, dass ihr Herr von einer Hochzeit zurückkommt.
Seid wie sie dienstbereit und achtet darauf, dass eure Lampen brennen. Wenn ihr Herr zurückkommt und klopft, können sie ihm schnell öffnen.«
Lukas Kapitel 12, Vers 35

»Wir alle aber warten auf den neuen Himmel und die neue Erde, die Gott uns zugesagt hat. Wir warten auf diese neue Welt, in der endlich Gerechtigkeit herrscht.«
2. Brief des Petrus Kapitel 3, Vers 13

Und im Original: Everlasting God

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Ich hab genug. Ich kann genug. Ich bin genug.

Ich hab genug.

Ich kann genug.

Ich bin genug.

Täglich zu wiederholen, besonders in Momenten, wo die Leistung der Anderen oder die Anforderungen an uns scheinbar größer sind als wir.
Nein, die andere sind nicht erfolgreicher, fröhlicher, sportlicher, attraktiver, reicher oder glücklicher als wir. Das sind innere Lügen, die uns unzufrieden machen und klein halten wollen.

Du hast genug.

Du kannst genug.

Du bist genug.

„Wenn wir Gottes Liebe durch uns wirken lassen,
werden wir reicher und reicher.

Jesus sehnt sich danach zu segnen,
aber wir müssen die Hände danach ausstrecken.“

Corrie ten Boom

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Eine Minute später wäre alles vorbei gewesen!

Juhu: Über dreißig Grad Außentemperatur, Samstag Kirche putzen, Sonntag arbeiten, was kann es Besseres geben?!
Auf das Wochenende habe ich mich trotz Himmelfahrt nicht gefreut, aber wir sind ja erwachsen und tun, was die Pflicht verlangt. So fuhr ich gestern artig in die Kirche, um dort meine Putzpflicht als Mitglied abzuleisten. Immerhin besitzt die Gemeinde im Keller einen krass ausgestatteten Putzraum, sodass ich wie ein Profi mit dem Kärcher-Staubsauger durch die Räume sausen kann. Mein Team hatte sich komplett weggetauscht, sodass ich gar nicht wusste, wer nun eigentlich als Ersatz putzt und wann und überhaupt.
Entsprechend lag ich Gott auf dem Weg in die Kirche mit diversen Bitten in den Ohren, und dann fiel mir ein, dass ich ja mal in den Dank-Modus wechseln könnte. Also lief ich dankend die letzten Schritte durch die Hitze und lobte Gott für alles mögliche, unter anderem dafür, dass ich bestimmt gleich irgendwelche netten Menschen treffen würde. Dann überlegte ich, welche der Türen wohl offen wäre. Normalerweise hätte ich direkt die Tür im Hinterhof angesteuert, aber diesmal dachte ich, ich könnte es ja der Wahrscheinlichkeit zum Trotz vorne probieren. Schließlich ist in der Gemeinde zwischen Bandprobe, Kinder-Aktions-Tag und Putzdienst samstags jede Menge los.
Vor mir öffnete sich eine inoffizielle Vordertür und ein Ehepaar kam heraus.
Ich: „Moin, komme ich durch das Treppenhaus auch in die Gemeinde? Ich will nämlich putzen.“
Die beiden schauten sich und mich perplex an: „Hier ist heute niemand! Es wurde extra eine Verbindungstür offen gelassen, damit wir beide rein und rauskommen. Sonst ist alles zu, alle sind unterwegs! Wärst du nur eine Minute später gekommen, hättest du vor verschlossenen Türen gestanden!“
Ich, heiter: „Ach, kein Problem, ich habe Gott eben dafür gedankt, dass ich gleich nette Leute treffe. Na also, da seid ihr ja, und ich bin da, dann kann ich doch gleich loslegen.“
Sie, drängend: „Aber wenn du eine Minute später gekommen wärst, wären wir weg gewesen und du wärst nicht reingekommen!“
Ich: „Ja, das war eine Gebetserhörung! Eben noch gebetet, schon erfüllt, ist doch wunderbar!“
Die beiden schauten mich nur sprachlos an.
Sie, ratlos: „Aber eine Minute später, und aus dem Putzen wäre nichts geworden…“
Ich strahlte sie an: „Gebetserhörung, sag ich doch.“
Sie, etwas entkräftet: „Wir haben jedenfalls auch geputzt, und es ist nur noch ein Bereich über, der gereinigt werden muss…“
Ich: „Wunderbar, dann ist das ja mein Job. Schönes Wochenende noch!“
Die beiden waren immer noch sprachlos: Nur eine Minute später…. und es wäre nichts aus meinem Einsatz geworden, ich hätte zurückfahren müssen.

Tja, aber Gott weiß ja, was er tut: Ich hatte keinen Bock, wirklich fit war ich durch die plötzliche Hitze auch nicht, trotzdem war ich artig in die Bahn gestiegen und zur Kirche gefahren.
Dann ist es doch nur fair, dass Gott sich darum kümmert, dass alles, was außerhalb meiner Hand liegt, hinhaut und ich meiner Pflicht nachkommen kann, oder?
Na also. Warum sollte er so gemein sein, wenn ich meine Freizeit opfere, mich dann auf die Fresse fallen zu lassen? Neee, das mit der perfekten Minute war von göttlicher Hand exakt getaktet.

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Was tun mit den Sorgen?

Wird meine Arbeit heute einmal dazu reichen, meine Rente später zu finanzieren?
Werden wir die richtige Entscheidung für die weiterführende Schule unserer Kinder treffen?
Wie wird es mit bestimmten gesundheitlichen Fragen (von uns oder Angehörigen) weitergehen?
Wie geht es mit dem angespannten Betriebsklima weiter?
Wo und wie finden wir ein passendes Reiseziel für einen erholsamen, abwechslungsreichen und bezahlbaren Urlaub?
Wird unsere Miete langfristig zu unserem Einkommen passen/ der Hauskredit langfristig machbar sein?
Immer wieder quälen wir uns mit Fragen herum, die wir so heute nicht beantworten können und die sich als Sorgen in unserem Kopf einnisten.
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Eine kraftvolle Predigt über das Thema „Seid nicht besorgt!“ teile ich hier und hoffe, damit gute Gedanken weitergeben zu können.
Und hier folgt der zweite Teil.
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Jesus: »Darum sage ich euch: Macht euch keine Sorgen um euren Lebensunterhalt, um Nahrung und Kleidung! Bedeutet das Leben nicht mehr als Essen und Trinken, und ist der Mensch nicht wichtiger als seine Kleidung?
Seht euch die Vögel an! Sie säen nichts, sie ernten nichts und sammeln auch keine Vorräte. Euer Vater im Himmel versorgt sie. Meint ihr nicht, dass ihr ihm viel wichtiger seid?
Und wenn ihr euch noch so viel sorgt, könnt ihr doch euer Leben um keinen Augenblick verlängern.
Weshalb macht ihr euch so viele Sorgen um eure Kleidung? Seht euch an, wie die Lilien auf den Wiesen blühen! Sie mühen sich nicht ab und können weder spinnen noch weben.
Ich sage euch, selbst König Salomo war in seiner ganzen Herrlichkeit nicht so prächtig gekleidet wie eine von ihnen.
Wenn Gott sogar die Blumen so schön wachsen lässt, die heute auf der Wiese stehen, morgen aber schon verbrannt werden, wird er sich nicht erst recht um euch kümmern? Vertraut ihr Gott so wenig?
Macht euch also keine Sorgen und fragt nicht: ›Werden wir genug zu essen haben? Und was werden wir trinken? Was sollen wir anziehen?‹
Nur Menschen, die Gott nicht kennen, lassen sich von solchen Dingen bestimmen. Euer Vater im Himmel weiß doch genau, dass ihr dies alles braucht.
Setzt euch zuerst für Gottes Reich ein und dafür, dass sein Wille geschieht. Dann wird er euch mit allem anderen versorgen.
Deshalb sorgt euch nicht um morgen – der nächste Tag wird für sich selber sorgen! Es ist doch genug, wenn jeder Tag seine eigenen Schwierigkeiten mit sich bringt.«
aus der Bibel, Buch Matthäus, Kapitel 6, ab Vers 24