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Fröhliche Papiersterne aus bunten Resten basteln

Anleitungen zum Basteln von Sternen gibt es fast so viele, wie Himmelskörper durch den Orbit kreisen. Einfache Sterne, die sich aus Papierresten herstellen lassen und dennoch effektvoll aussehen, gibt es eher weniger. Daher stelle ich zum dritten Advent heute meine Lieblingssterne vor.
Dazu suchen wir einen fünfzackigen Stern aus dem Internet und drucken ihn aus, anschließend verbinden wir mit Bleistift auf dem Stern sämtliche Spitzen miteinander, sodass die einzelnen Zacken entstehen.
Einen Stern kleben wir „am Stück“ auf Pappe und nutzen ihn als Schablone. Einen zweiten ausgedruckten Stern zerschneiden wir entlang der inneren Linien, um so einzelne Zacken zu erhalten. Auch von den Zacken kleben wir einen oder zwei auf Pappe und nutzen sie als Schablone.


Dann zeichnen wir auf bunten Papierresten einzelne Zacken auf und schneiden sie aus. Den Stern kopieren wir mit der Schablone auf dickes Papier und füllen diese Basis mit fünf einzelnen Zacken aus. Wir tauschen die Zacken in verschiedenen Farben so lange miteinander, bis uns das Muster des Sterns gefällt. Dann brauchen wir sie nur noch festkleben, fertig.
Hinten können wunderbar ein paar nette Zeilen notiert werden, dann verschicken wir den Stern statt Weihnachtskarte.
Ebenso schön sehen die Sterne am Fenster oder an der Zimmertür aus, in kleinen Gruppen zusammen gestellt.

aufmerksam

Hamburgs heimliche Höhepunkte: Gut Karlshöhe

Wer mitten in der Stadt durch eine Streuobstwiese spazieren, Hühner beobachten und Schafe streicheln möchte, ist auf Gut Karlshöhe genau richtig. Wer umweltpolitische Themen schätzt, robuste Stauden tauschen möchte oder einen besonderen Ort für eine Veranstaltung sucht, wird hier ebenfalls fündig.

Interessierte erleben traditionelle Handwerkstechniken wie das Schmieden oder helfen beim Imkern. Schulklassen entdecken bei Experimenten und Ralleys Wissen über ökologische Zusammenhänge. Und Mütter aus den umliegenden Wohngebieten treffen sich mit ihren Buggys unter der Woche zum Kaffee im Bistro.

Der Bauerngarten, die Streuobstwiese, der Sumpf-Pfad, die Schafswiese und das Bienenreich sind frei und kostenlos zugänglich. Wer sich hier außerhalb trubeliger Feste umschauen will, kann jederzeit vorbeikommen.

Ähnliche Ziele in meiner Reihe „Hamburgs heimliche Höhepunkte“:
Das Museumsdorf Volksdorf, Schätze des Stadtparks, Heideblüte im Wittmoor, am Leinpfad, grüne Perlen entlang der Alster

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Viel Spaß für alle: Cake-Pops ohne künstliche Zutaten gestalten

 

Am Wochenende hatte ich viel Spaß beim Gestalten von Cake-Pops mit einem Familienmitglied. Neben dem nötigen Cake-Pop-Equipment (Stiele aus gepresstem Papier sind das Einzige, was tatsächlich unverzichtbar ist) holte ich einfach alles aus dem Schrankfach mit den Backzutaten, das unser Haushalt hergab: Jede Menge Nüsse am Stück, gehobelt und gemahlen. Außerdem Rosinen, Schokostreusel und Zuckerstreusel. Zwei Lakritzschnecken hatte ich vor ihrem sicheren Tod neulich Abend bewahrt, damit wir sie als Haare / Beine / Tentakeln verwenden können.
Kurz: Niemand braucht E 17, E 39 und E 82 in all den künstlichen Glasuren und teurem Deko-Quatsch. Die guten alten Schokostreusel, Nüsse und Trockenfrüchte tun´s genauso. Ein paar Zuckeraugen und bunte Zuckerstreusel geben dem Ganzen natürlich eine ausgefallene Note. Aber ohne geht´s auch, und das ist mir sehr wichtig zu betonen! (Auch wenn das hier nicht die Ultra-Öko-Null-Nonsense-Variante ist, wie ich zugebe. Cake-Pops funktionieren aus Vollkorn mit Glasur aus Agavendicksaft bestimmt auch, wer´s probieren will…)

 

 

Hier die lustige Tierreihe, die wir uns selbst ausgedacht haben. Ein Buch mit oberausgefallener Cake-Pop-Deko hatten wir zwar, aber da wir ja auf die ganzen künstlichen Glasuren und perlmuttfarbenen Dekoperlen verzichtet haben, entstanden relativ handfeste Gesellen. Von links nach rechts:
* Ein Bobtail (alias Wuschelhund): Cake-Pop aus zerkrümeltem Kuchenteig und Frischkäse kneten und eine Stunde kaltstellen. In Zuckerguss tauchen, anschließend in Mandelblättchen wälzen. Gesicht mit Schokoladencouvertüre aufzeichnen, ggf. Zuckeraugen aufsetzen.
* Ein Löwe: Cake-Pop natürlich belassen. Rosinen im Kreis als „Mähne“ aufkleben, entweder mit Zuckerguss oder Couvertüre. Gesicht mit dunkler Couvertüre aufzeichnen oder, wenn zu Hand, mit Zukcerfarbe und Zuckeraugen.
* Ein Hase: Hierfür hatte ich tatsächlich etwas Schickes besorgt, nämlich weiße Schokolade mit aufgedrucktem Hasengesicht. Cake-Pop in Zuckerguss oder helle Couvertüre tauchen, ganze Mandel halbieren und als Ohren aufsetzen. Hasen-Bild audrücken, sobald die Glasur fast abgekühlt ist (sonst schmilzt der Schokohase…)
* Ein Stachelschwein: Cake-Pop in Couvertüre tauchen und Mandelblättchen überlappend wie Schuppen oder Stacheln aufsetzen. Aus Zuckerguss helle Augen auftupfen oder Zuckeraugen verwenden.
* Johnny Depp: Ich fand den ja immer schon unattraktiv, entsprechend muss er leider zwischen den Tieren als komische Gestalt auftreten. Cake-Pop in Zuckerguss tauchen, Lakritz-Fäden aus einer Lakritzschnecke als Haare aufkleben und mit Couvertüre einen Bart aufzeichnen / einen Zuckerbart aufkleben.
* Eine Maus: Cake-Pop in Couvertüre tauchen und Kokosraspeln wälzen. Mandelblätter als Ohren aufkleben und eine kleine spitze Nase aus einem Lakritzschnecken-Rest ins Gesicht setzen. Augen aus Zuckerguss auftupfen oder Zuckeraugen nehmen.

 

 

Und weil der nächste Frühling garantiert kommt:
Eine Runde „Frühlingswiese aus Kokosraspeln mit Zuckerschmetterlingen“, „Valentinstag mit Gummi- und Zuckerherzen“ und „Zerstückelter Gummibär in Frühlingslaune“.

Alle, die glauben, Cake-Pops sind etwas für gelangweilte, überkandidelte Stay-at-Home-Moms in den USA: Sie eignen sich hervorragend als Kreativ-Aktion für die ganze Familie mit gleichzeitigem Aufräumen im Backzutaten-Schrank! Und wem eine Packung Papierstiele für Einsfuffzig zu teuer ist, lässt sie einfach weg und serviert die Cake-Pops liegend als Pralinen.

Verlinkt mit Creadienstag, ein kleiner blog, Handmade On Tuesday, DienstagsDinge, Meertje und Pamelopee.

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Kindergeburtstag zum Thema „Bauernhof“

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Im Garten sind heute viele Tiere des Bauernhofs zu Gast.
Sie laufen über den geschmückten Tisch, sind auf der Wiese zu entdecken und haben schon Futter in Eimern bekommen.
Ein Bogen schönen Geschenkpapiers schmückt das grüne Tischtuch. Rosen und Wicken dienen als Gruß aus dem Bauerngarten. Fröhliche Kissen aus Stoffen von Sanderson habe ich genäht und mit nach draußen genommen.

 

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Die Kinder dürfen sich aussuchen, welches Tier sie heute darstellen wollen.
Dazu bekommen sie vorbereitete Haarreifen, an denen die passenden Ohren befestigt sind: Schwarz-weiße für die Kuh, lange braune für den Esel, lange graue für die Hasen, kurze rosafarbene für Schweine usw. Wer ein Huhn darstellen möchte, bekommt einen Schnabel aus Pappe auf die Nase gesetzt, der mit einem Gummiband am Hinterkopf hält.
Wer nähen kann, fertigt passende Schwänze aus Stoff an, die mit Sicherheitsnadeln an den Hosen der Kindern befestigt werden. Auch aus Pappe oder Moosgummi können die Schwänze ausgeschnitten werden.

 

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Ruhige Spiele für den Bauernhof-Geburtstag
„Stimmen raten“: Anhand einer CD mit Tiergeräuschen können die Kinder versuchen, den passenden Bewohner des Bauernhofs zu erraten.
„Spuren raten“: Auch Bücher mit Fußabdrücken und Spuren der Tiere laden dazu ein, sich mit den Lebewesen zu beschäftigen.
Fütterzeit“: Zwei Kindern werden die Augen verbunden. Das eine bekommt ein Geschirrtuch umgelegt, das andere erhält ein kleines Glas Joghurt und einen Teelöffel. Es soll sein Gegenüber blind füttern – eine schöne Schweinerei!
Gegenstände ertasten: Vorher werden verschiedene Utensilien des Bauernhofs gesammelt: Karotten zum Füttern, ein altes Hufeisen, ein Schlüssel für den Stall, Körner, ….. Nun bekommt ein Kind die Augen verbunden und, locker in ein Tuch gewickelt, einen Gegenstand überreicht. Das Kind ertastet unter dem Tuch (falls es unter der Augenbinde luschert, ist der Gegenstand verdeckt), worum es sich handelt, und rät.

 

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Bewegungsspiele
„Eier werfen“: In drei verschieden große Nester, die unterschiedlich weit von den Kindern entfernt liegen, werden Eier geworfen. Die „Nester“ werden von Plastiktellern, Eimern oder gezeichneten Kreisen dargestellt, die Eier sind aus Gummi (Flummis zum Beispiel). Wer trifft am meisten ins Nest?
Auch der Klassiker „Eierlaufen“ passt zum Thema.
Staffellauf mit Wassereimer: Die Bäuerin braucht dringend Wasser, um die Kühe zu tränken – als Staffellauf wird pro Gruppe ein Eimer Wasser durch den Garten getragen. Jedes Kind trägt einmal den Eimer und läuft, so schnell es kann, bis es ihn weitergibt. Welche der beiden Gruppen ist zuerst bei den „Kühen“ angekommen?
Bei heißem Wetter auch möglich: Die Gäste stellen sich in einer Reihe auf. Das erste Kind gießt dem zweiten den Inhalt seines Wassereimers in den leeren Eimer. Das zweite Kind kippt das Wasser dem dritten in den Eimer usw. Wieder spielen zwei Gruppen mit gleich vielen Kindern gegeneinander. Welche Gruppe hat zum Schluss am meisten Wasser im letzten Eimer?

 

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„Schwanz abjagen“: Jedes Kind erhält ein Tuch oder ein Stück Seil, das es sich hinten in den Hosenbund steckt. Nun versuchen die Gäste, sich gegenseitig den Schwanz abzujagen. Wer keinen mehr hat, scheidet aus. Wer hat zuletzt die meisten Schwänze ergattert? Wer hat am längsten auf dem Spielfeld „überlebt“?
„Sack hüpfen“ mit Slalom und kleinen Hindernissen
„Gummistiefel-Wettrennen“ in Papas Riesenstiefeln. Auch immer wieder lustig: Der englische Klassiker des „Gummistiefel-Weitwurfs“. Dabei darf JedeR drei Mal werfen, wer wirft am Weitesten?
„Schubkarren- Formel 1“: Wer bewältigt, schnell eine Schubkarre schiebend, den Parcours am Schnellsten?
„Eier sammeln“ wie Ostereier verstecken und suchen.

 

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Dekoration:
Schwarz-weiße Abbildungen von Bauernhoftieren werden ausgedruckt, auf starkes Papier geklebt und als Kreis ausgeschnitten (einen kleinen Teller als Schablone benutzen). Danach wird ein Locher eingesetzt, um in loser Folge Löcher am Rand des Kreises zu stanzen. Durch eins der oberen Löcher wird Satinband gezogen und zur Schleife gebunden.
Plastiktiere aus der Spielzeugkiste des Geburtstagskindes werden auf dem Tisch arrangiert. Wimpelketten sorgen für fröhliche Stimmung. Wer mag, kreiert eine „Karottenkette“, die über den Köpfen der Kinder hängt.
GartenbesitzerInnen können Strohballen zum Draufsetzen organisieren und platzieren.

 

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Gastgeschenke / Give aways: Jedes Kind erhält zu Beginn ein kariertes Halstuch als Teil der „Arbeitskluft“ auf dem Bauernhof und darf es später mitnehmen. Auch ein kleiner Zinkeimer pro Kind, der im Laufe des Fests verschiedentlich benutzt wird, eignet sich als Geschenk.
Bastelaktionen bieten sich bei schlechterem Wetter an, dann können die Kinder aus schlichten weißen Papptellern Tier-Masken gestalten und zum Schluss mitnehmen.
Wenn mit Kuscheltieren und einem Lasso „Tiere einfangen und fesseln“ gespielt wird, kann das Seilstück eine schöne Erinnerung an den Tag sein und lässt sich zu Hause noch in vielfältigen Spielen einsetzen.

 

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Kreative Ideen sind auch beim CreaDienstag, Kiddiekram und bei Meertje zu entdecken.
Wunderschöne Blumen lassen sich bei Holunderblütchen , Rose Garden Malevik und Floral Friday bewundern.

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Buchempfehlung: „Weltwissen der Siebenjährigen: Wie Kinder die Welt entdecken können“ von Donata Elschenbroich

Als Warnung vorab: Dies ist kein Buch, das man locker nach Feierabend liest. Bei mir waren zwei Fahrten quer durch Deutschland mit der Bahn nötig, um ausreichend Ruhe und eine hinreichend reizarme Umgebung zu haben – dann habe ich es mir mit großem Gewinn zu Gemüte geführt.

Zwischen 1996 und 1999 hat die Autorin zusammen mit einem Team aus wissenschaftlichen MitarbeiterInnen über 150 Gespräche geführt, um herauszufinden, was Kinder im beginnenden Schulalter kennen gelernt haben und wissen sollten.
Dabei führt sie der Weg fort von Kindergärten, in denen jeder nach Lust und Laune tun (und wesentlich häufiger lassen) kann, was er will, hin zu einem ambitionierten und gleichzeitig grundlegenden Bildungsbegriff.
In der Liste, was Siebenjährige getan und erlebt haben sollen, treten natürlich Fähigkeiten unserer Kultur auf den Schauplatz – grundlegende Kenntnisse bezüglich Sprache und Logik, die in jeder Vorschul-Untersuchung abgeprüft werden. Das ist aber nicht das Herzstück des Buches: Es handelt vielmehr vom Horizont des Kindes und seiner Umgebung.
+ War das Kind schon einmal im Wald unterwegs? Welche Erfahrungen hat es dort gemacht?
+ Kann es Gefühle erkennen, einordnen und darauf reagieren? Kann es selbst beschreiben, was es denkt und fühlt?
+ Hat es ein Museum besucht? Was hat es dort erlebt?
+ Welche Besonderheit gibt es in unserer Familie, die andere nicht kennen (Rituale, Wörter, Gerichte …)?
+ Waren die Themen Sterben und Tod für das Kind erlebbar (im Gespräch oder unmittelbar)?
+ Hat das Kind seine Anwesenheit und seine Persönlichkeit als Bereicherung erleben dürfen, hat es als „Problemlöser“ auftreten können (Ich habe eine Situation besser verlassen, als ich sie vorgefunden habe  – habe aufgeräumt, habe getröstet, habe einem Gespräch eine positive Wendung gegeben o.ä.)?
+ Konnte das Kind Stille erleben und wie empfand es sie?

Die Liste ist wesentlich länger und oft sehr ambitioniert.
Anhand von Rezensionen im Internet lässt sich erkennen, dass viele LeserInnen die „Bildungsziele“ willkürlich und zu ehrgeizig fanden. Ja, sie sind sowohl willkürlich als auch ehrgeizig. Aber viele sind ebenfalls der Meinung, dass es schwer wäre, einzelne Bereiche des Weltwissens aus der Aufzählung sowie aus den Berichten der „Experten“ zu streichen. Es kommen verschiedenste Berufsgruppen mit ganz unterschiedlicher Sozialisation zu Wort: Jede und jeder hat einen speziellen Blick auf die Welt, damit ergeben sich jeweils unterschiedliche Erfahrungshorizonte und Bildungsziele.

Stichpunktartige Notizen, was ich bemerkenswert fand, weil es bisher Gehörtes und Gelesenes unterstützt:
– Kinder in ihren Fragen und ihrem Forscherdrang ernst nehmen. Naturwissenschaftliche Fragen so weit es möglich ist beantworten, nicht auf den Physik-Unterricht in der siebten Klasse vertrösten! Gleiches gilt für andere ambitionierte Fragen, die Erwachsene in Verlegenheit bringen…
– Wissen wird durch Erlebnisse aufgebaut: Ganzkörperlich, auf Eigeninitiative und Neugier des Kindes hin, aus der Situation heraus – wenn man sie erkennt und nutzt.
Gespräche und Bücher sind schön – erleben reicht weiter!
– In Anlehnung an ein Referat über Janusz Korczak vor vielen Jahren: Kinder nicht bewahren wollen vor ihrem Drang, die Welt zu erobern. Dem Kind etwas zutrauen.
– Die Zeit vor der Schule für Ausflüge nutzen (Bibliothek, Museum, Wildpark, Naturschutzgebiet, Kirche, Berufe entdecken…)

Natürlich wird immer wieder Bildungskritik betrieben – sowohl von der Verfasserin als auch von den Gesprächspartnern. Das ist berechtigt, soll an dieser Stelle aber nicht weiter thematisiert werden.
In meinen Augen ist der Schwachpunkt dieses Buches, dass es aus Fragmenten besteht. Diese wurden zwar sortiert, die Ordnung leuchtet jedoch nicht ein. Innerhalb einer halben Seite finden häufig beachtliche Sprünge von einem inhaltlichen Schwerpunkt zum anderen statt, ohne dass der Sinn dahinter deutlich wird: Das hemmt den Lesefluss sowie den Überblick.

Eine Anekdote zum Schluss:
Ich war ganz ins Buch vertieft und las plötzlich etwas über „Kinder, die die Möglichkeit haben, sich in SchreiBecken zurück zu ziehen, um sich dort ruhig und ungestört auszuprobieren“. Das kam mir sehr seltsam vor – erstens hatte ich noch nie etwas von Schrei-Becken gehört, und zweitens: Was daran sollte ruhig sein? Waren Schrei-Becken der Gegen-Trend zu Snoeselen-Räumen?
Beim erneuten Lesen des Satzes ging mir auf, dass die Autorin SchreibEcken meinte – einen kleinen Tisch, um sich in Ruhe mit ersten Schreibversuchen auseinander zu setzen.
Wenn du das Wort „Schreibecken“ gelesen hättest – was hättest du gedacht? 😉

aufmerksam, glaubhaft

Vielfalt, Mann!

Seit Kurzem gibt es die Aktion „Vielfalt, Mann!“, die sich für einen höheren Anteil an männlichen Erziehern in Hamburgs Kindergärten einsetzt. Auf den großflächigen Plakaten sind Männer mit ihrem „Job-Profil“ als Aufdruck auf dem T-Shirt abgebildet:
„Koch – Beatboxer – Spieleentwickler – Gitarrist – Trostspender – Vorleser:
Sei alles – werde Erzieher“
„Rennfahrer – Tourguide – Künstler – Gärtner – Kaufmann – Teamplayer:
Sei alles – werde Erzieher!“

Je mehr Menschen sich für Bildung und Integration einsetzen, desto besser. Und je mehr positive Vorbilder und Rollenmodelle Kinder beider Geschlechter haben, desto vielfältiger ihre Entwicklung. Nicht nur Jungs brauchen männliche Bezugspersonen – auch Mädchen brauchen sie, um eine gesunde Identität aufbauen zu können. Wer ist das, wenn es keinen Papa gibt?

Mehr Informationen unter

http://www.vielfalt-mann.de/