aufmerksam, Gäste & Feste, kreativ

Dekoration für ein Herbstfest fertigen

DSC00452_v1

.

Für ein Herbstfest mit Kindern habe ich Dekorationen gestaltet: Der Esstisch, an dem die Mütter sitzen, wird mit Motiven aus dem Wald geschmückt. Außerdem fertigte ich Anhänger, die erst als Serviettenring benutzt und anschließend als Aufhänger mitgenommen werden. Die ausgestanzten und bedruckten Kreise erinnern „Count your blessings“, zähle deine Segnungen, deine Geschenke des Lebens.

 

DSC00449_v1

 

Wohn- und Kinderzimmer werden bunt dekoriert: Für Muffins bastelte ich Pieker mit Mäusen, ein passendes Bild für die Tür gehört dazu. Blumen in abwechslungsreichen Tönen werden zu Girlanden verarbeitet, hier liegen einige Beispiele. Die roten Blätter werden an die Fenster geklebt und für Spiele benutzt, sie müssen noch ausgeschnitten werden.

 

DSC00468_v1DSC00466_v1

 

Selbstgenähte Wimpelketten wurden bereits für den Transport verpackt, ebenso frisch angefertigte Umhänge und andere Verkleidungs-Utensilien.
Für das Herbstfest ist ein Programm aus wilden und ruhigen Spielen, Liedern und Tänzen sowie eine Vorlesezeit mit Sachbüchern zum Thema „Herbst“ geplant. Außerdem basteln wir Tiermasken mit BewohnerInnen des Waldes aus weißen Papptellern, die bemalt und beklebt werden.

Kreative Ideen versammeln sich beim CreaDienstag, DienstagsDinge, HandmadeonTuesday und Meertje.
Die Bildquelle ist The Graphics Fairy.

aufmerksam, feminin, glaubhaft

Das perfekte Leben inklusive Bewertung des eigenen Erfolgs

Mit einer Freundin unterhielt ich mich vor Kurzem darüber, wie konventionell die meisten Lebenswege sind, auch wenn diese Gesellschaft so tut, als wären wir alle wahnsinnig individuell. Anlass des Themas war, dass ihre gemütlich am Kaffeetisch sitzenden Freundinnen nicht verstehen konnten, warum ich nebenan im Wohnzimmer fröhlich eine Kinderparty durchführte und „dennoch“ keine eigenen Kinder haben möchte. (Kurze Randbemerkung: Wäre ich eine karrieregeile, kaufsüchtige Rechtsanwältin und jede zweite Woche auf Reisen, wäre die Verwunderung angesichts des „fehlenden“ Kinderwunschs wahrscheinlich geringer.)

Meine Freundin zählte auf (und zitierte damit Meinungen anderer), was wir in unserem Alter bereits erreicht haben sollten oder gerade als Ziel haben sollten, um gut da zu stehen:

Studium erfolgreich absolviert, eine gewisse Position im Beruf erreicht oder zumindest längere Berufserfahrung gesammelt haben (am besten inklusive Auslandserfahrungen), PartnerIn erfolgreich gefunden und geehelicht (sexuelle Orientierung inzwischen egal), Kinder vorhanden oder dank modernster Technik so gut wie angefertigt, Eigentumswohnung gekauft oder Eigenheim gebaut oder ZUMINDEST damit in Planung.
Von Urlauben an den passenden Orten, Wochenenden in den richtigen Locations und einem total individuellen Kleidungs- und Einrichtungsstil gar nicht zu reden.
Erlaubt ist, hier gewisse Prioritäten zu setzen, aber bitte nicht in dem Maße, dass das Gesamtkunstwerk darunter leidet.
Und, wo stehst du so?
Alle für dein Alter nötigen Erfolge und Ergebnisse erreicht, gekauft, präpariert?
Nicht?

„Du, ich weiß ja nicht, ob du schon beim Online-Dating angemeldet bist, aber das hat heute wirklich nichts Anrüchiges mehr. Und ab einem gewissen Alter, naja, muss man sich bei der Partnersuche eben mehr bemühen und nicht so schnell aufgeben. Du findest schon noch jemanden, es erfordert nur entsprechenden Einsatz!
Nicht?
Du bist auch ohne PartnerIn glücklich?

Najaaaa, das mit dem Double-Income-No-Kids läuft bei euch echt gut, aber du wirst sehen, irgendwann erwischt es dich auch und -zack- läufst du völlig selig zum Schwangeren-Yoga, versprochen.
Nicht?
Du bist
nur als Paar zufrieden?

Hey, deinen Mut finde ich wirklich bewundernswert, dass du so gar nicht in deinem angestammten Beruf arbeitest, und das trotz der Ausbildungskosten. Aber solltest du nicht dennoch langsam etwas Bleibendes anvisieren, statt von einem Projekt zum anderen zu leben?
Nicht?
Du magst das so?

Ehrlich, eure WG ist cool, aber nervt es dich nicht so langsam, nie deine Ruhe zu haben und ständig diskutieren zu müssen? Mehr als (nur) ein Zimmer für dich wäre doch absolut angemessen, oder?! Aus dem Alter sind wir längst raus, mit anderen zusammen zu wohnen…
Nicht?
Du lebst gern auf diese Weise?

Wie, ihr habt kein Auto? Ach ja, Car-Sharing, braucht man ja auch in Hamburg nicht, ein eigenes Auto – allein der Parkplatzstress… Wie, kein Car-Sharing? Fährst du dann Bus? Fahrrad? Nur Fahrrad, auch zum Einkaufen? Das passt doch alles gar nicht – und im Urlaub? Wie fahrt ihr denn in Urlaub? Da braucht ihr doch wenigstens einen Mietwagen!
Nicht?
Du strampelst lieber?

Jaa, bei „Sportspaß“ war ich auch mal, aber ehrlich, wenn du erstmal das „Meridian Spa“ kennen gelernt hast, genießt du den Wellness-Faktor. Und ein Personal-Trainer geht einfach so viel besser auf dich ein als diese x-beliebigen Gruppenkurse, da spürst du den Unterschied sofort!
Nicht?
Du bist glücklich mit der 08/15-Variante?

Unter uns, Second-Hand-Klamotten sind ja sooo gut für die Umwelt und all die Pestizide haben andere Leute in ihren Waschmaschinen rausgespült, aber findest du das auf Dauer nicht doch ein bißchen, äh, also, naja, unangemessen? Grade so im Job, das fällt doch auf…?
Nicht?
Du lebst ohne den aktuellen Trend?“

Unser wahnsinnig modernes Leben, in dem JedeR alle Wahlmöglichkeiten dieser Welt hat und keinerlei Konventionen einzuhalten sind, zeigt sich in den Lebensläufen sowie deren Stationen doch auffällig ähnlich. Sogar weitestgehend gleich, von gewissen Details bezüglich Kleidungsstil und Urlaubsorten abgesehen.
Fragt sich, wo die viel beschworene Freiheit gelebt wird und jedeR nach ihrer/seiner Façon glücklich werden kann? Am Besten ohne das Gerede im Bekanntenkreis beim aktuellen Wer-ist-wie-toll-und-wer-macht-alles-richtig-Vergleich zu Gunsten von echter Freundschaft und tatsächlicher Akzeptanz von „ungewöhnlichen“ Lebenswegen. Ist das möglich?

aufmerksam, kreativ

Herbstliches Feuerwerk aus Fundstücken

DSC00400_v1

 

Die letzten Wochenenden war ich auf verschiedenen Events unterwegs und kam teilweise erst nach Zwölf-Stunden-Schichten nach Hause. An einem der Abende brachte ich die Gerbera mit, die nach ihrem Auftritt als Tischschmuck nicht mehr gebraucht wurden.
Aus diversen Fundstücken der Umgebung fertigte ich ein herbstliches Gesteck in einer Porzellanschale an, die sonst Obst oder Salat beherbergt.

 

DSC00395_v1

 

Die Gerbera drahtete ich nicht an, damit sie ihren natürlichen Wuchs behalten. Ergänzt werden sie von Hartriegelzweigen, Ebereschenbeeren, Feuerdorn (in besonders schönem Gelb), einer Spiraea-Sorte (?)  in Pink, Blättern des wilden Weins sowie hellgrünen Fruchtständen, die ich noch nicht bestimmt habe.

After a very long shift working for an event, I could take these gerbera home. They´ ve been part of the decoration at the tables. Together with finds from hedges und bushes, I arranged the flowers in a dish made of porcelain. Normally I use it to store fruits or serve salad…. Now it hosts a celebration of autumn!

Florale Ideen gibt es auch bei FloralFridayFoto, Holunderblütchen und Maleviks Rosengarten.

aufmerksam, feminin, glaubhaft

Segen für das alltägliche und neu anbrechende Leben

IMG_5777_v1

 

 

Gott segne und behüte dich.
Sie schaffe dir Rat und Schutz in allen Ängsten.
Sie gebe dir den Mut, aufzubrechen und die Kraft, neue Wege zu gehen.
Sie schenke dir Gewissheit, heimzukommen.
Gott lasse ihr Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig.
Gott sei ein Licht auf deinem Wege.
Sie sei bei dir, wenn du Umwege und Irrwege gehst.
Sie nehme dich bei der Hand und gebe dir viele Zeichen ihrer Nähe.
Sie erhebe ihr Angesicht auf dich und gebe dir ihren Frieden.
Ganzsein von Seele und Leib.
Das Bewusstsein von Geborgenheit.
Ein Vertrauen, das immer größer wird und sich nicht beirren lässt.
So segne dich Gott, heute und immer.

Amen

(Quelle unbekannt)

aufmerksam, glaubhaft, liebevoll

Zu Besuch im Flüchtlingsheim

Seit einigen Wochen findet in „unserem“ Flüchtlingsheim, das in Luftlinie ca. 200 m von uns entfernt liegt, einmal pro Woche der „Kinderclub“ statt. Ehrenamtliche spielen mit den Kindern, sammeln Spenden und verteilen sie. Bisher hatten wir gutes Wetter, sodass ich mit einigen Mädchen draußen sportlich aktiv war: Springseil schwingen und „Teddybär, Teddybär, dreh dich um“ gefühlte hundert Mal singen, Frisbee werfen, Fußball spielen. Neben vielen guten Erlebnissen gehören dort ganz andere Umgangsformen der Erwachsenen gegenüber den Kindern dazu – für mich schwer zu ertragen, aber ich bin nur Gast.

An dieser Stelle möchte ich teilen, welche Unternehmungen geplant und durchgeführt werden, um andere Ehrenamtliche zu inspirieren. Über weitere Ideen freue ich mich!

Für die Kinder

– Angebote zum Spielen, Basteln, Malen. Drogerien spenden dafür benötigte Mittel wie Papier, Stifte, Knete, wenn sie darum gebeten werden.

– Vorlesen und gemeinsames Anschauen von Büchern mit den Kleinkindern. Hier ist es besonders schön, wenn die Mütter mitmachen und den Kleinen Sicherheit vermitteln. Gleichzeitig entsteht ein besserer Kontakt auch zu den Eltern, als wenn sich Ehrenamtliche und Eltern nur flüchtig auf dem Gelände sehen.

–  Bei gutem Wetter sportliche Gruppenangebote zwischen den Häusern der Unterkunft, um Energie abzubauen und Koordination sowie Fitness aufzubauen: Fußball, Federball, Volleyball (klappt auch mit einem aufgeblasenen Wasserball ohne Netz), Frisbee, Seilspringen, Hüpfekästchen, Tauziehen, usw. Da manche Flüchtlingsunterkünfte auf Sportplätzen oder neben Schulen entstehen, lässt sich erfragen, ob am Wochenende die Turnhalle genutzt werden darf: Damit die Kinder aus den engen Räumen der Unterkunft kommen und auch die Erwachsenen Frust und Angst durch Sport abbauen.

– Hausaufgabenhilfe in den Fällen, wo es keine Ganztagsschule gibt: Schließlich können die Eltern ihren Kindern nicht helfen, wenn diese beim Lernen nicht weiterwissen.

– Kartenspiele, die sich auch nonverbal und mit wenig sprachlichen Mitteln spielen lassen: Beispielsweise Memory, einfach Quartette (keine mit komplexen Merkmalen von Kampfjets und zu erklärenden Sportautos) oder Uno. Andere Spiele wie Make´n´Break, Jenga und ähnliche garantieren gemeinsamen Spaß jenseits sprachlicher Grenzen. Auch Interaktives wie Pantomime (einen Begriff ausdenken oder als Zettelchen ziehen und vorspielen, die anderen raten, was gemeint ist) ist möglich. Schlechte Erfahrungen haben wir mit elektronischem Spielzeug gemacht, da es sehr begehrt ist und viel Streit darum entsteht. Oft machen die fiepsenden Geräusche der Spielzeugspenden zusätzlich die Mitarbeiter im Kinderchaos wahnsinnig. Bei Spenden lohnt es sich, darauf zu achten, dass mehrere Kinder tendenziell friedlich damit spielen können…

– Bei uns spendeten die Viertklässler der örtlichen Schule ihre Ranzen für die einzuschulenden Flüchtlingskinder. Schultüten wurden in der hiesigen Kirche gebastelt und gerecht (!) gefüllt – alle bekamen das Gleiche und mussten nicht erleben, dass deutsche Kinder dicke Schultüten tragen und sie selbst gar nichts. Generell lassen sich Aktionen der Schulen für das örtliche Flüchtlingsheim organisieren: Von bunten Briefen, die überbracht werden, über gemeinsame Aktionen bis hin zu einem „Wandertag“ ins örtliche Flüchtlingsheim, wo die Kinder den Mitschülerinnen zeigen, wie sie leben.

 

Erwachsene

– Lustigerweise fand die AG „Spaziergänge“ kaum positive Annahme, da die teilnehmenden Frauen nicht den Sinn von „Spazierengehen“ verstanden und laut Aussage der Mitarbeiterinnen schon nach kurzer Zeit ausruhen wollten. Davon unabhängig finde ich die Idee, mit den Flüchtlingen zusammen die Umgebung zu erkunden, sehr gut. Bis auf wenige junge Männer aus Afrika (Eritrea?) sind kaum Flüchtlinge außerhalb „unserer“ Unterkunft unterwegs, die Frauen am wenigsten. Rechtlich ist bei Ausflügen mit Kindern zu bedenken, dass dies eine ausdrückliche Rücksprache sowohl mit den Angestellten vor Ort als auch mit den Eltern erfordert.

– Gemeinsames Kochen sowohl deutscher als auch „heimischer“ Gerichte. Diese Idee finde ich hervorragend, weiß aber nicht, ob sie in unserem Fall schon umgesetzt wurde und wenn ja, wie das Echo war.

– Begleitung auf Ämter und zum Arzt. Oft reicht es nach Aussagen der Zuständigen in der Verwaltung, wenn der Besuch beim Amt begleitet stattfindet: Dann erfährt die Begleitperson, worum es sich handelt und kann diese Informationen an die Heimleitung weitergeben. Auch werden Flüchtlinge, die von Deutschen begleitet werden, oft wesentlich positiver seitens der Ämter behandelt. Dass Verfahren verschleppt werden, weil die betroffene Person keine Ahnung hat, was von ihr erwartet wird, passiert so deutlich weniger.

– Deutschkurse dort, wo noch keine offiziellen angeboten werden oder zu wenig Plätze vorhanden sind. Wenn der offizielle Deutschkurs zwei Stunden pro Woche stattfindet, ist ebenfalls ehrenamtliche Hilfe nötig, damit es vorwärts geht.

– Sportliche Angebote, um nahe der engen Unterkünften (aber nicht darin) Druck abbauen zu können. Jogging, Fußball, Angebote in einer Sporthalle, die vom entsprechenden Verein zu bestimmten Zeiten zur Verfügung gestellt wird: Vieles ist ohne Mittel und mit wenig Aufwand möglich. Gezielte Angebote nur für Frauen sind eine Möglichkeit, dass sich nicht nur Männer dabei beteiligen.

 

DSC00297_v1

So sehr wir Deutschen eine umfangreiche Ausstattung lieben:
Es geht auch ohne.

aufmerksam, kreativ

Floristik-Workshop: Ein herbstliches Gesteck fertigen

DSC00361_v1DSC00359_v1

 

 

 

 

 

 

.

 

.

 

.

.

 

 

 

Diese Woche besuchte ich wieder einen Workshop in der Gärtnerei, dieses Mal zum Thema „Herbstgesteck gestalten“. Seit dem ersten Kurs im Juni habe ich so viele Fortschritte in Eigenregie erzielt, dass ich mich fachlich wesentlich sicherer fühlte und Angebote wie diese wahrscheinlich nur noch wenig nutzen werde: Im neuen Job werde ich während des Arbeitens viel lernen, sodass ich genau abwägen werde, welcher kostenpflichtige Kurs mich weiterbringt. Der nächste Kurs heißt „Einen Adventskranz gestalten“; wer weiß, ob ich bis dahin nicht bereits diverse Kränze angefertigt habe. Wenn nicht, weiß ich, wo ich mich anmelden kann….
Typisch: Erst suchte ich monatelang nach einem einzigen Floristik-Kurs, dann finde ich endlich einen und stelle kurze Zeit später fest, dass meine Fortschritte das Niveau der Kurse übersteigen. Ich habe den Eindruck, dass es im Leben oft so ist: Der Anfang ist hart, aber dann läuft es schneller als gedacht wie von allein.

Nachdem beim ersten Mal die Technik meine persönliche Erleuchtung brachte, lernte ich beim September-Termin nur wenig dazu. Dennoch genoss ich es, das Material serviert zu bekommen und das Design gleich mit. An dieser Stelle merkte ich, dass ich das Handwerkliche inzwischen so gut beherrsche, dass meine Energie vorrangig in die Gestaltung fließt: Entsprechend kostete ich den „Rund-um-Service“ voll aus – Entwurf, Material und ein großer Arbeitsplatz inklusive.

.

DSC00382_v1DSC00383_v1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

.

 

.

.

Workshop in a nursery: „How to create an autumnal spray with a candle“. We used heather, chrysantemum, lavender, thistle, crab apples and little vegetables, wild berries and moss for the base.

Jahreszeitliche Floristik ist auch auf den LinkParties von Holunderblütchen, beim FloralFridayFoto und Maleviks Rosengarten zu finden.

aufmerksam, feminin, glaubhaft

Frauen unterwegs

Verlierer sind die anderen. Die, die nichts gewagt haben. Die, die nicht suchten und fragten und hörten, sondern einfach das weitermachten, was sie vorher taten. Koste es, was es wolle. Denen die eigene Gesundheit nicht so kostbar war, dass sie dafür sorgen wollten. Denen der Frust noch immer nicht groß genug war, um etwas ändern zu wollen. Denen ihr persönliches Leben nicht so wichtig war, dass auch sie selbst damit glücklich werden wollten. Denen vielleicht auch eine Menge Geld oder ein bestimmtes Amt wichtiger waren als Gesundheit, Sinn und Segen. (…)
Werden Sie eine Glückssucherin! Werden Sie eine Gewinnerin! Indem Sie aufbrechen, sind Sie schon am Gewinnen! Das Leben ist nicht immer leicht und verläuft selten gradlinig. Leider bleibt so manche Frau nicht davon verschont, richtig „unten durch“ zu müssen. Vielleicht stehen Sie vor existenziellen Fragen, einer ruinierten Gesundheit, Arbeitslosigkeit, nagender Unzufriedenheit oder einer schwierigen Familiensituation. Egal, was Ihre Berufungskrise ausgelöst hat, es gibt Schritte nach vorn. Keine von uns muss „ganz unten“ stehen oder gar liegen bleiben. Mit Gottes Hilfe können wir aufstehen und einen zweiten oder dritten Anfang wagen!“

Kerstin Wendel

aus: „Geliebt, begabt, berufen – Das Berufungsbuch für Frauen“

 

GartenFrau

aufmerksam, Gäste & Feste, kreativ

Süß-saures Zitronenfest

DSC00236_v1

.

Auf der Suche nach einer Tischdecke mit maximaler Wirkung bei minimalem finanziellen Einsatz verwandelte ich vor Kurzem einen Bezug für die Bettdecke in ein künstlerisches Tischtuch:
Die Nähte des Bezugs, der noch aus meinem Single-Haushalt stammt und für unser überlanges Bett zu kurz ist, trennte ich auf. Die offenen Kanten säumte ich an der Nähmaschine. Danach durchfeuchtete ich den Stoff, breitete ihn draußen auf dem Rasen aus und besprenkelte ihn mit grüner Stofffarbe. Die Farbe verlief wie geplant in künstlerischer Weise auf dem nassen Stoff.
Zur „Einweihung“ dieses avantgardistischen Stücks muss natürlich eine passende Party gefeiert werden: In diesem Fall wird es ein gemütlicher Tag mit einer guten Freundin, die zum „Zitronenfest“ kommt. Das kalte Grün der Sprenkel passt perfekt zu kühlen Gelbtönen, da liegt der Gedanke an Zitrusfrüchte nahe.

.

DSC00238_v1

.

Fundstücke wie diese quadratische Schale aus dem „Hotel Atlantik“, die ich antiquarisch entdeckte, schmücken die Tafel.

.

DSC00254_v1

.

Kaugummis in Form von Zitronen und Orangen zieren Serviette und Teller.

.

DSC00257_v1

.

Da niemand all die sauren Zitronen und Limetten auf einmal essen mag, tragen Mirabellen in passenden Farben sanftere Geschmacksnoten bei.

.

DSC00277_v1

.

Ungesunde Fruchtgummis dürfen ebenfalls ihren Auftritt haben, passend zum wilden Tischtuch sind kindische Süßigkeiten willkommen.

.

DSC00226_v1

.

Gelbe Rosen und Kamille unterstreichen die Farbgebung und wecken Assoziationen an einen Garten.

.

DSC00286_v1

.

An Cocktail-Stäbe klebte ich Fähnchen, auf die ich in harmonierenden Farben die Wörter „Saftig! Sauer! Süß!“ stempelte.

.

DSC00216_v1

.

Mit der Kreisstanze habe ich schnell noch eine Girlande aus Papierkreisen gefertigt sowie altmodische Drucke von Zitrusfrüchten zu Anhänger verarbeitet und in die Zweige gehängt (zu finden bei „The Graphics Fairy“).

.

DSC00263_v1

A duvet cover got a second life: With scissors and a sewing machine I created a tablecloth. I damped it and sprinkled colour in a deep green on the fabric. It got a random pattern of spots, which satisfied me. This was a great occasion for a new party-theme: Let´s have a feast with lemons! With paper I did different handicrafts and invited my best friend to come.

.

Kreative Ideen sind auch beim CreaDienstag, Dienstagsdinge, Handmade on Tuesday und Meertje zu entdecken.
Florale Kreationen versammeln sich beim FloralFridayFoto, Holunderblütchen und in Maleviks Rosengarten.

aufmerksam, glaubhaft

Tipps einer Quereinsteigerin

Von der Logopädin zur Eventgestalterin gibt es eine ganze Reihe Stationen, die ich aktuell durchlaufe beziehungsweise plane. Meine Erfahrungen der letzten Monate möchte ich als unvollständige Liste teilen und freue mich über Ergänzungen von Menschen, die ähnliches erleben!

1.) So lange du nicht weiß, wohin du willst, ist jede Richtung die falsche. Und gleichzeitig die richtige. Erst im Ausprobieren klärt sich vieles, und Fehler sind zu Beginn oft Erfolge:
Das macht mir Spaß, hat aber keine Zukunft. Oder: Das ist mir zu aufwändig und rentiert sich nicht. Oder: Hier könnte ich arbeiten, damit ist mir auf lange Sicht aber nicht geholfen.
Langfristig sind es alles Entdeckungen und Erkenntnisse, die sich auszahlen – zu Beginn aber nicht vorhersehbar waren oder wie Unfälle anfühlen.

2.) Gleichgesinnte finden ist ein großes Geschenk. Auch wenn meine Quereinstiegs-Partnerin etwas anderes plant als ich, ist es unbezahlbar, eine solche Begleiterin zu haben. Weder die Festangstellten noch die Mütter in meinem Freundeskreis können sich mit meinem aktuellen Alltag identifizieren. Mit wem spreche ich über all das, was mich beschäftigt? Hier sind Gleichgesinnte Gold wert – zu finden in Kursen, auf Veranstaltungen, bei Vorträgen, im Internet.

3.) Durchhalten, durchhalten, durchhalten. Lange Zeit fehlten mir die nötigen Kurse und Fortbildungen, die passenden ArbeitgeberInnen, die richtigen Fachbücher. Inzwischen denke ich, dass das wahrscheinlich normal ist und nur wenige Quereinsteigerinnen gleich sämtliche Kompetenzen und Chancen frei Haus geliefert bekommen (falls es jemandem passiert ist: Die Adresse des Service „Ihr neues Leben steckt in diesem Paket“ hätte ich gern! 😉 ). In diesem Sinne: Bei WegbegleiterInnen ausheulen und danach weitermachen.

4.) Dem eigenen Gefühl vertrauen. Beim Probearbeiten in einem großen Unternehmen präparierte ich mich natürlich entsprechend – nur um vor Ort festzustellen, dass vieles anders gelebt wird. Die erforderliche Arbeitskleidung bestand überraschender Weise aus „normaler“ Alltagskleidung, Grundregeln sahen anders aus, Arbeitstechniken hatten ganz andere Schwerpunkte als erwartet. Wie froh war ich, als ich an all die Lehrbücher dachte, die ich nur geliehen und nicht gekauft hatte: Sie wären nutzlos gewesen, weil das Business längst die Lehre überholt hat! Andererseits wurde ich damit konfrontiert, anders zu arbeiten als in meinen häuslichen Learning-by-Doing-Sitzungen. Immerhin war das vorausschauende Lernen von Fachwörtern korrekt und erfolgreich…
Kurz: Präpariere dich, so gut es geht. Kleide dich, wie du magst. Und sei so flexibel, dass du elastisch auf alles reagieren kannst, das anders ist, als angenommen.

5.) Feiere Erfolge. Alle. Auch kleine. Schreibe Listen, was du geschafft hast, und führe dir deine Fortschritte vor Augen. Egal, wie unbedeutend sie für andere aussehen mögen: Du tust es für dich. Notiere Komplimente, sie sind unbezahlbar und ermutigen dich, deiner Idee treu zu bleiben. Bedanke dich bei allen, die dich unterstützen – und sei es nur die kurze Bemerkung von einer Person, die dir genau in diesem Moment gut tut. Das Leben als Quereinsteigerin ist anstrengend genug, du hast dir Lob verdient!

 

DSC00287_v1

aufmerksam, feminin, glaubhaft

Träume wachsen lassen

.

„Die Zukunft gehört denen,
die an die Schönheit ihrer Träume glauben.“

Eleanor Roosevelt

.

Kompass

.

„Liegt eine Herausforderung
direkt vor Ihren Füßen,
die Gott Ihnen zutraut?

Fragen Sie Gott nach Ihrer Berufung,
löchern Sie ihn!
Es geht dem Herzen nach:
Das schlägt für einen Menschen,
eine Aufgabe, ein Projekt, eine Gruppe, eine Idee.“

Kerstin Wendel