aufmerksam, kreativ

Maritime Bilderwand zum Aufatmen: Frisch und leicht dekorieren

Nach Weihnachten setzt bei mir normalerweise das große Aufatmen ein:
Ahhhh, leere Wände, leere Tische, leeres Alles!
Luft zum Atmen, Raum zum Leben, Leere! Himmlisch!
Dieses Weihnachten hatte ich ausnahmsweise zurückhaltend dekoriert, insofern fehlte der spaktakuläre Vorher-nachher-Effekt zwischen Feiertagen und Start ins neue Jahr.

Dennoch hatte ich Lust, die verschneiten Landschaften abzunehmen und den maritimen Kalender, den ich letztes Jahr im Büro aufgehängt hatte, auf neue Art zu Hause zu verarbeiten.
Also schob ich Kalenderblätter, Rahmen und Motive hin und her, bis ich alle Bilder zurecht geschnitten und aufgehängt hatte.
Eine perfekte Mischung ist es dieses Mal nicht geworden, aber egal:
Die Bilder vom Meer helfen definitiv zu einer neuen Variante von „Durchatmen nach dem Jahreswechsel“!

Der geflochtene Strohhut fiel mir zufällig in die Hände, allerdings weiß Gott, dass ich seit über einem halben Jahr auf einen Strohhut für die Bilderwand geiere. Aber dafür kein Geld ausgeben wollte. Hier ist er nun, kostenlos, quasi direkt vor der Haustür tauchte er eines Tages auf und wartete auf mich. Danke, Jesus!

In der Vase auf dem Beistelltisch unter der Bilderwand steht Schilf in der Vase, die „Dannebrog“ flattert im imaginären Wind – wunderbar!

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Ausflüge rund um Hamburg: Die Rantzauer Schlossinsel in Barmstedt

Kurz vor den Toren Hamburgs liegt Barmstedt in Schleswig-Holstein: Eine verschlafene Kleinstadt mit der Rantzauer Schlossinsel als Attraktion.
Hier versammeln sich eine Galerie, ein Museum, eine Weberei, ein Geschäft für Töpferbedarf und ein Café in historischen Backsteingebäuden. Die Ursprünge der Schlossinsel gehen auf mittelalterliche Befestigungsanlagen zurück, das Schloss gibt es leider nicht mehr: Es wurde durch ein schlichteres Herrenhaus ersetzt.

Große Bäume umgeben die Schlossinsel, auf der Rosen und Lavendel üppig blühen. Sogar rund um die öffentlichen Toiletten…
Vor der Galerie wartet ein König, der sich mit Kornähren schmückt. Die Kunstwerke, Skulpturen und Bilder der ansässigen Künstlerin sind wirklich sehenswert!

Am See laden Bänke zum Träumen ein, und im angrenzenden Park werden Boote vermietet.

Das „Gefängnis-Café“ (auf dem ersten Bild oben) ist ein nettes Plätzchen am Wasser, leider stammt das kulinarische Angebot komplett aus industrieller Herstellung (Fertigprodukte aus dem Tiefkühler und der Großbäckerei). Da die Schlossinsel eine sehr übersichtliche Größe hat, kann der Hunger warten, bis wir zurück in der Barmstedter Innenstadt sind.

In der alten Mühle ist ein Geschäft für Töpferbedarf untergebracht, nebenan im Speicherturm entdeckte ich eine kleine Weberei. Wer Lust auf Kunst und Keramik hat, wird in der Hauptstraße von Barmstedt in der Wechselstube fündig (Reichenstraße 3).

An der Einfahrt zur Schlossinsel liegt ein Insektenhotel der besonderen Art: Gefällte Bäume erhalten ein zweites Leben, indem sie mit Löchern präpariert und mit Nistmaterial gefüllt Insekten ein Zuhause bieten.
Wer öffentlich von Eidelstedt oder Henstedt-Ulzburg mit der AKN kommt, läuft einmal durch die Barmstedter Innenstadt und durch den Park zur Schlossinsel. Achtung: Die AKN fährt stündlich nur ein Mal!
Wer mit dem Auto kommt, kann direkt am See auf einem großen Parkplatz parken.

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Kunst macht glücklich: Spaß mit David Hockney im Museum

https://www.artnews.com/wp-content/uploads/2017/08/08-17_PaaE_David-Hockney_5.jpg

Neulich las ich von einer Studie, die über die positive Wirkung von Kunst auf die menschliche Psyche berichtete.
In Hamburg ist gerade die „Tate Gallery“ in Form von David Hockneys Werken zu Gast und bringt viel gute Laune für das Auge mit. Das Bucerius Kunst Forum ist frisch umgezogen (weiterhin am Rathausplatz) und noch kleiner als zuvor, daher wird nur ein Bruchteil der Bilder ausgestellt.

Bei Hockney dachte ich sofort an die kalifornischen Bilder mit Swimmingpools und duschenden Männern, Motive wie das Gemälde oben.

the lending library: david hockney

Viel spannender und vor allem lustiger sind die Bilder, die in den letzten Jahrzehnten folgten. Sie wirken, als hätte auch ein Kind sie malen können, haben dabei aber eine große Anziehungskraft:
Die Bilder leuchten, ziehen den Blick in die Tiefe, vermitteln Schwung und gute Laune.
Dass David Hockney homosexuell ist und diese Neigung in seiner Jugend nicht ausleben durfte, da es verboten war, spielt inhaltlich zum Glück nur eine untergeordnete Rolle. Endlich ein Künstler, bei dem nicht ständig Tränen, Trauma und Tragödie im Vordergrund stehen. Keiner, der ein mieser Frauenheld war und ständig zwischen Exzess und Zusammenbruch schwankte.
Stattdessen schlau und heiter zugleich: So tut Kunst wirklich gut!
Bevor wegen Corona noch alles endgültig dichtmacht: Schnell in die Ausstellung zischen!

https://www.taschen.com/media/images/960/002_dsc_0155_herv_v_ron_se_centre_pompidou_1810311428_id_1135356.jpg

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Kunst im Alltag: Von der Logopädin zur Kuratorin

Als Kuratorin zu arbeiten, war einer meiner Lebensträume. Von der unterbezahlten Logopädin führte mich der Weg nicht zur studierten Kuratorin (die wahrscheinlich keine feste Arbeitsstelle bekäme, da zu viel Konkurrenz am Markt und primär Männer gefragt sind), stattdessen leite ich Kurse und organisiere Veranstaltungen. Wie beispielsweise Vernissagen zu hausinternen Kunstausstellungen, die ich gemeinsam mit wechselnden KünstlerInnen konzipiere.
Die Sichtung der Bilder, die Anordnung in den Räumen und der Blick auf die fertige Ausstellung sind immer wieder spannend. Zum ersten Mal nun mit zwei KünstlerInnen in einer Gemeinschaftsausstellung, in einigen Wochen dann mit einer ganzen Malschulklasse….. es bleibt spannend.


In der heutigen Ausstellungseröffnung trafen sich primär alte und neue BewohnerInnen der Residenz mit FreundInnen der beiden KünstlerInnen. Das schöne Pressematerial wurde leider nur sehr verkürzt gedruckt, sodass das Publikum kaum Gäste aus dem Stadtteil aufwies. Aber eine neue Dame, die gerne ehrenamtlich tätig werden möchte, kam spontan vorbei und es ergab sich ein Kontakt zu einer neuen Künstlergruppe, die sich bereits für eine Ausstellung im neuen Jahr angemeldet haben. Ich liebe Synergieeffekte!
Ein neu eingezogenes Ehepaar mischte sich unter die Alteingesessenen, auch das werte ich als Erfolg.
Nach einleitenden Worten zur Begrüßung und zwischenzeitig dem Aufruf, den beiden KünstlerInnen durch die moderierte Ausstellung zu folgen, war ich natürlich viel mit Aufbau, Auf- und Umräumen im Hintergrund und Abbau beschäftigt. Dennoch gab es nette Begegnungen am Rande und die KünstlerInnen haben das Interesse genossen.

aufmerksam, kreativ

Ostermarkt im Sasel-Haus

Ohne Kamera besuchte ich dieses Jahr den Ostermarkt im Sasel-Haus, ich ließ sie in der Eile leider zu Hause liegen. Da die meisten Aussteller die gleichen wie im letzten Jahr waren, verweise ich gern auf die Bilder von 2018.
Ich kaufte von diversen Künstlerinnen eine ganze Kollektion an Postkarten zusammen, die bald als „buntes Karten-Set“ ein Geburtstagsgeschenk werden.
Zwei neue Keramikeier erstand ich für mich und diverse Hühner, Eier und Hasen werden sich bald in gepolsterten Umschlägen auf den Weg machen…
Morgen, am 07.04. kann der Ostermarkt von 10 – 17:00 Uhr besucht werden.
Außerdem veranstaltet morgen das Hamburger Umweltzentrum Gut Karlshöhe von 10 – 16:00 Uhr einen Pflanzenmarkt mit Informationen rund um den natürlichen Garten.

aufmerksam, kreativ

Kunst und Katastrophen aus dem Brennofen

In der Ohlendorff´schen Villa in Hamburg-Volksdorf findet dieses Wochenende ein Markt der Töpfereien und KeramikkünstlerInnen statt. Vielfältige Stände bieten Handarbeit von fröhlich bunt bis schlicht modern. Außerdem wird vor Ort Keramik hergestellt, ein „Fehlbrand-Museum“ stellt Unfälle aus dem Brennofen vor und ein professioneller Schlagzeuger spielt auf vier Tontöpfen ein komplettes Stück.

Das Café im Haus haben wir nicht ausprobiert, da wir zwei Sorten eigenen Kuchen dabei hatten und nebenan zwischen Gänsen und Schafen im Museumsdorf Volksdorf picknickten. Am süßesten waren die frisch geschlüpften Küken, selten haben wir etwas so Rührendes gesehen. Am lustigsten war die Ausbruchsversuche einer Ziege zu beobachten, die unter dem Zaun versuchte hindurch zu kriechen.

aufmerksam

Kreativ und kunstfertig: Österlicher Markt in Hamburg

Stricken, filzen, glasblasen, töpfern, drechseln, nähen, fotografieren: Im Sasel-Haus findet dieses Wochenende der Ostermarkt der KunsthandwerkerInnen statt.
Wer nach all den hippen Do-It-Yourself-Messen und modernen Design-Ausstellungen einen ganz klassischen Markt mit bezahlbaren Kreationen sucht, wird hier fündig. Fensterbilder aus Tiffanyglas, Arrangements aus Kunstblumen, Kleidung für Puppen und jede Menge Seidentücher: Auf der Suche nach einem Geschenk für die ältere Generation bieten sich viele Möglichkeiten. Junge Familienmitglieder freuen sich über weiche Plüschtiere und fröhliche Sabbertücher. Aber auch modernere Ausstellungsstücke wie Kunst aus Treibholz oder handgefertige Brillen entdecken die BesucherInnen.

Jahreszeiten unabhängig sind außerdem maritime Stände vertreten wie diese zauberhaften Seehunde und blau-weiße Kacheln.
Hinkommen: Mit der S-Bahn-Linie S1 bis Poppenbüttel und von dort aus mit den Bussen 174 und 24 bis Stadtbahnstraße bzw. Saseler Markt.

feminin, kreativ

Blumige Kunstwerke

 

Im Einkaufszentrum „Wandsbek Quarree“ fand wieder der jährliche Wettbewerb der auszubildenden Floristinnen in Hamburg statt.
Daher machte ich mich mit einer großen Portion Neugier auf den Weg, um mich inspirieren zu lassen und einen interessanten Nachmittag zu erleben.

 

 

Leider fand ich die Kreationen im vergangenen Jahr deutlich überzeugender und spektakulärer als dieses Jahr. Die in meinen Augen schönsten Arbeiten zeige ich hier. Viele Wettbewerbsbeiträge wirkten eher simpel und unreif. Gute Ideen wurden auf eine Art und Weise umgesetzt, die deutlich nach „noch in der Ausbildung“ aussah. Entsprechend schnell war ich mit der Ausstellung fertig.

 

 

Dennoch habe ich mich gut amüsiert, da wieder das Angebot bestand, aus diversen Blüten ein Gesteck anzufertigen. Offensichtlich ist das die „Standard-Kreativ-Aktion“ der letzten Jahre, auch hier hatte ich auf etwas Neues gehofft. Mit zwei schönen Gestecken, die ich noch zeigen werde, fuhr ich bereits nach einer Stunde wieder nach Hause.

 

 

A shopping-mall in Hamburg hosts every year a competition of young florists before their exams. They show their work and have to solve an exercise in front of the public (like the floral arrangements in the last picture). There´s also a show how to work with flowers and the opportunity to create an arrangement yourself.

Verlinkt mit FloralFridayFotos und Freutag.

aufmerksam, feminin

Von Talentierten und Verrückten

Mit meiner Tante war ich neulich in der „Kunststätte Bossard“ unterwegs. Sie liegt südlich von Hamburg am nördlichen Rand der Lüneburger Heide. Der Name war mir natürlich seit Langem bekannt, auch Fotos hatte ich von dem Ensemble schon öfter gesehen, nur war ich bisher nie dagewesen.
Um es kurz zu machen: Johann Bossard, der seine 29 Jahre jüngere Schülerin heiratete (wie immer: alter Mann ehelicht talentierte, junge Studentin), hatte einen außergewöhnlich gruseligen Geschmack und träumte viel vom „nordischen Heldenmenschen“. Er baute sich ein Wohnhaus, einen Kunsttempel, weitere Gebäude und obskure Naturdenkmäler auf ein weitläufiges Heidegrundstück am Wald. Seine liebste Farbe war braun (na, woran erinnert uns das?) und sogar die Fenster seines Wohnhauses bemalte er mit brauner Farbe. Die gesamte Wohnhalle ist mit heroischen Gestalten, nordischen Helden, viel dunklem Holz, düsterem Metall und wilden Farben vom Boden bis zur Decke gestaltet. Schon im Sommer graust es einen, im Winter will ich dort nicht länger verweilen…
Draußen war es, dank des sommerlichen Wetters, besser auszuhalten – bis die Skulpturenreihe voller arischer Gesichter mich äußerst irritierte. Wobei ich es interessant fand, die Skulpturen sofort mit Nazi-Kunst zu assoziieren, und nicht genau zu wissen, warum. Mit meiner Tante philosophierte ich darüber und kam zu folgendem Ergebnis: Sie zeichnen sich durch spitze, sehr gerade lange Nasen aus. Die Augen sind scharfe Ellipsen mit einer blauer Iris und undurchdringlichem Blick, sie zeigen keine Emotionen. Kantige Kiefer, hohe Wangenknochen, kein Gramm Fett im Gesicht lassen sie kühl und kämpferisch aussehen. Mit ihrer hohen Stirn und dem relativ weit „hinten“ beginnenden Haaransatz wirken sie altmodisch und leiderprobt (als hätten sie geschlechterübergreifend früh Glatzen entwickelt). Sie sind groß, haben breite Schultern, einen hageren Körperbau, lange Arme und sind nirgends rund oder weich. Selbst die Frauen sehen aus wie Männer mit langen, blonden Haaren, denen jemand halbierte Apfelsinen auf den Brustkorb geklebt hat. Zusammengefasst sind sie das komplette Gegenteil des Kindchenschemas.
Nun lässt sich fragen, warum Johann Bossard unter den Nazis keine beispiellose Karriere machte, war er doch ein früher Wegbereiter des Gedankenguts, das er völlig freiwillig entwickelte und künstlerisch umsetzte. Bei allem gruseligen Helden-Quatsch bleibt festzuhalten, dass seine Kunst leider viel zu wild und durcheinander war, um den Nazis zu gefallen. Ich behaupte, dass seine Formensprache schwer nach „entarteter Kunst“ in den Augen der Nazis ausgesehen haben muss. Da halfen dem Herrn Bossard auch die Lieblingsfarbe braun und all die blonden Schöpfe nichts.

 

Dahlie

 

Dennoch entwickelte sich der Besuch erfreulich, wofür ein ganz anderes Thema zuständig war: Vor Ort ist die Ausstellung „Die Malweiber von Paris. Deutsche Künstlerinnen im Aufbruch“ zu sehen. Frauen wurden bis in die zwanziger Jahre davon abgehalten, Kunst zu studieren, sie galten als körperlich und seelisch zu schwach, um die Strapazen auszuhalten. In extra dafür eingerichteten Malklassen durften die begüterten Frauen Unterricht nehmen, dabei zeichneten sie natürlich gefällige Stillleben und niemals anatomische Studien oder gar Akte. Da die erfolgreichen Dozenten selbstverständlich Männer unterrichteten, waren die Stundeninhalte der weiblichen Kurse meist dilettantisch, was zu entsprechend mäßigen Produkten führte. Dies sahen die Männer als Beweis, das Frauen eh kein Talent besäßen und ihnen das Wahrnehmen und Erschaffen von Kunst gänzlich fremd sei. In Paris durften Frauen die Kurse der Männer zum doppelten Preis besuchen – was für uns völlig dreist klingt, war die einzige Hoffnung deutscher Frauen, sich ausbilden zu lassen. Dafür, dass es dennoch verhältnismäßig wenig Frauen waren, zeigen viele von ihnen gute bis hervorragende Ergebnisse. Nur ein geringer Teil der Künstlerinnen und ihrer Werke ist heute bekannt, hier möchte die Ausstellung für mehr Öffentlichkeit und Anerkennung sorgen. Bedauerlicher Weise heirateten die meisten Künstlerinnen dann doch (auch wenn ihnen oft bewusst war, dass ihre Selbstständigkeit und damit die Zeit zum Malen oder Bildhauern damit ein Ende hätte), bekamen Kinder und rutschten in ein bürgerliches Leben. Zu Lasten der eigenen Kreativität und Ausdrucksmöglichkeit, natürlich. Einige schafften es, sich mit ihrer Kunst alleinerziehend durchzuschlagen oder für ihren Mann mit zu verdienen. Wie sie es geschafft haben mögen, unter sehr unbequemen Bedingungen drei Kinder aufzuziehen, den Haushalt zu schmeißen, Aufträge zu ergattern und diese erfolgreich abzuarbeiten, frage ich mich wirklich. Entsprechend früh starben einige…
Die Ausstellung hartnäckiger Künstlerinnen ist noch bis zum neunten September 2016 zu sehen, Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr.

aufmerksam, Gäste & Feste, kreativ

Finissage meiner Foto-Ausstellung, mit kreativer Anleitung für silberne Bilderrahmen

Finissage 1

Seit Ende Januar waren Fotos meiner festlichen Momente und geschmückten Tafeln im Sitzungsraum unserer Kirche ausgestellt. Dort versammeln sich der Kirchenvorstand und ähnliche Gremien ebenso wie afghanische Christen, koreanische Sängerinnen und Stadtteil-Initiativen.

Finissage 2

Um die Ausstellung abzuschließen, lud ich am Sonntag im Anschluss an den Gottesdienst zu einer Finissage ein. Entsprechend des Mottos „Gemeinschaft erfahren – das Leben genießen – Dankbarkeit teilen“ stellte ich auf dem Flügel vier Bilderrahmen auf.
Im ersten Rahmen führte ich das Thema weiter aus:

Gemeinschaft erfahren

Wir freuen uns über Gäste und neue Mitglieder.

Wir freuen uns darüber,
dass JedeR von uns einen anderen Blick auf das Leben hat
und wir voneinander lernen können.

Wir stellen Verbindendes über das,
was uns unterscheidet und trennt.

Wir schauen einander wertschätzend an.

.

Das Leben genießen

Wir freuen uns über Gottes Schöpfung:
Obst und Gemüse, die Natur, Sonne und Wind.

Besondere Momente kosten wir miteinander aus.

Wir nehmen uns Zeit, Gutes miteinander zu teilen.

Wir erleben Harmonie und Schönheit und danken Gott dafür.

.

Dankbarkeit teilen

Wir erzählen einander, was wir Gutes erleben.

Wir geben etwas ab von dem, was wir haben.

Wir laden Menschen ein, die fremd oder einsam sind.

Wir danken Gott für alles, womit er uns täglich versorgt.

Finissage 3

.Zu jedem der drei Stichpunkte versammelten sich in jeweils einem eigenen Rahmen schöne Zitate. Diese druckte ich zusätzlich mehrfach aus, sie konnten als Inspiration und Erinnerung mitgenommen werden. Ich war ganz überrascht, dass am Ende bis auf zwei offensichtlich unbeliebte Zitate alle eingesteckt wurden…
Auf einem benachbarten Tisch verdeutlichte das gerahmte Tischlied „Miteinander essen, das kann schön sein“ das Thema. Zusätzlich lagen Exemplare der Zeitschrift, die meine Tischdekoration auf einer Doppelseite veröffentlicht hatte, zum Mitnehmen aus.

Finissage 5

Alle Tische hatte ich mit weißen Tischtüchern sowie bunten Tischläufern, Blumen und Kerzen vorbereitet. Der Raum füllte sich schnell mit begeisterten BesucherInnen, sodass die Tischdekoration nur teilweise oder von hinten fotografiert wurde.

Finissage 4

Damit auch die Kinder Spaß haben, war meine Bonsche-Bar natürlich mit dabei. Ich baute eine Stellwand auf, bezog sie mit rot-weiß gestreiftem Stoff und arrangierte große Blüten aus Pappe daran.

Finissage 6

Die Schokoladen-Herzen mit Orange und Mandel gefielen auch den Erwachsenen ausgesprochen gut…

Finissage 7

Nun zur versprochenen Kreativ-Anleitung:

Ich hatte vor einigen Jahren bereits einen Bilderrahmen aus Holz mit silbernem Schlagmetall verschönert. Da ich für die Finissage mehrere Bilderrahmen brauchte, die zueinander passen und ähnliche Formate haben, gestaltete ich einen zweiten in silber.
Obwohl ich den Bilderrahmen früher schon mit Acrylfarbe auf „Shabby-Chic“ getrimmt hatte, ließ sich das Metall befestigen. Leider fand ich meine Anlegemilch nicht mehr und benutzte daher Alleskleber – eine ganz schlechte Idee! Auch die kleinen Metallflitter aus der Packung waren längst nicht so gut wie das Schlagmetall, das sich (für deutlich mehr Geld) als dünne Blättchen kaufen lässt.

  1. Den Rahmen trocken abwischen, damit alles gut haften bleibt.
  2. Jeweils ein Stück des Rahmens mit Anlegemilch einpinseln, das Schlagmetall vorsichtig auflegen und mit einem trockenen, breiten Pinsel glatt streichen. Dabei kann der Pinsel versehentlich in die Anlegemilch kommen und klebrig werden. Dann reinigen und gut abtrocknen, während dessen mit einem zweiten Pinsel fortfahren. Der erste feuchte Pinsel muss absolut trocken sein, bevor er wieder eingesetzt wird!
  3. Alle drei Seiten des Rahmen kontrollieren und nachbearbeiten: Die Ebene, auf die frontal geschaut wird, ebenso den Rand „nach hinten“ sowie den Rand „zum Glas“ mit Schlagmetall bedecken.
  4. Risse und Löcher im Schlagmetall mit zusätzlichen, kleinen Stücken (oder überlappenden größeren Stücken) ausbessern.
  5. Ein Finish auftragen: Klarlack oder eine andere Versiegelung, die die Oberfläche abdichtet und im Alltag schützt.

Rahmen silber gestalten

Die Fotos der Finissage nahm mein Mann auf, vielen Dank dafür.

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