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Hamburgs heimliche Höhepunkte: Grüne Perlen entlang der Alster

 

Wer gerade einen Besuch bei FreundInnen in den Hamburger Stadtteilen Alsterdorf, Groß Borstel und Eppendorf plant oder dorthin zieht, erfährt heute Wissenswertes über schöne Parks am Wasser. Auch TouristInnen entdecken Tipps abseits der bekannten Pfade und vor allem viel Grün direkt an der Alster.

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Die Alsterkrugchaussee ist eine eigentlich laute Durchgangsstraße, die den Flughafen mit der City verbindet. Hier liegt ein kleiner Park, der besonders durch die architektonisch angelegten Mauern begeistert. Von den AnwohnerInnen wird er für Sport und Entspannung genutzt, und fast hätten wir hier die Fotos unseres Hochzeits-Shootings aufgenommen (wäre der Rasen nicht so nass gewesen….). Ein großes Becken rahmt die Alster, gesäumt von vielen Treppen und grünen „Sonnendecks“. Jenseits der Rushhour ein echter Geheim-Tipp für alle, die mit dem Rad die Stadtteile durchqueren…
Gegenüber liegt das Eppendorfer Moor, auch „Klotzenmoor“ genannt. Wer lieber urigen Wald und kleine Teiche mag, braucht nur die Straßenseite zu wechseln.
Der Park an der Alsterkrugchausse ist mit den Bussen 39 und 292 erreichbar, Haltestelle „Alsterkrugchaussee  244“.

 

 

Wer mit dem Rad unterwegs ist, folgt der Alsterkrugchaussee Richtung City. Nach der großen Kreuzung aus Borsteler Chaussee und Deelböge gleich links halten und noch vor der Brücke in den Salomon-Heine-Weg abbiegen. Entlang der Tarpenbek lässt es sich wunderbar radeln, und schon nach wenigen Metern öffnet sich der kleine Fluss zum Eppendorfer Mühlenteich: Hier überwintern die Alsterschwäne.
Der Salomon-Heine-Weg läuft in einem spitzen Winkel auf die Straße Meenkwiese zu. Beides sind sehr kleine, recht ruhige Straßen, und die Meenkwiese ist deutlich größer als der Park an der Alsterkrugchaussee. Hier treffen sich die Familien des Stadtteils, die frische Luft und Sport statt Eppendorfer Schickimicki bevorzugen.

 

 

In der Mitte befindet sich eine große Wiese mit alten Bäumen und Bänken.
Rundherum verläuft auch hier eine Mauer mit vielen architektonischen Blickfängen und Treppen zum Wasser. Entlang der Mauer haben LiebhaberInnen viele Blumenbeete angelegt und Kunst zwischen die Bäume gehängt: Wunschbäume, halb vergrabene Kunstwerke und andere Überraschungen warten auf die BesucherInnen.

 

 

Überall sind Familien und StudentInnen unterwegs, liegen Fahrräder im Gras, wird gespielt und gegrillt. Am Rand des Parks sind in ruhigen Ecken SeniorInnen zu entdecken die lesen, während ein kleiner Hund zu ihren Füßen liegt.

 

 

Durch die umliegenden Bootsverleihe ist die Alster voller Kanus, Tretboote und Stand-Up-Paddler. Mittendrin eine Gruppe Frauen, die auf ihren Boards Yoga üben. Im Hintergrund ist ein klassischer Alsterdampfer unterwegs, der die hamburger Idylle komplettiert.

 

 

Auf der anderen Seite des Parks liegt das „Bootshaus Barmeier“, das dieses Jahr hundert wird – eine Hamburger Institution zum Ausleihen von Kanus, zum Kaffeetrinken und Entspannen.

 

 

Wir verlassen die Meenkwiese über eine Brücke, radeln durch den Hayn Park mit dem verfallenen Tempelchen und biegen in die Eppendorfer Landstraße ein.
Hier warten Eisdielen, traditionsreiche Geschäfte und große Kastanien auf BesucherInnen.

 

 

In der Eppendorfer Landstraße 111 arbeitet Herr Schiek, ein sehr netter Ur-Hamburger, bei offener Tür in seiner Korbflechterei.
Er repariert Stühle nach alter Tradition und lässt sich dabei gern über die Schulter schauen.

 

 

Mit großer Geduld setzt er alte Stühle wieder instand und verkauft diese Handarbeit zu fast lächerlichen Preisen. Unbedingt vorbei schauen!

 

 

Unser Ausflug endet in der traditionsreichen „Konditorei Lindner“ mit hervorragenden Torten und sehr leckeren Salaten sowie kleinen Gerichten. Wer danach wieder taufrisch ist, bummelt durch eine lange Reihe inhabergeführter Geschäfte oder läuft noch ein paar Meter durch die Goernestraße zum historischen Holthusen-Bad und Spa…
Müde Füße steigen gegenüber der Therme an der Station „Kellinghusenstraße“ in die U-Bahnen U1 und U3, auch viele Busse und Schnellbusse halten hier. In nur zwölf Minuten ist so der Hauptbahnhof zu erreichen.
Wer direkt zu Meenkwiese möchte, fährt mit der U1 oder einem Bus zur Haltestelle „Lattenkamp“.

 

 

Weitere heimliche Höhepunkte in Hamburg:
* Das Bergedorfer Schloss
* Das Wellingsbüttler Torhaus (ebenfalls an der Alster, aber einige Kilometer weiter nördlich als die hier beschriebene Tour)

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Unterwegs in Ostholstein

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Wunderschöne Impressionen vom Wochenende möchte ich teilen, als mein Mann und ich zwei Tage in Plön und Eutin unterwegs waren.

 

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Das Eutiner Schloss von Innen, im Hof,

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sowie von Außen.

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Ein kurzer Spaziergung durch die historische Lindenallee im Schlosspark

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sowie zum Eutiner See, noch ist es sehr diesig.

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Mit dem Rad unterwegs in der hügeligen Landschaft Ostholsteins,
überall leuchten die Beeren aus den Büschen.

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In der linken oberen Ecke ist ein „Kleiner Fuchs“, ein heimischer Schmetterling, zu entdecken, der sich gerade auf meine Hand setzte, als ich das Bild aufnahm…

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Nach einem intensiven Tag:
Abendstimmung auf dem See mit Gänsen und vielen weiteren Wasservögeln.

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Tags darauf bei kräftigen Böen auf dem See vor Plön, mit Blick auf das Schloss.
Wir segeln angesichts der Windstärke sicherheitshalber gerefft…

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Auf der Rückfahrt durch die herbstliche Landschaft hielt ich noch einmal an,
um dieses Haus im Abendlicht aufzunehmen.

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Die lieblichen Hügel und glitzernden Seen in der abwechslungsreichen Landschaft bieten sich für Ausflüge von Hamburg, Lübeck und Kiel aus ganz unkompliziert an:
Sowohl mit dem Zug und dem Rad als auch mit dem Auto ist die Anfahrt schnell gemeistert. Bezahlbare Unterkünfte vor Ort lassen sich auch kurzfristig finden, und sowohl in Eutin als auch in Plön sind sehr gute Restaurants zu entdecken.

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Reise nach Stockholm: Souvenirs

Die bisherigen Berichte zum Thema sind erschienen unter „Reise nach Stockholm: Orte“ und „Reise nach Stockholm: Erlebnisse“.

 

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In meinem schwedischen Lieblingsgeschäft „Myrorna“, das ein großes Second-Hand-Sortiment hat, kaufte ich von den dort Angestellten genähte Taschen aus alten Stoffen, ein Handtuch und ein Geschirrtuch sowie einen Läufer, den ich in der Mitte zerschneiden und zu zwei Platzsets umarbeiten werde. Näheres zum sozialen Hintergrund des Geschäfts ist unter „Reise nach Stockholm: Orte“ zu finden.
Die Spültücher erstand ich im „Lagerhaus“, die Aufschrift besagt:
„Deine Mutter arbeitet hier nicht!“

 

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Von „Myrorna“ stammen ebenfalls die beiden Kuchenplatten, der darauf liegende Glasring für Leuchter zum Auffangen von tropfendem Wachs sowie die Galsschalen in Fisch- und Muschelform.

 

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Neben dem Kauf von Postkarten der Königsfamilie sowie historischen Karten mit Ansichten Stockholms sorgte ich für Weihnachten vor und erstand ein Set Kärtchen mit Wichteln 😉
Für die nächsten Gäste brachte ich Salzlakritz-Autos mit und für mich selbst zwei Zeitschriften.
Da die Tüten mit den Süßigkeiten der bekannten skandinavischen Selbstbedienungstheken nach dem Rückflug derangiert wirken, dürfen sie nicht mit auf das Foto, müssen aber erwähnt werden.
Wer schon in Skandinavien unterwegs war, kennt das Prozedere:

In Supermärkten und am Kiosk gibt es ganze Wände voll Fächer, die mit je einer Sorte Süßigkeit gefüllt sind: Pralinen, Lakritz, Weingummis, dragierte Früchte oder Nuss-Spezialitäten. Diese werden einzeln entnommen, sodass jede Kundin ihre persönliche Mischung zusammen stellen und zu Hause jede Sorte probieren kann. Bezahlt wird nach Gewicht.

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Unterwegs mit Tieren

Vor Kurzem besuchte ich eine Freundin, die das Leben in der Großstadt Hamburg gegen ein Leben auf dem Land getauscht hat.
Dort übernachtete ich in einem historischen Fachwerkhaus, nahm an einem Ausritt quer durch einen urwüchsigen Wald in Niedersachsen mit einem ungestümen Islandpferd teil und ließ mir von ihren Schafen Leckerlis aus der Hand schlecken.

 

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Wer der Meinung ist, in ihrem/seinem Leben fehle Adrenalin:
Da habe ich den folgenden Vorschlag:
Ohne Reiterfahrung (oder mit jahrzentelang zurückliegender Reiterfahrung, wie bei mir) einen mehrstündigen Ausritt mit einem eigensinnigen Isländer über vereiste Waldwege unternehmen, am Besten im Tölt auf einem schiefen, seitlich rutschenden Sattel.
Und wenn das Pferd von jetzt auf gleich losgallopiert, lohnt es sich, vor Überraschung die Zügel zu verlieren, sodass nichts Anderes bleibt, als sich an das Pferd gepresst in der Mähne festzuhalten. Wer es noch schwieriger mag, zieht sich Fleece-Handschuhe an, die zwar warmhalten, jedoch extrem wenig Grip haben, sodass selbst in einer buschigen Isländer-Mähne wenig Halt zu finden ist. Dann heißt es: Weiteratmen, ruhig bleiben, festhalten, irgendwann verliert auch das ungestümste Pferd die Lust am Rennen.
Meine Empfehlung.
Mehr Adrenalin geht nicht. 😉

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Treue zum Händler vor Ort zahlt sich aus

Heute lief ich eine halbe Stunde zu Fuß quer durch den Stadtteil, um mein Fahrrad aus der Werkstatt abzuholen. In Sichtweite des Radladens fiel mir plötzlich ein, dass ich den Abholschein zu Hause vergessen hatte – kein Wunder, Freitag nachmittags nach einer anstrengenden Woche… Glücklicherweise erinnerten sich die beiden Brüder, die die Werkstatt führen, an mich und gaben mir problemlos das Fahrrad.
Der eine von beiden meinte sogar: „Hier, du hast gar nichts mehr wegen des Kettenschutzes gesagt, der war ja an der Strebe abgebrochen-“ Mit einem Blick stellte ich fest, dass ich zwar die Schwachstelle nicht mehr erwähnt hatte, aber der Meister neulich gut zugehört hatte und alles wieder sauber fixiert war.
Das nenne ich Service – sich an Kunden und Beratungsgespräche zu erinnern und wenn nötig geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Die Reparatur des Kettenschutzes fand ich übrigens nicht auf der Rechnung wieder, ich bezahlte den ursprünglich vereinbarten Preis für „das eigentliche Problem“. Auch das ist Service…

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Alles krabbelt, alles singt

Fern der Heimat waren wir gestern über 70 Kilomtere weit auf einer Radtour unterwegs. Auch wenn es hier schon grüner ist und mehr blüht als in Norddeutschland, ähnelte der Stand der Vegetation sich in den Bergen wieder.
Unterwegs kamen wir an lieblichen Bächen und lauschigen Lichtungen vorbei, sahen eine Smaragdeidechse, einen Raubvogel, Schafe und Lämmer, Ziegen, Esel, tanzende Schmetterlinge und viele Singvögel. Überall raschelte und zwitscherte es (während ich zunehmend über den Sattel stöhnte…). Aber dank liebevoller Aufmunterungen schaffte ich doch die ganze Strecke. Trotz der Anstrengung habe ich den Tag unterwegs genossen – so frei und ungebunden, mit dem strahlend grünen Laub ringsum und den immer wieder neuen Aussichten.
Schade, wie wenig ich im Alltag dazu komme, mir einen ganzen Tag Auszeit in der Natur zu nehmen…

 

 

Die Überschrift lehnt sich an den Liedtext „Alles jubelt, alles singt – alles tanzt und alles springt. Dass die Freude deutlich wird und in allen Herzen klingt“ von Johannes Jourdan und Hella Heizmann (1983) an.

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Unikate: Schutzhüllen für Bücher

Aus einem wasserabweisenden Duschvorhang (außen) und einem fröhlich gestreiften Futterstoff (Baumwolle) in gelb-pink habe ich praktische Buchhüllen genäht:
Damit das Buch im Rucksack zwischen Getränkeflaschen und Proviant sauber und trocken bleibt, schiebt man es in die Hülle und schließt sie mit einem großen Schmuckknopf und zwei weiteren, verdeckten Druckknöpfen.
Eine schöne Idee auch, um Bücher mit einer individuellen Note verpackt zu verschenken!

 

 

Sie kosten pro Stück 7,- Euro.

 

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