aufmerksam, kreativ

Kreative Pläne für das neue Jahr

P1060670

 

Bereits in diesem Jahr wollte ich damit beginnen, statt Blumensträußen mehr Gestecke zu fertigen – beziehungsweise überhaupt einmal damit anzufangen, regelmäßig Gestecke auszuprobieren.

 

P1060672Die beiden Abbildungen stammen aus einer alten Ausgabe von „Wohnen und Garten“.

.

Steckmoos, Gefäße und sonstiges Zubehör ist längst besorgt, auch floristische Zeitschriften haben vermehrt ihren Weg in unsere Wohnung gefunden. Nur die Zeit, die Muße und auch der Mut, sich daran zu wagen, blieben bisher aus. Solange es keinen festlichen Anlass gab, fehlte das Ziel, und im Rahmen der zahlreichen Feierlichkeiten diesen Jahres traute ich mich nur an wenige floristische Experimente: Es gab genug anderes, das Aufwand erforderte.
Somit nehme ich mir für 2015 fest vor, endlich die Steckmasse zu wässern und loszulegen, statt „auf die richtige Gelegenheit“ zu warten und dann vor Angst vor dem Misserfolg doch auf bekannte Blumenarrangements zurück zu greifen.

 

2012-361311-279233-kopie_NDE5OTUzNlo

 

Ich bin gespannt, ob ich mich mit derartig perfekten Kreationen als Anregung nicht selbst abschrecke… 😉  Aber: „Petit à petit, l´oiseau fait son nid.“

 

schmuck-bunt_MzAxMzQzMlo

 

Von strahlenden Farben mit krachenden Kontrasten wie im Bild oben bis zu harmonisch abgestimmten Tönen gibt es viel zu entdecken – und zu gestalten.

 

gestecke-mit-pfingstrosen

 

Alle drei Abbildungen von BLOOM´S.

aufmerksam, kreativ

Florales und Goldenes an der Wand

P1090855

 

Nach der herbstlichen Dekoration im September habe ich schon vor einiger Zeit die Wand in unserem Wohnzimmer mit floralen Elementen einerseits und ersten goldenen Akzenten andererseits gestaltet. Die Rosen und die Iris auf den Keilrahmen wirken elegant und frisch, auch der grüne Liblingsteller trägt zur Leichtigkeit bei. Während das Stillleben aus dem Garten und der Rebenkranz eindeutig herbstlich aussehen, verbreitet das Kalenderblatt mit dem Kaminfeuer optisch Wärme. Einzelne goldene Blickpunkte wie der antike Rahmen und die darin hängende Weihnachtskugel haben sich schon dazwischen geschummelt und weisen auf die kommende Zeit hin…

 

P1090946

 

Der zauberhafte Stoff mit den Irisblüten stammt von etro und ist ein kostenloses Fundstück aus der Auflösung eines Raumausstatters. Zum Glück war der kleine Rest gerade groß genug, dass ich ihn auf den Keilrahmen spannen konnte…
Sobald ich Zeit habe, kaschiere ich die Kanten noch hochwertiger.

Auf einem bescheidenen Plätzchen hat sich die Bourbonen-Lilie eingerichtet und nimmt die Formen der Irisblüten optisch auf. Versetzt nach unten harmoniert die feminine Büste im Stillleben mit dem matten Weiß der Lilie und der Iris – manch gestalterischer Zusammenhang fällt mir erst im Nachhinein auf 😉 .

 

P1090939

 

Wie immer ist das E dabei, dieses Mal baumelt ein silberner Zapfen daran und verweist auf das Motiv des darunter hängenden Kalenderblatts. Meine Kalender folgen rein optischen Gesichtspunkten, sodass ein „November-Blatt“ vom vorletzten Jahr problemlos zwischen Oktober und Dezember zu entdecken ist….
Der grüne Craquelé-Teller hängt seit dem Frühjahr ununterbrochen an der Wand, allerdings nach jeder neuen Gestaltung auf einer ungewohnten Position an einem anderen Nagel.

 

Kreative Projekte sind auch beim Creadienstag und bei Meertje zu bewundern.

aufmerksam, feminin

Glücklich ohne eigene Kinder – für Frauen weiterhin ein Standpunkt, der mit viel Kritik bestraft wird

„Nach wie vor wird von Frauen gerade in Deutschland erwartet, sich der Mutterrolle ganz hinzugeben, ihr zumindest eine Zeit lang oberste Priorität einzuräumen und andere Ziele weit hintenan zu stellen. Mädchen und Frauen merken in unserer Gesellschaft früh, dass Kinderkriegen eine Abwägungssache ist: zwischen Autonomie einerseits und der Gefahr jahrelanger Mehrfachbelastung und Selbstaufgabe andererseits. (…)
Aber das verträgt sich natürlich nicht mit der Mär vom Mutterinstinkt, den Frauen natürlicherweise haben sollen. Und wenn sie dem nicht selbstlos nachkommen, gelten sie als selbstsüchtig, gefühlskalt und irgendwie nicht normal. Die „Natur“ scheint dabei keine Freundin der Frau zu sein, denn sie wird rhetorisch immer gegen ihr Recht auf Entscheidungsfreiheit über ihr eigenes Leben in Stellung gebracht. (…)
Vielleicht werden den freiwillig kinderlosen Frauen auch deshalb die angeblich tickenden Uhren vorgehalten: Wenn man ihnen schon keine sonstigen Anreize schaffen kann, will man ihnen nun Angst machen, dass sie aufgrund ihrer „Natur“ psychologische Schäden erleiden, wenn sie keine eigene Familie gründen wollen. Unsere Gesellschaft, so scheint es, lauert fast spöttisch auf das späte Bedauern der Kinderlosen: „Du wirst es später mal bereuen.“ Diesen Satz hören Frauen wie ich so häufig, explizit und implizit, dass es schwer ist, ihn nicht zu verinnerlichen und sich zu fragen, ob vielleicht tatsächlich etwas nicht stimmt. (…)
Männern wird zugestanden, dass sie ihrem Bedürfnis nach Selbstentfaltung in verschiedener Weise nachkommen und deshalb Kinderlosigkeit verkraften können. Die kinderlose Frau hingegen gilt als tragisch und einsam. Oder als Opfer der Emanzipation, das seine natürlichen Bedürfnisse einfach nicht mehr sehen kann.
Für kinderlose Frauen gibt es gesellschaftlich gesehen keine positiven Role-Models. Als Gegenmodell zur Mutter gibt es nur die verhärmte, gefühlskalte Karrierefrau (was natürlich lächerlich ist, schon allein wenn man bedenkt, wie wenig Frauen es immer noch in Führungspositionen gibt). Aber davon mal abgesehen: Das Bild von der spröden Frau im grauen Kostüm hinterm Schreibtisch passt weder zu mir noch zu den Frauen, die ich kenne. Für uns ist ein Leben ohne Kind so selbstverständlich, dass wir uns noch nicht einmal bewusst dagegen entschieden haben. Die Frage hat sich für mich und meine kinderlosen Freundinnen einfach nie gestellt.
Studien zeigen, dass kinderlose Paare im Durchschnitt zufriedener als Eltern sind. Sie weisen oft einen stärkeren inneren Zusammenhalt auf, da sie mehr gemeinsame außerhäusliche Aktivitäten unternehmen und der intellektuelle und emotionale Austausch größer ist. Ihre Beziehung ist oft gleichberechtigter als die von Ehepaaren, denn normalerweise ist es immer noch die Frau, die ihr Leben mehr an die neuen Herausforderungen anpassen muss. Es gibt gute Gründe, Kinder zu bekommen – es gibt allerdings auch gute Gründe dagegen.(…)
In Wahrheit lässt einem Kinderlosigkeit eher mehr Raum, sich sozial und gesellschaftspolitisch zu engagieren. Und statt sich in die Familie zurückzuziehen, schaffen viele Kinderlose heute neue Formen des solidarischen Zusammenlebens, die unsere alternde Gesellschaft dringend braucht. (…) Sie machen so auch ihre Unzufriedenheit über die herkömmlichen Familienkonzepte und Geschlechterverhältnisse nach außen deutlich, denn sie schaffen Alternativen abseits der gewohnten Kleinfamilie, die dann auch wieder das Zusammenleben mit Kindern ermöglichen – es müssen ja nicht immer zwingend die biologisch eigenen sein. (…) Denn Kinder, um die man sich im eigenen Umfeld kümmern kann, gibt es schließlich genug – und die Eltern sind oft für Unterstützung sehr dankbar.
Es gibt viele Möglichkeiten, als Frau zu leben. Je mehr Formen von Weiblichkeit sichtbar und „normal“ werden, um so mehr kann es Frauen nützen. Und zwar allen Frauen.“
Sarah Diehl

 

IMG_7680

 

Wer den Artikel, dessen Auszüge ich hier teile, gerne weiter verfolgen will und wen die Argumentationslinien über die Renten-Diskussion, das Egoismus-Klischee, den Umwelt-Aspekt des Themas und weitere Thesen interessieren:
Die Brigitte Nr. 23 vom 22.10.2014 (aus deren Dossier die Zitate stammen) ist zwar nicht mehr im Handel zu erwerben, aber in vielen Bücherhallen und Bibliotheken vorhanden.
Aktuell ist der Artikel auch online lesbar.
Das Buch von Sarah Diehl zu diesem Thema ist hier zu finden.

aufmerksam, kreativ

Wandgestaltung „Herbst an der Küste“

P1090766

 

An vielen Orten wird der Herbst, der im September langsam beginnt und im Oktober erst spürbar wird, bereits durch heftiges Weihnachts-Geglitzer überholt. Bei uns im Wohnzimmer kommt der Herbst noch zu seinem Recht und darf in aller Ruhe verweilen: Mit warmen Tönen von Dünen und Blättern in den Bildern, Wimpeln und Lampions.
Durch das matte Tageslicht fallen leider die Bilder weniger bunt aus, als sie tatsächlich sind.

 

P1090752

 

Dank Blautönen und Farbklecksen in Rot, Orange und Grün lässt sich das Thema „Herbst an der Küste“ sehr schön darstellen, finde ich. Der Lampion aus fester Pappe und der grüne Teller in Craquelé-Optik unterstreichen die runde Form des Kranzes. Ein alter Kalender passt thematisch gut, so fand er ebenso seinen Platz wie eine Muschel aus Dänemark, die unauffällig einen einsamen Nagel verdeckt.

 

P1090760

 

Aus einem Hemd meines Mannes, das ich an ihm besonders mochte und das leider einen Riss hatte, der sich nicht schön stopfen ließ, fertigte ich diese gestreifte Wimpelkette.

 

P1090748

 

Mit weiteren Bildern von Nord- und Ostsee, einem Glasfisch aus Dänemark sowie einer wunderhübschen Schnecke aus Perlmutt am obligatorischen E vervollständigte ich das Arrangement.

Schöne kreative Ideen sind auch bei CreaDienstag und Meertje zu entdecken.

aufmerksam

Tag des offenen Denkmals 2014

P1080691

 

Endlich läuft der Computer wieder soweit rund, dass ich die Bilder vom „Tag des offenen Denkmals“ in Hamburg hochladen kann.
Da die ursprüngliche Führung, zu der ich mich angemeldet hatte, abgesagt wurde, musste ich mir am Samstag Morgen schnell ein Ersatz-Programm zusammen suchen.
So war ich erst in der Handelskammer unterwegs (oben die großartige Beleuchtung eines Saals, unten ein Blick in die große Halle) und anschließend im Haus der „Patriotischen Gesellschaft von 1765“.

 

P1080698

 

Unten ist das „Haus im Haus“ in der Handelskammer zu sehen:

 

P1080706

 

In dem Gebäude der „Patriotischen Gesellschaft von 1765“ war es bedeutend spannender, weil wir eine Führung des mit der Renovierung beauftragten Architekten vom Keller bis auf das Dach genossen. Auf vielen Etagen waren wir auf Baustellen unterwegs, sodass ich hautnah erleben konnte, wie die Sanierung und Restaurierung eines denkmalgeschützten Bauwerks funktioniert.

 

P1080723

 

Mit historischen Fliesen, die unter vielen Schichten Zement wieder entdeckt wurden, kann man mich sehr glücklich machen.

 

P1080732

 

Sehr, sehr, sehr glücklich…. Hier sind alte Originale von Villeroy & Boch zu sehen.

 

P1080734

 

Auch alte Säulen mit Resten von Bemalung und Vergoldung gab es zu bewundern.

 

P1080737

 

Herrlich, ein Keller in all seiner maroden Pracht, so von Angesicht zu Angesicht am Fleet…

 

 

P1080748

 

Welche Farben in welcher Reihenfolge ihren Weg auf die Wand fanden, wurde hier freigelegt.

 

P1080761

 

Beleuchtung ist ein Thema, das neben der Deckenvertäfelung viel zu wenig in den heutigen Haushalten bedacht wird… 😉

 

P1080770

 

Auf dem Dach wohnen Hamburger Stadt-Bienen, die fleißig um uns herum schwirrten. Zentral im Bild ist das Rathaus zu sehen, rechts davon die Außenalster inklusive der weit sprühenden Fontäne der Binnenalster. In weiterer Ferne, links neben dem Rathaus versetzt, ist das Radisson Blu Hotel an der Messe zu erkennen.

Wie jedes Jahr war es ein sehr informativer, inspirerender Tag voller neuer Einrdücke jenseits des Allltags – perfekt!

 

aufmerksam, kreativ

Bilder-Arrangement „England“

Hier möchte ich die „Motto-Wand“ zu meinen englischen Tee-Parties darstellen:
Die Bilder und Objekte im Wohnzimmer erhalten immer wieder ein neues Thema – je nach Jahreszeit und Anlass.
In diesem Fall rahmte ich Rosen, eine Dame in Kostüm mit aristokratischem Pelz, Bilder von Landsitzen und Gärten sowie eine kleine Apfelblüte. Eine antiquarische Teekanne fand ihren Platz in einem Kranz aus Reben.

.

P1040774

 Die Bilder und Objekte im Überblick

P1040776

Der linke Teil des Arrangements,

P1040775

 der Rahmen in der Mitte

P1040778

sowie der rechte Bereich im Detail.

.

Die dunklen Holzrahmen geben den unterschiedlichen Komponenten ein gemeinsames Merkmal, das durch das Herz und den Kranz aus Reben im gleichen Farbton aufgegriffen wird.

.

Weitere kreative Projekte sind beim CreaDienstag und bei Meertje zu finden.

aufmerksam, feminin

Das geheime zweite Leben der Logopädinnen

Meine beste Freundin stellte, meiner Einschätzung nach zu Recht, die These auf, dass die meisten Logopädinnen ein „geheimes zweites Leben“ haben:
So träumen viele Logopädinnen davon, ein zweites Standbein zu entwickeln oder ein „Alternativ-Leben“ zu gründen.
Meine Freundin erzählte mir, dass sie davon träume, Landärztin zu sein. Sie würde dann den Großteil des Tages im Garten verbringen und, wenn Notfälle am Gartentor klingeln, mal kurz die Gummistiefel ausziehen und die Dorfbewohner ins Untersuchungszimmer bitten.
Eine ihrer Kolleginnen träume davon, einen Woll-Laden zu eröffnen:
Sie würde dann den ganzen Tag gemütlich im Geschäft sitzen und stricken. Kunden würde sie freundlich bedienen und einladen, sich doch die Zeit zu nehmen eine Runde mit zu stricken – bei kostenlosen Tipps natürlich.
Eine andere würde ein biologisches Bistro mit einem gesunden Mittagstisch eröffnen, eine weitere ein Café mit selbst gebackenen Torten.
Und ich? Ich würde „Dekorations-Fachfrau“ werden, indem ich auf Wunsch Wohnungen und Häuser behutsam umgestalte.
Dazu würde ich ein gründliches Anamnesegespräch führen, um zu erfahren, was die Bewohner sich von ihrem Haus wünschen und welche Bedürfnisse ihnen im Leben wichtig sind. Dann würde ich sie gut zwei Monate lang ausquartieren und das Haus neu gestalten, inklusive vieler Kreationen meiner eigenen Nähmaschine. Anschließend würde ich das Haus oder die Wohnung den Besitzern übergeben, die so glücklich wären, dass sie mir noch jahrzehntelang Dankeskarten zu Weihnachten senden. Sehr gerne täte ich dies natürlich auch mit Ferienwohnungen…
Wenn das nichts wird, würde ich mich als Kuratorin versuchen (eine Runde Größenwahnsinn steht jeder  😉 ). Ich würde mich in der Kunst-Szene umschauen, eine unentdeckte Künstlerin finden, ihre Werke in passenden Sälen arrangieren und ein wunderbares Konzept bezüglich ihrer Individualität und der Botschaft ihrer Kunstwerke erstellen. So kämen die BesucherInnen mit neuen Sichtweisen auf die Welt, die Menschen und die Kunst aus der Galerie und würden vielfältige Inspirationen mit in den Alltag nehmen.
Das wäre großartig.

 

 

IMG_1682_v1

aufmerksam, feminin, kreativ

Buchempfehlung: „Two in One – Von der Kunst, zwei Wohnstile zu vereinen“

Weiterhin ist die neue Wohnung und deren Einrichtung ein wichtiges Thema. Inzwischen wird für uns ein sehr breites, überlanges vollmassives Bett aus Wildeiche in Dänemark angefertigt, dessen Anlieferung im neuen Jahr wir sehnlichst erwarten.
Darüber hinaus gibt es aktuell noch viele Lücken im Mobiliar, die bisher nicht geschlossen wurden, da wir auf der Suche nach „dem Richtigen“ sind:
Dem richtigen Sofa (groß, aber nicht zu ausladend, gemütlich, nicht zu hart, nicht zu weich, tief genug, aber nicht zu tief, optisch ansprechend, aber strapazierfähig usw. usf.), dem richtigen Tisch für die Küche und Ähnliches.

Da entdeckte ich im Antiquariat (meinem zweiten Zuhause) ein Buch namens „Two in One – Von der Kunst, zwei Wohnstile zu vereinen“.
Bisher habe ich es nur durchgeblättert, bin aber sehr angetan von dem, was ich darin bereits entdeckt habe:
Pro Kapitel wird in Form einer Reportage jeweils die Wohnung eines Paares porträtiert und beschrieben, wie sich die gemeinsame Gestaltung entwickelte. Anschließend folgen Tipps des Paares, wie sie meinen, dass andere Paare am besten ihre Vorstellungen vom Wohnen vereinen können.
Ich bin gespannt, wie sich die hiesigen Interessen (viele hochwertige gerahmte Bilder und Antiquitäten meinerseits und der Wunsch nach möglichst leeren Flächen und Wänden seinerseits) langfristig miteinander verbinden lassen…

 

P1030841

aufmerksam, feminin, glaubhaft

Freiheit für Frauen: Ja oder Nein?

„Frauen möchten so wahnsinnig gern von allen lieb gehabt werden. „Das ist eine Nette!“ ist das größte Kompliment.
Ich versuche immer wieder, ihnen klarzumachen, dass es gerade im Job nicht darum geht, lieb gehabt zu werden, sondern Respekt zu bekommen. Und das gilt, neben dem Liebgehabtwerden, im Privaten genauso. Wunderbar, wenn wir liebevoll und aufmerksam, sorgend und verantwortungsbewusst sind. Bitte bleiben Sie so.
Aber daneben brauchen wir die Kraft, Grenzen zu setzen.
Was passiert, wenn wir es nicht schaffen? Wir fühlen uns als Opfer, ausgenutzt, benutzt, der DVD, also der „Depp vom Dienst“, wie mal jemand sagte. (…)
Und jetzt kommen wir zum „Aber“. Wenn wir es (bestimmte Aufgaben oder Verpflichtungen) nicht reinen Herzens, sondern gezwungenermaßen tun, erzeugt es Stress, schlechte Gefühle wie Bitterkeit, unterdrückte Aggression. Reinhard Sprenger, Trainerkollege und Buchautor, hat folgende einfache, aber zutreffende Definition gefunden:
Stress entsteht, wenn wir „Nein“ denken und „Ja“ sagen.
Und dieser sogenannte Dis-Stress macht unzufrieden, er schwächt uns und macht leider auf Dauer auch krank, wie man inzwischen weiß. Er erzeugt Schatten auf der Seele, raubt uns die Lebensfreude und Lebenskraft. Das bedeutet, wenn wir mehr Leichtigkeit und Freude in unser Leben bekommen wollen, können wir uns entscheiden: entweder im Denken zu einem klaren Ja kommen und die Dinge tun – oder Nein sagen. Die Unzufriedenheit dazwischen zerreißt uns. (…)
Ich werde nicht müde zu verkünden: Alles hat seinen Preis, brav sein hat einen, sich abnabeln hat einen. Ja sagen hat einen und Nein sagen auch. Meinen Wünschen zu folgen hat einen, denen anderer zu folgen auch. Die Frage heißt: Was ist mir meine Entscheidung wert? Wozu verpflichte ich mich freiwillig? Und was möchte ich nicht mehr tun? Das bedeutet für mich erwachsen zu sein oder zu werden. (…)
Oder, wie es der Psychotherapeut Bernd Ulrich Hohmann provokativ nennt: „Schluss mit dem Genöle, der Frauenkrankheit überhaupt.“
Die beste Medizin dagegen sind die Worte „Ich möchte“. Wenn wir werden wollen, die wir sind, dann gehören Entscheidungen dazu, Erwartungen an das Leben, Durchsetzungsstärke. (…)
Egal, wofür wir uns entscheiden, wir bestimmen, was wir tun. Wir geben uns die Erlaubnis dazu. Wir nehmen uns das Recht. Wir stellen Forderungen.“

aus: Sabine Asgodom, „Lebe wild und unersättlich! 10 Freiheiten für Frauen, die mehr vom Leben wollen“, Kösel Verlag

 

IMG_5540_v1

aufmerksam, kreativ

Unikate: Herrschaftliche Kissen in warmen Orangetönen

 

Die Stoffe der großzügig geschnittenen Kissen stammen von meinem präferierten Raumausstatter und passen ganz wunderbar auf meine Teak-Bank im Wohnzimmer, auf der ein (ebenfalls selbstgenähtes) rotes Polster liegt. Die Farben erscheinen momentan etwas herbstlich, besonders in Kombination mit den Kiefernzapfen… In meiner Wohnung ergänzen die Farbtöne sehr schön das großformatige Foto des Schloss‘ Moritzburg, das an der Wand darüber hängt.

Ähnliche Kissen fertige ich gern auf Wunsch an, vergleichbare Stoffe (auch in anderen Farbtönen) habe ich vorrätig.