aufmerksam, feminin, kreativ

Werkstatt: Smaragdgrünes Shirt mit gefältetem Ripsband

 

 

Dieses grüne Shirt mag ich sehr, weil mir das Grün schmeichelt.

Das Shirt hatte, ähnlich wie das Oberteil vom vorletzten Me-made-Mittwoch, einen recht engen Halsausschnitt, sodass ich die Schere ansetzte und einen großzügigeren Ausschnitt fertigte, den ich mit einem smaragdgrünen Satinband einfasste.
Da mir die Ausschnittlösung noch langweilig vorkam, habe ich ein dunkelblaues Ripsband in Falten gelegt und unterhalb des Satinbands festgesteppt. Freihändig, weil die Stecknadeln im sich dehnenden Jersey unter dem Füßchen der Nähmaschine sowieso nicht halten.

 

aufmerksam, feminin, kreativ

Werkstatt: Petrolfarbenes Shirt mit weißen Blüten

Dieses unifarbene Shirt habe ich mit einer weißen Blütenstickerei aufgewertet, und zwar so:
Zuerst zerschnitt ich einen BH und trennte die Blüten-Applikation ab.
Anschließend zog ich das Shirt an und steckte mir vor dem Spiegel die Blüten (übrigens sind alle miteinander verbunden) so zurecht, dass es mir gefiel. Anschließend zog ich das nadelgespickte Shirt vorsichtig aus und nähte die Blüten mit kleinen Stichen per Hand an.

Insgesamt mag ich es, Fundstücke oder Reste so mit Neuem oder Vorhandenem zu kombinieren, dass zum Schluss ganz persönliche Kleidungsstücke entstehen.
Das Wenigste von meinen Kreationen ist wirklich komplett handgenäht – muss es aber auch nicht, wie ich finde. Die Frage ist ja gerade: Wie kann ich aus dem, was mir zur Verfügung steht, etwas ganz Spezielles zaubern?

 

 

Viel Spaß beim „Me made Mittwoch“, wo sich weitere kreative Frauen in selbstgemachter Kleidung tummeln.

Und danke an meine Freundin für das fröhliche Aufnehmen der Fotos.

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Gute-Laune-Trick 11: Am helllichten Tag pompös aussehen

Neulich räumte ich meinen Badschrank auf und schmiss jede Menge Zeug weg. Dabei fielen mir unter anderem Lippenstift-Proben in die Hände, sodass ich beschloss, sie bald möglichst zu benutzen.
Am Sonntag gab es einen Grund zum Feiern, sodass ich mir vor dem Gottesdienst viel Zeit im Bad nahm – gute Einfälle sollten zeitnah umgesetzt werden. Bestens gelaunt pinselte ich mir das Pröbchen auf die Lippen und stellte fest, dass die Farbe sich als ein dunkler Pflaumenton entpuppte. Nicht unbedingt das, was Frau morgens vor 9.00 Uhr trägt – ich zumindest nicht.
Egal, fröhlich zu Ende pinseln.
Für meine neue Frisur fehlte noch ein Blickfang. Da ich jede Menge Blüten-Klammern und Broschen für meine Oberteile besitze, die ich jeden Morgen neu kombiniere, überlegte ich, statt einer Haarspange davon eine zu benutzen. Ich entschied mich für die Pfauenfeder, die sich gut im Haar machte.


Weil ich wenige Tage vorher Zeit hatte, einen Nagellack auszuprobieren, der zum Outfit einer bald stattfindenden Hochzeit passen könnte, glitzerten die Nägel noch von dem Outfit-Experiment.
Als ich das Haus Richtung Kirche verließ, fühlte ich mich angesichts meines Spiegelbildes im Flur wie eine Operndiva, die den Weg ins Bett nicht gefunden hat.
Egal!
Einen Tag overdressed herum zulaufen fühlt sich harmlos verrückt an, und gerade das brauche ich manchmal…
Zur Nachahmung empfohlen!

aufmerksam, kreativ

Me made Mittwoch: Sommer-Finale

Da ich in der letzten Zeit viel damit beschäftigt war, Taschen und Taschentücher-Taschen zu nähen (hier geht die Grippe-Welle rum, sodass bis vor wenigen Tagen der Sommer weit weg war), gibt es von mir noch keine neue, selbstgenähte Sommer-Kleidung.
Aber ein kleines Top aus meiner Vorjahrs-Kollektion wartet darauf, wieder öfter getragen zu werden:

 

 

Ich kaufte das Top, weil mir Farbe und Schnitt gut gefielen. Leider war es etwas langweilig, sodass ich das Blüten-Schrägband von „Frau Tulpe“ applizierte.
Jetzt ist es genau richtig!

Alle anderen aufgehübschten Shirts und Tops finden sich hier im Archiv.

Weitere sommerliche Kreationen wieder bei Cat und Kascha.

aufmerksam, kreativ

Frisch vom Flohmarkt

 

Auf dem gestrigen Flohmarkt entdeckte ich diesen Linoldruck mit dem Titel „Bremen – Parkstraße 65“ sowie wunderbare Perlmutt-Knöpfe in vielen Varianten.
Ich liebe Perlmuttknöpfe, besonders die alten, hochwertigen, die es nirgends mehr zu kaufen gibt – außer secondhand.

 

aufmerksam, kreativ

Unikat: Blau-weiße Tasche mit maritimen Streifen

Diese Tasche ist aus einem leichten gestreiften Stoff (Fasermischung) genäht und mit einem weißen Crinkle-Leinen gefüttert, der etwas mehr Stand gibt.
Sie hat zwei Seiten, auf beiden habe ich Akzente mit einem apricotfarbenen Leinenstoff gesetzt: Die eine Seite trägt ein appliziertes Herz mit Satinschleife, die andere bekam eine Tasche mit Perlmutt-Knopf.
Entlang des oberen Rands läuft ein Streifen in apricot, auf dem weiße Spitze das sommerliche Flair unterstreicht.

 

 

 

 

Weitere selbst genähte Kleidungsstücke und Accessoires zeigt wieder der „Me made Mittwoch“ bei Cat und Kascha

aufmerksam, feminin, kreativ

Unikat: Tasche mit Blüten in Fliederfarben

Der letzte Teil der Aktion „Ich zerschneide eine Bluse und nähe etwas Anderes daraus“ endet mit einer Tasche, die wieder zwei Seiten hat:
Eine dunkle in Pflaume mit einer hellrosé gestreiften Tasche sowie eine helle Seite aus strukturiertem Leinen mit zwei Glasperlen an einem schwarzen Satinband mit Schleife.
Beide Seiten haben oben eine breite Bordüre aus dem besagten Blütenstoff und ebensolche Henkel bekommen.
Innen ist die Tasche mit dem hellen Leinenstoff in zartem Flieder gefüttert und hat außerdem ein kleines Schlüsselfach.

 

Teil eins und Teil zwei sind hier zu finden.

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Umstyling – Segen oder Fluch?

Neulich habe ich auf Empfehlung einer Bekannten eine Umstyling-Sendung im Fernsehen angeschaut – und weil ich es interessant fand, gleich noch ältere Sendungen aus der Mediathek dazu.
Anschließend war ich mit meinem Äußeren und dem Inhalt meines Kleiderschranks von vorn bis hinten unzufrieden. Die Crux an professionellem Styling ist: Einerseits sagt man „Boah, so großartig kann diese unscheinbare Frau also aussehen, das will ich auch!“ und andererseits sieht man, dass es nur mit einem ganzen Stab an Make-up-Künstlern und Mode-Profis möglich ist, ein darart vollendetes Bild abzugeben.
Mit Sicherheit kann jede/r von uns besser aussehen, wenn wir mehr in unser Äußeres investieren würden – fragt sich, wie viel Zeit, Energie und Geld das kostet. Und wo die Grenze zwischen „Kann optisch mehr aus sich machen“ und „Ist kaufsüchtig und ein überambitioniertes Mode-Opfer“ liegt.

 

 

Die wahre Kunst der Typ- und Stilberatung liegt für mich darin, dass das innere Bild der Person von sich selbst immer mehr dem entspricht, was das Äußere darstellt. Versteckte Anteile der Person zum Leben bringen, in dem sie gezeigt werden dürfen: Sich so fröhlich kleiden, wie wir uns fühlen, statt in grauen Business-Uniform zu verschwinden. Die Liebe zu kräftigem Blau-Grün ausleben, auch wenn alle anderen gerade schlammige Erdfarben tragen. Das Quietschgrün, das die eigene Perösnlichkeit überstrahlt und zur Gewohnheit geworden ist, durch harmonisch passendes Schilfgrün mit Grauanteil ersetzen: Damit die Gesichtshaut strahlt und die Haarfarbe auch ungefärbt lebendig wirkt. Manchmal geht es in der Typberatung darum, von Gewohnheiten Abschied zu nehmen. Manchmal darum, lange Verstecktes sichtbar zu machen. Manchmal ist Mut zu neuen Möglichkeiten die Antwort, manchmal auch ein Leisertreten.
Perfektes Make-Up und täglich aufwendig gestylte Frisur hat für mich nichts dem Ziel und Zweck von Typberatung zu tun. Natürliche, lässige Personen müssen genauso bleiben dürfen, wie sie sind. Wer sich gern zurecht macht, bekommt die passenden Tipps. Aber das Äußere einer Frau zu einer perfekten Momentaufnahme umzugestalten, und zu behaupten, ab jetzt solle sie immer so aussehen, um schön und glücklich zu sein, kommt nicht in Frage.

Ich habe mir ein „Update“ für meinen Kleiderschrank gegönnt und finde den Rest ganz in Ordnung – meist liegt die Wahrheit ja im Mittelweg 🙂
Neue Hose, neue Schuhe – und den restlichen Inhalt des Kleiderschranks mag ich doch ganz gern, besonders seit ich in mehreren Abschnitten ausgemistet habe….

aufmerksam, kreativ

Vorher – Nachher: Pullover von Red//Green

Diesen Pullover besitze ich schon lange, bestimmt fünf Jahre. Er ist aus einer sehr hochwertigen Baumwolle gestrickt und hat eine angenehme Farbe: Fröhlich, hell und dennoch ausdrucksstark. Trotzdem habe ich ihn in den letzten beiden Jahren zunehmend weniger getragen, weil er für meine Figur sehr leger geschnitten ist und mein Outfit dadurch sehr rustikal wirkte. Nun versuchte ich, dem Pullover eine neue Form zu geben – seine gute Qualität hinderte mich daran, ihn zur Kleidersammlung zu bringen.
So habe ich den Pullover zerschnitten und (leicht diagonal überlappend) neu zusammen genäht, jetzt sieht es aus wie ein Wickelpulli. Dank des schwarzen Ripsbands erinnert er mich an Coco Chanel 😉

Da die Schaufenster-Puppe eine extreme Wespentaille hat, sieht der Pulli daran ebenfalls sehr tailliert aus – der Eindruck täuscht: Jetzt sitzt er deutlich besser und betont meine Figur, ist aber nicht übertrieben verändert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vorher                                                                                  Nachher

 

Weitere selbst-designte Kleidung ist beim „Me made Mittwoch“ von Cat und Kascha zu finden.

aufmerksam, feminin, glaubhaft

Sieben Wochen ohne Konsum: Fazit

Um kurz vor Ostern das Experiment „Sieben Wochen ohne…. Konsum“ mit einem Fazit zu beschließen:

Mut zur Shopping-Bremse.
Verweigert Ihr begehbarer Schrank den Zutritt, weil er überquillt?

Erinnern Sie sich an Epikurs Worte: „Wem wenig nicht genügt, dem genügt nichts.“
Denn „mehr“ hat stets „noch mehr“ zur Folge – nicht nur bei schicken Pumps.

aus: emotion, Oktober 2011