aufmerksam, glaubhaft

Wenn Gott unser Leben komplett umbaut

Schon lange bitte ich Gott um bestimmte Veränderungen in meinem Leben. Ich trage meinen Teil bei, ganz klar, aber solange Gottes Zeitplan nicht reif dafür ist, nützt alles drängeln nichts. Zu Beginn segnete mich Gott mit mehreren Lebensträumen, die wahr wurden, sodass ich vor lauter Aktionismus ganz gut verkraften konnte, dass die erwünschten Veränderungen auf sich warten ließen.

In den letzten zwei Jahren begann Gott immer mehr, mich selbst zu verändern, statt meine Lebensumstände zu verwandeln.
Ich las fantastische Bücher, die mir in vielen Lebensbereichen zu ganz neuen Perspektiven halfen. Dabei korrigierte er viele meiner Herzenshaltungen und Denkweisen und baute innere Widerstände ab. Manche Botschaft traf mich sehr unmittelbar und schmerzhaft, denn je mehr Gott mich formt, desto mehr merke ich, wie viel Verbesserung ich nötig habe.
Und manche Lektion scheint abgeschlossen, nur um ein halbes Jahr später erneut vor mir zu stehen und mich zu fragen: Liebe Marie, ist da nicht doch noch einiges an Potential? Und wohin ist der bisherige Wandel verschwunden?

Der Bau eines soliden Fundaments dauert lang, ist anstrengend und kostenintensiv. Wachstumsschmerzen und angedellter Egoismus machen sich regelmäßig bemerkbar. Aber ich erlebe auch viel Freude über die innere Dynamik, viele Aha-Momente und tiefe Begegnungen mit Gott. Natürlich wünsche ich mir regelmäßig, dass das Kellergeschoss endlich soweit steht, dass Gott sichtbar darauf aufbaut und wir endlich mit dem Einrichten meines runderneuerten Lebenshauses beginnen können.
Immer wieder werde ich zurück geworfen und frage mich: War ich hier nicht schon mal? Wie bei dem Aufstieg auf einen Berg, wo der Weg in Serpentinen ansteigt: Hier bin ich schon einmal vorbei gekommen, zuletzt etwas weiter unten am Berg, nun um eine Schleife näher am Gipfel.

Ich behaupte nicht, dass ich weiß, wo diese innere Reise hinführt und ab wann mein Herz soweit verwandelt wurde, dass meine Identität stark genug ist für die Lebensumbrüche, die mir bevorstehen. Natürlich frage ich mich, je länger es dauert, wie groß das wird, was Gott mit mir als Nächstes vorhat und was mir noch verborgen ist. Auch, wenn es meine Nerven strapaziert, habe ich Gott noch nie über viele Monate hinweg so nah und unmittelbar gespürt, wie die letzten zwei Jahre.
Ja, es ist anstrengend.
Ja, es ist intensiv.
Ja, ich finde in dieser Zeit des inneren Umbaus zu einer Intimität mit Gott, die mir neu ist.
Wenn du heute von meinen Erfahrungen liest, weil du dich selbst in einem (schmerzhaften) Prozess der Verwandlung befindest, möchte ich dir Mut machen.Mut zu radikaler Ehrlichkeit: Dir selbst gegenüber, Gott gegenüber, Freunden und Vorbildern gegenüber. Denn nichts anderes wird dir helfen, die Herausforderung anzupacken und gestärkt zu überstehen.

Mut zu Experimenten: Gib neuen Denkweisen eine Chance, neuen Autoren und Büchern, neuen Arten des Glaubens, neuen Wegen im Gebet. Sing christlichen Pop statt Chorälen, meditative Klänge statt Gospel, Klassik statt Rock – wie rum auch immer. Lass dich von Gott und der Vielfältigkeit seines Wesens überraschen!

Mut zum Aushalten: Nicht flüchten, nicht wegducken, nicht rückwärts laufen, nicht totstellen. Sondern hier und jetzt annehmen, dass es ist, wie es ist. Und Gott vertrauen, dass es gut ist, wie es ist.

Mut zur Freude: Oft verrennen wir uns so darin, im Gebet primär zu bitten und um Veränderung zu feilschen, dass Loben und Danken völlig untergehen. Ja, danken fällt gerade schwer, und wir würden gern dann mit dem Danken anfangen, wenn alles zu unserer Zufriedenheit aufgelöst wurde. So läuft das Leben aber nicht, auch das Glaubensleben nicht. Danke hier, danke jetzt, halte deine Augen für Gottes Segen am Wegrand offen, statt immer nur eine Utopie vom perfekten Leben zu erwarten.

Mut zum Zusammenbruch: Ja, es gibt Schöneres, als sich sehr plastisch vor anderen ChristInnen in Rotz und Wasser aufzulösen. Habe dennoch den Mut, dich anderen zuzumuten. Finde 237 Wege, zu heulen und mit den Zähnen zu klappern und anderen lästig zu fallen. Denn du bist ihnen nicht lästig, weil es alle von uns einmal trifft.
Und nach einer intensiven Rotz-und-Wasser-Phase kann ich dir sagen: Bald bist du wieder diejenige Person, die anderen die Taschentücher reicht, weil das Gröbste überstanden ist und sich der Wind gedreht hat. Garantiert.

aufmerksam, kreativ

Schallschluckende Dekoration: Ideen zum Selbermachen

Bei uns vor der Haustür wird acht Monate lang die Straße gefräst, gebaggert, umgewühlt, ausgebuddelt, sandgestrahlt, aufgefüllt, geteert, gebohnert und geleckt. Selbstverständlich hänge ich täglich stundenlang aus dem Fenster und beobachte je-den Schritt und genieße das Aufgebot deutscher Ingenieurskunst in all den Varianten von Baustellenfahrzeugen. *Hust*
Natürlich nicht. Stattdessen überlegte ich schon vorher, was ich tun kann, damit wir zumindest ein paar kleine Elemente zu Schallschlucken an den Wänden installieren können.

Ich fand in einer Boutique einen ganz wunderbaren kleinen Wandteppich, der mit seinen weißen Fischen auf ultramarinfarbenem Grund griechisch wirkt, und sich hervorragend einfach auf einen Nagel der Bilderwand pieksen lässt. Außerdem zog ich eine große Blüte aus festem Papier aus meinem unerschöpflichen Dekofundus, darin sollten sich Schallwellen doch auch hervorragend verirren, oder?

Bereits vorhandene Wimpelketten aus Papier ersetzte ich durch neu genähte Wimpelketten aus Stoff, auch wenn so ein paar mickrige Wimpel jetzt nicht die Masse an Schall schlucken können. Aber meiner Selbstwirksamkeit tut es gut, zu wissen, dass ich etwas gegen den Baulärm unternommen habe. Zusammen mit den Wandbehängen, die ich hier zeigte, hoffe ich auf eine gewisse Wirkung, und sonst freue ich mich einfach nur an der sommerlichen Deko!

aufmerksam, glaubhaft

Wenn die Kirche geschlossen bleibt: Glaube im Alltag trotz Corona

Für alle, die gerade von zu Hause aus arbeiten, krank sind oder Überstunden schieben, weil ihr Leben durch den Corona-Virus beeinflusst wird: Hier möchte ich gute Gedanken und hilfreiche Predigten vorstellen. Gottesdienste finden in manchen Gemeinden derzeit per Livestream statt, andere bieten Predigten im Internet zum Anhören an.
Mir gefällt die Predigt aus der Christus-Gemeinde in Hamburg-Bramfeld vom 15. März sehr gut. Einfach das Video anklicken und zuschauen: Predigt „Hab keine Angst“
Und auf englisch: How to deal with dark times von Tim Keller, die Lieder „I need you more“ von Kim Walker Smith, „Awake my soul“ von Chris Tomlin, „Praise you in this storm“ sowie „God of all my days“ von Casting Crowns.

Außerdem erreichen mich viele Mails, in denen angeboten wird, zu bestimmten Zeiten miteinander zu beten. JedeR betet zu Hause für sich, aber alle deutschlandweit gemeinsam. So zum Beispiel bei der Initiative der Evangelische Allianz um 20:20 Uhr: Nach der Tagesschau beten alle gemeinsam für erkrankte Menschen, für Entscheidungsträger, für das Klinikpersonal, für die Forschung und Überwindung des Virus und dass wir ChristInnen in dieser Zeit ein Licht der Hoffnung für unsere Umgebung sind.

Gottesdienste und Kleingruppen sind längst abgesagt, in meiner Gemeinde treffen wir uns per Videotelefonie vor dem Computer. Wer diese Möglichkeit nicht hat, kann einfach am Telefon zu zweit beten, Lieder hören und mitsingen, Gebetsanliegen miteinander teilen.
Unsere Pastoren sind telefonisch im Gemeindebüro erreichbar, bereit für Gespräche und Unterstützung. Und senden Videobotschaften via Instagram…

Mittagsgebet

täglich jeweils 13 Uhr – von Zuhause mitbeten:

Psalm 121
Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen.
Woher kommt mir Hilfe?
Meine Hilfe kommt vom HERRN,
der Himmel und Erde gemacht hat.
Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen,
und der dich behütet, schläft nicht.

Der HERR behütet dich;
der HERR ist dein Schatten über deiner rechten Hand,
dass dich des Tages die Sonne nicht steche
noch der Mond des Nachts.

Der HERR behüte dich vor allem Übel,
er behüte deine Seele.
Der HERR behüte deinen Ausgang
und Eingang von nun an bis in Ewigkeit!

Amen

Gebet
Herr, wir bringen Dir alle Erkrankten und bitten um Trost und Heilung.
Sei den Leidenden nahe, besonders den Sterbenden.
Bitte tröste jene, die jetzt trauern.
Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie,
allen Krankenschwestern und Pflegern Kraft in dieser extremen Belastung.
Den Politikern und Mitarbeitern der Gesundheitsämter Besonnenheit.
Wir beten für alle, die in Panik sind.
Alle, die von Angst überwältigt sind.
Um Frieden inmitten des Sturms, um klare Sicht.
Wir wollen auf Dich sehen und bei Dir Frieden finden.
Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden haben oder befürchten.

Guter Gott, wir bringen Dir alle, die in Quarantäne sein müssen,
sich einsam fühlen, niemanden umarmen können.
Berühre Du Herzen mit Deiner Sanftheit.
Und ja, wir beten,
dass diese Epidemie abschwillt, dass die Zahlen zurückgehen, Heilung geschieht, Normalität wieder einkehren kann.

Mach uns dankbar für jeden Tag in Gesundheit.
Lass uns nie vergessen, dass das Leben ein Geschenk ist.
Dass wir irgendwann sterben werden und nicht alles kontrollieren können.
Dass Du allein ewig bist.
Dass Du, HERR, das Leben bist und gibst.
Dass im Leben so vieles unwichtig ist, was oft so laut daherkommt.

Mach uns dankbar für so vieles, was wir ohne Krisenzeiten so schnell übersehen.

Wir vertrauen Dir.
Wir vertrauen Dir jetzt an und bitten besonders für…….

Vaterunser
Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme. Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

Segensbitte
Der Herr segne und behüte uns.
Der Herr lasse leuchten sein Angesicht über uns
und sei uns gnädig.
Der Herr erhebe sein Angesicht auf uns
und gebe uns Frieden.

Amen.

aufmerksam, glaubhaft

Kerzen anzünden und Steine schmeißen: Spirituelles Experiment mit Senioren


Experimente im Beruf wagen: Eine kluge oder riskante Idee?
Bereits Ende des letzten Jahres hatte ich den Vorschlag, in das Monatsprogramm Januar in der Senioren-Residenz ein „spirituelles Experiment“ aufzunehmen. Ich plante eine „Andacht ohne Andacht“, einen interaktiven Nachmittag unter dem Motto „Mit Gottes Segen ins neue Jahr“. Da der Träger nicht christlich, sondern rein kapitalistisch arbeitet, war es ein großes Glück, dass ich mit meinem Vorschlag Gehör fand. Ich darf zu allen Anlässen und Themen Treffen leiten, nur „kirchlich“ soll das Ganze bitte nicht sein. War´s ja auch nicht, sondern ein spirituelles Experiment…

In der Bibliothek breitete ich auf dem großen Tisch lauter Kalenderblätter mit Naturmotiven und Bildern von Wegen aus. Zwei Fragen des Nachmittags waren „Woher komme ich?“ und „Wohin gehe ich?“
Wir hörten das Lied „Wie ein Fest nach lange Trauer/ So ist Versöhnung“ und zündeten Kerzen an: Für Menschen, die wir vermissen, die uns fehlen, die wir lieben oder von denen wir im letzten Jahr Abschied nehmen mussten. Da flossen natürlich Tränen, aber ich war wie immer mit einer tröstenden Umarmung gleich zur Stelle.

Die Steine auf dem Tisch dienten dazu, sie fest in die Hand zu nehmen und dabei an alles Belastende, das wir loswerden wollen, zu denken:

  • Welche Meinung über mich selbst möchte ich ablegen?
  • Welche Vorwürfe (innere und von anderen Menschen) möchte ich hinter mir lassen?
  • Womit möchte ich meinen Frieden machen?
  • Was brauche ich, damit ich aus tiefstem Herzen glauben kann, dass Gott es gut mit mir meint?

Dann warfen wir sie nacheinander in einen blauen Eimer, der „das tiefste Meer“ symbolisieren sollte, frei nach dem Propheten Micha in der Bibel:
Er wird sich unser wieder erbarmen, wird unsere Ungerechtigkeiten niedertreten; und du wirst alle ihre Sünden in die Tiefen des Meeres werfen.“ (Micha 7,19)
Ich ermunterte die Damen, die Steine mit Schmackes in den Eimer zu pfeffern und innerlich wirklich loszulassen. Außerdem erinnerte ich an die Geschichte von Corrie ten Boom, die sagte, dass Gott alle unsere Fehler an der tiefsten Stelle des Ozeans versenkt und eine Boje darüber befestigt, auf der steht „Fischen verboten!“.

Nach einem Körpergebet, einer Psalm-Meditation und dem Klassiker „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ brachen wir wieder in den Alltag auf.

Im Gespräch mit losen Bekannten äußerte ich meinen Verdacht, dass ich die Seniorinnen überfordert hatte. Ich wollte die einmalige Situation zur Gänze ausnutzen und hatte in meinen Ablauf noch ein Gebet und noch ein schlaues Zitat und noch einen Segen extra gepackt (Viel mehr, als hier dargestellt). Erst nach anderthalb Stunden waren wir fertig, und ich fragte mich, ob ich es vielleicht etwas zu gut gemeint hatte. Ich fand es sehr erleichternd, von zwei unabhängigen Gesprächspartnerinnen zu hören, dass sie sich nicht vorstellen könnten, wie ich jemanden überfordern sollte. Klar, sie waren nicht dabei gewesen, aber ich fand es eine schöne Rückmeldung, dass mir selbst lose Bekannte aus der Gemeinde nicht zutrauen, dass ich in meinen Gruppenstunden jemanden an die Grenzen der Aufmerksamkeit bringe. Insofern behält ein Experiment immer einige Unsicherheiten, sowohl in der Vorbereitung als auch in der Durchführung und Reflektion im Anschluss. Aber es hat sich gelohnt!

aufmerksam, kreativ

Geschenke verpacken: Einfach und effektvoll

Einfach effektvolle Geschenke einpacken: Zwei Anregungen möchte ich heute zeigen.
Das erste Geschenk wickelte ich in blaues Papier mit glänzenden Schneeflocken. Vorn faltete ich das Papier zu einer breiten Spitze, dass es an einen Briefumschlag erinnert. Eine große weiße Schneeflocke stanzte ich aus festem Papier und setzte eine kleine silberne Schneeflocke darauf. Als Unterlage bekommen sie einen ausgestanzten Kreis mit Wellenrand. Sie schmücken die „Lasche“ des „Umschlags“ und dienen als Namensschild.

Das zweite Geschenk ist schlichter und ohne Glanzeffekte, also eher für Männer geeignet…
In grau-weißes Geschenkpapier mit Sternen wickelte ich auch dieses Geschenk mit einer Art Lasche ein, sodass es an einen Briefumschlag erinnert. Wieder benutzte ich den Kreis mit Wellenrand, den ich aus hellblauem Papier stanzte. Aus dem Kreis stanzte ich wiederum einen Stern, sodass das Geschenkpapier hindurch scheint. Weitere Sterne und Ministerne verteilte ich um den Kreis, der noch mit dem Namen des Beschenkten beschriftet wird.

Verlinkt mit CreaDienstag, HoT, Decorize, ein kleiner blog

aufmerksam, kreativ

Geschenk für ein Richtfest gestalten

Überraschung!
Wir haben klammheimlich ein Haus gebaut, und jetzt ganz unter uns das Richtfest gefeiert.


Neiiin, ich war lediglich zu Besuch bei einem Richtfest.
Und damit die schwangere, zukünftige Hausherrin beim Einzug im Frühjahr bereits von blühenden Farbtupfern im Garten begrüßt wird, dachte ich mir folgendes Geschenk aus:
Sie erhielt von mir in einer selbstgebastelten Karte einen Gutschein „zur sofortigen Einlösung“. In einem Korb voll Herbstlaub überreichte ich Blumenzwiebeln für Traubenhyazinthen und Wildtulpen. Die Kombination aus Laub und Zwiebeln soll eine Brücke über die nächsten Monate schlagen und die Zeit vor dem Einzug im Herbst mit der Zeit beim Einzug im Frühjahr verbinden.

Die Aufgabe meiner Freundin war, mir einen passenden Platz für die Frühblüher zuzuweisen, die ich dann direkt vor Ort eingebuddelt habe. So braucht sie weder die Zwiebeln bis zum neuen Jahr verwahren noch im Umzug mitnehmen noch im Frühjahr mit dem neuen Baby auf dem Arm verzweifelt danach suchen. Weil sie ja schon in der Erde sind, Frost abbekommen haben und passend loswachsen, tada!

Die Karte bastelte ich mit der Idee, dass die ausgestanzten silberfarbenen Herzen aus dem Haus quellen und das Dach zum Abheben bringen. Um damit ein Haus darzustellen, das von Liebe gefüllt ist.

Verlinkt mit DienstagsDinge und HoT.

aufmerksam, kreativ

Locker-leichte Sommerdeko für das Fenster

Im Sommer wollen wir draußen unterwegs sein, entsprechend gering ist die Lust auf eine jahreszeitliche Dekoration der Wohnung.
Ganz einfach und schnell entsteht diese grüne Fensterdeko aus Wimpeln und tropischen Blättern:
Zu Beginn tropische Blätter auf dicke Pappe zeichnen und ausschneiden oder Blattsilhouetten aus Holz kaufen, mit Bändern zum Aufhängen ausstatten. In relativ regelmäßigem Abstand mit Klebefilm oben an das Fenster kleben, sodass sie hinunter hängen, aber nicht die Sicht nehmen.
Anschließend eine grüne Wimpelkette quer über die Klebestellen hängen, dabei darauf achten, dass sich das Fenster noch öffnen lässt: Oder die Wimpelgirlande teilen, damit jede Fensterhälfte damit geschmückt und dennoch gelüftet werden kann.

Verlinkt mit CreaDienstag, DienstagsDinge, HoT.

aufmerksam, Gäste & Feste, kreativ

Wuschelige Cake-Pops: Bären, Katzen oder Hunde?

Cake-Pops

 

Ursprünglich hatte ich vor, für den Frauen-Gebetskreis Cake-Pops zu gestalten, die wie Bären aussehen. Tatsächlich entdeckten die Frauen alles mögliche, von Katzengesichtern bis zu Wuschelhunden in meinen Kuchen-Tieren. Die Gestalten sind mit Kuvertüre, Schokoladenstreuseln und Rosinen als Ohren leicht gemacht, weil diese Zutaten im Küchenschrank vorhanden sind. Ganz im Gegensatz zu allem Tüddelkram, der sonst für Cake-Pops benutzt wird. Künstlich gefärbte Glasur auf der Basis von ökologisch schlechtem Palmöl mag ich genauso wenig wie diverse bunte Zucker-Glitzer-Deko-Teile. Nur die Augen habe ich extra gekauft, so ganz ohne ein besonderes Detail wirken Cake-Pops leicht langweilig.

 

Cake-Pop

 

Die Cake-Pops werden aus 400 g zerkrümeltem Kuchen, 100 g Puderzucker, 50 g aufgeschlagener Butter und 125 g Frischkäse hergestellt.
Aus den „nassen“ Zutaten sowie dem Puderzucker wird ein Frosting gerührt, in das der Kuchen eingeknetet wird.
In Bällchen à 30g portioniert und gerollt, ergeben sich etwa 20 Stück, die als nächstes kühl gestellt werden.
Anschließend wird die Kuvertüre im Wasserbad verflüssigt und zuerst jeweils ein Stab in die Schokolade getunkt und in das Innere der Kugel geschoben. Dabei können sie bis auf Weiteres „über Kopf“ auf dem Teller liegen bleiben. Sobald alle Kugeln mit Stäben versehen sind, werden sie in die Kuvertüre getaucht – gut abtropfen lassen! Anschließend in einem standfesten Glas aufrecht parken, nach jedem Dekorationsschritt kehren sie hierhin zurück.
Ich habe die Kuvertüre auf den Cake-Pops etwas auskühlen lassen, bevor ich sie in den Schokostreuseln gewälzt habe, da sonst die Schokolade zu flüssig ist und zusammen mit den Streuseln tropft. Dann jeweils zwei Rosinen als Öhrchen andrücken und die Zuckeraugen aufkleben, evtl. mit etwas zusätzlicher Kuvertüre auf der Rückseite.

So entstehen süße kleine Kuchen, die aus dem Vorhandenen entstehen und allen Altersgruppen Spaß machen.

 

Verlinkt mit Creadienstag, Dienstagsdinge, Pamelopee, Engel+Banditen und HandmadeOnTuesday.

aufmerksam, kreativ

Auszeit vom Alltag

Stein-Bilder

 

Auf Bornholm sammelte ich am Strand Steine, aus denen ich zu Hause Stein-Bilder gestalten wollte. Damit sich die Steine gut auf dem Untergrund befestigen und anschließend rahmen lassen, nahm ich vorrangig flache Kiesel und Glasscherben mit.
Nun warten die Fundstücke schon eine Weile darauf, benutzt zu werden, sodass ich heute einen Versuch wagte. Erstmal einfach nur ausprobieren, ob mir etwas einfällt und wie sich die Fantasie vor einem Haufen Kiesel verhält…
Den ersten Entwurf ließ ich einfach auf den weißen Blättern liegen. Mich überzeugen diese Versuche nicht, aber ich muss lächeln, wenn ich am Esstisch vorbei komme. Das ist ein gutes Zeichen, demnächst sortiere ich die Steine neu- bis es mir so gut gefällt, dass ich sie tatsächlich auf einen stabilen Untergrund klebe und rahme.

 

Stein-Hund

 

Wer errät, welche Motive ich aus den Steinen gelegt habe?

.

Stein-Baby

.

Verlinkt mit Creadienstag, Dienstagsdinge, HandmadeOnTuesday, Meertje.

.

Stein-Mann

aufmerksam, Gäste & Feste, kreativ

Einladung zum „Glühwürmchen-Abend“

Glühwürmchen-Abend

 

Ich genieße täglich unseren neuen Balkon, beobachte das Vogelnest in der Buche nebenan und freue mich an den Blumen. Da wir seit zwei Wochen durchgehend schönes Sommerwetter haben, ist die Grundtemperatur so warm, dass ich endlich laue Sommerabende zelebrieren möchte. Dank Balkon ist das nun möglich, da fehlt nur noch die Umsetzung.

 

Glühwürmchen-Abend

 

Vor die Blumentöpfe stelle ich viele Teelichter, und endlich werden die kleinen Laternen genutzt, die mit dem Gedanken an romantische Abende schon länger hier stehen und hängen. Wer einen großen Balkon oder Garten hat und nur eine begrenzte Zahl an Laternen: Wasser- oder sandgefüllte Marmeladengläser funktionieren als sichere Basis wunderbar, da in der Dunkelheit sowieso nicht mehr erkennbar ist, worin die Flammen genau flackern. Auch alle anderen Sorten von Leergut eignen sich. Windschutz ist selbst an Tagen mit kaum Luftbewegung für die kleinen Kerzen wichtig – sonst wird der Abend sehr sportlich, wenn dauernd die Teelichter aufgeben und ständig jemand herum springt, um sie wieder anzuzünden…
Auch Reste von Stumpenkerzen, die im Adventskranz nicht abgebrannt sind, oder übrig gebliebene Tannenbaumkerzen können wunderbar mit verbraucht werden. Es ist dunkel, niemand sieht´s, nur die Lichter flackern und erinnern an Glühwürmchen im Gras.

 

Glühwürmchen-Abend

 

Wer Wert auf eine schöne Optik legt, kann farbiges Transparentpapier als Banderole zuschneiden und um die Gläser kleben – solange sie zylindrisch sind, klappt das wunderbar. Für unregelmäßig geformte Joghurtgläser und Milchflaschen eignet sich die Kleistermethode aus dem Kindergarten: Buntes Transparentpapier in Stücke reißen und mit Tapetenkleister, leicht überlappend, auf die Glasoberfläche kleben.
Dekorative Papierstreifen aus Geschenkpapier, die um Gläser gelegt werden, lassen oft nicht genug Licht durch. Wer für den hübschen Eindruck am Tage dennoch Geschenkpapierhüllen verwenden möchte, kann mit Stanzen Löcher für das Kerzenlicht am Abend schaffen. Auch Butterbrottüten können mit Stanzen ein attraktives Lochmuster bekommen, bevor Kerzen in Gläsern hineingestellt werden. Dabei sollte das Glas deutlich höher als die Kerze sein, damit die Papiertüte nicht Feuer fängt!

 

Glühwürmchen-Abend

 

Die Idee eignet sich auch hervorragend für Eltern: Ein Abend zu zweit jenseits des Alltags, dank Babyfon auch kurzfristig machbar, sobald die Lütten im Bett sind.