aufmerksam, kreativ

Kreatives Schreiben mit SeniorInnen: Versehentlich wurden wir philosophisch….

Für meine SeniorInnen fertigte ich eine bunte Serie Inspirationskarten an, die beispielhafte Wünsche für das vor uns liegende Jahr präsentieren. Die Wünsche kommen aus meinem Herzen, sind aber bewusst universell genug gehalten, damit sie zu eigenen Gedanken anregen.
Ich verteilte die Karten als Abschiedsgeschenk nach meinem Achtsamkeits-Nachmittag sowie im Rahmen der Gruppe „Kreatives Schreiben“, wo ich sie als Teil des Aufwärmprogramms einsetzte. Tatsächlich legten die Damen fröhlich los, und zu meiner Überraschung kamen durchaus philosophische Ideen dabei heraus. In diesem Kontext hatte ich gar nicht bewusst darauf abgezielt, auch wenn der inhaltliche Anstoß natürlich indirekt dazu einlud. Wer die Idee aufnehmen möchte, kann als zusätzliche Hilfestellung eine Zweiteilung vornehmen: In vielen Köpfen herrscht das innere Vorurteil „Das schaffe ich sowieso nicht mehr“, sodass automatisch der Rückblick in die persönliche Biografie als Grundlage verwendet wird. Stattdessen können zwei Spalten angelegt werden, eine überschrieben mit „Realistische Wünsche“ und eine zweite mit dem Titel „Fantastische Wünsche“. Dann können sich die SeniorInnen mit alltagsnahen Wünschen warmlaufen und finden hoffentlich den Mut, auch scheinbar utopische Sehnsüchte festzuhalten.

Anschließend laden wir dazu ein, ausgewählte Wünsche mit der Gruppe zu teilen, wer mag. Oft stellen einzelne nur einen oder zwei Wünsche vor, aber mitgerissen von der positiven Gruppendynamik verraten viele dann doch mehr, als sie ursprünglich planten. So kann ein wertschätzender Raum entstehen, um auch größere Träume mit den anderen zu teilen. Gemeinsam kann die Runde überlegen, ob einzelne Ideen doch vielleicht umsetzbar wären – und wie. So erleben sich alle als Wunscherfüller, was ein kraftvolles und sehr erhebendes Gefühl besonders für hochaltrige Menschen sein kann.

Mehr Ideen teile ich in meinem Praxisbuch „Schatzkiste Schreibspiele“ sowie in Kürze im neuen Band „Die großen Fragen des Lebens stellen. Achtsamkeit und Spiritualität in der Sozialen Betreuung“.
Kostenlose Anregungen zur Aktivierung in Senioreneinrichtungen teile ich auf meiner Website Schatzkiste Seniorenbetreuung.

aufmerksam, kreativ

Bunter Beerengarten: Anleitung für üppige Grußkarten

Als Zugabe zum Gewinnspiel meines neuen Buchs „Wo die Freude wohnt“ fertigte ich Grußkarten an, die das Garten-Kapitel schön illustrieren. Wer ein handgefertigtes Exemplar der Karten erhalten möchte, sollte bei der Verlosung teilnehmen.
Wer lieber selbst kreativ wird, braucht nur meiner Schritt-für-Schritt-Anleitung zu folgen, um einen eigenen Gartengruß zu kreieren!
Wir benötigen Aquarellpapier, farbige Pappe, Tusche / Aquarellkasten, Stempel mit Zweigen, Blättern und Beeren, bunte Stempelkissen, Klebe.

Zu Beginn wird ein Bogen Aquarellpapier komplett befeuchtet und sanft mit hellen Grüntönen eingefärbt, anschließend trocknen gelassen.
Danach schneiden wir ein Quadrat (hier von 14 x 14cm) zu und stempeln von allen vier Ecken leicht versetzt Zweige und Farn hinein. So wächst die Vegetation optisch von außen zur Kartenmitte.

Nach dem selben Prinzip stempeln wir danach von allen vier Seiten weitere Blätter und Beerenranken auf die Karte, sodass es wirkt, als seien die Ränder ganz zugewachsen. Hellgrüne Elemente verschwimmen fast mit dem Hintergrund und schaffen eine schöne Verbindung.

Mit weiteren Farben stempeln wir Beeren, entweder direkt auf die Karte (wie hier die Blaubeeren) oder auf bunte Pappe, die wir anschließend zuschneiden und als Akzent aufkleben. Dann befestigen wir das Quadrat mit Klebe auf eine Doppelkarte mit den Maßen 15 x 15cm, die wir aus farblich passender Pappe anfertigen. So entsteht rund um das Motiv ein schöner Rand als Rahmen.
Wer mag, setzt noch einen Gruß in die Mitte – ich lasse die Karte bewusst natürlich, damit der wilde und bunte Gartencharakter Luft zum Atmen und Wirken hat.

Wer nun Lust hat, den verwunschenen Garten und seine Botschaft näher kennenzulernen, kann hier in zwei Probekapitel des Mitmach-Buchs „Wo die Freude wohnt“ hineinlesen.

aufmerksam, feminin, glaubhaft, kreativ, Presse

Verlosung: Gewinne dein Exemplar des Buchs „Wo die Freude wohnt“

Willkommen zu meinem vierten Buch, das heute im Buchhandel ankommt und von dem ich fünf Exemplare an alle Interessierten verlose!

„Wo die Freude wohnt“ lädt dich ein, deine Beziehung zu Gott auf kreative, ermutigende Weise zu vertiefen und neu die Lebenslust mit deinem Glauben zu verbinden. Du erhälst den Schlüssel zur „Villa der Freude“ und darfst die verschiedenen Botschaften der Räume entdecken:


Im Labor stellst du die Grundausstattung für ein fröhliches und zugleich tiefgehendes Leben zusammen. Im Garten lässt du alte Verpflichtungen und Zwänge hinter dir und erforschst, wie Neues, Heilsames wachsen kann. In der Bibliothek warten Gottes Versprechen auf dich und ich möchte dir Lust auf’s Bibellesen machen. Im Schaukelstuhl auf der Veranda wirst du getröstet und gehalten. In der Schatzkiste warten Goldklumpen für verschiedene Lebensbereich auf dich – du bist reich und mit allem ausgestattet, was du für einen erfüllenden Alltag brauchst!

Beim Festmahl begrüßt Gott ganz speziell dich als Ehrengast und möchte alles, was dich davon abhält, dein ganzes Vertrauen auf ihn zu setzen, endgültig entmachten. Am Lagerfeuer berührt dich der Heilige Geist und fängt deine Tiefpunkte auf. Im Wintergarten entdeckst du Raum für Bewegung und besonders kraftvolle, dynamische Gebete. Auf dem Dachboden lässt du deine Sorgen los und unter dem Baum am Wasser denkst du neu über deine Beziehungen nach. Im Wohnzimmer findest du Heimat und im leeren Zimmer entwickelst du ganz neue Perspektiven für deine Lebensträume.
Im Badezimmer erhälst du die Möglichkeit, dich mit deinem Körper zu versöhnen und in der Küche setzt du dich mit Freuden und Spannungen von familiären Beziehungen auseinander. Auf dem Parkplatz löst du alte Blockaden und lässt Ängste los, während ausgerechnet im Arbeitszimmer ein Spiel-und-Spaß-Paradies auf dich wartet.

Jedes Kapitel bietet Raum zum Notieren, schenkt Tipps zum Ausprobieren und Anregungen zum Nachdenken und Beten.
All meine Impulse sind natürlich kein Garant für ein märchenhaftes „und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende“. Meine Gedanken und Tipps möchten dir eine Tür öffnen, wie du selbst deinen Alltag bunter, lustvoller, vertrauensvoller auf Gott hin gestalten kannst.
Das kreative Mit-mach-Buch ist im Neukirchener Verlag erschienen und für 16,00 Euro im Buchhandel erhältlich.
Eine Vorschau kannst du dir hier ansehen: Vorschau „Wo die Freude wohnt“
Die Illustrationen stammen von Miriam Gamper-Brühl.

Der Neukirchener Verlag stellt fünf Exemplare für eine Verlosung zur Verfügung. Schicke mir über das untenstehende Kontaktformular deine Mailadresse, um am Gewinnspiel teilzunehmen. Pro Person, Haushalt und Familie kann ein Mal teilgenommen werden.
Als zusätzlichen Preis für das sechste Los verschenke ich drei exclusive handgefertige Grußkarten aus meiner eigenen Werkstatt: Sie beziehen sich direkt auf den Inhalt des Buchs, es gibt jeweils eine Karte zum Kapitel „Garten“, „Küche“ und „Parkplatz“.

Der Einsendeschluss ist am Valentinstag, den 14. Februar 2022 um 19:00 Uhr. So kannst du dich selbst mit einer Liebesbotschaft Gottes beschenken – ich wünsche dir viel Glück bei der Teilnahme!
Aus allen MitspielerInnen entscheidet per Zufall das Los. Die sechs ausgelosten Personen werden per Mail von mir angeschrieben und um ihre Postadresse gebeten, der Versand der Bücher erfolgt über den Neukirchener Verlag. Anschließend veröffentliche ich die GewinnerInnen mit Vornamen (ohne weitere Details) hier auf dem Blog. Nach Erhalt der Bücher werden alle Adressen umgehend gelöscht.

    aufmerksam, kreativ

    Winterausstellung: Über das Leben der Tomte, den schwedischen Weihnachtswichteln

    In der Senioren-Residenz bin ich, neben diversen anderen Arbeitsbereichen wie Veranstaltungsorganisation, Ehrenamtskoordination und Pressearbeit, auch für die Ausstellungsfläche im Erdgeschoss zuständig. Von der Lobby am Restaurant entlang bis zum Wintergarten kuratiere ich Ausstellungen im öffentlichen Bereich. Da es seit zwei Jahren, coronabedingt, keine externen KünstlerInnen gibt, die bei uns ausstellen wollen (weil sie einerseits weder Vernissagen noch Finissagen mit Publikum aus dem Stadtteil veranstalten dürfen und andererseits natürlich die KäuferInnen fehlen), hühnere ich mit diversen internen Lösungen herum. Zuletzt stellte eine Bewohnerin ihre Quilts aus, zu Weihnachten musste aber eine andere Lösung her.

    Das Grundproblem waren die fehlenden Bilderrahmen, aufgrund von Lieferengpässen in den umliegenden Baumärkten. Seit sechs Monaten bekam ich keinen einzigen Bilderrahmen angeschafft. Also bestellte ich auf gut Glück zehn Drucke von schwedischen Tomte, das sind Wichtel, die besonders in skandinavischen Weihnachtsgeschichten auftauchen. Und bat Gott, mir irgendeine Lösung zu schenken, damit ich am Ende genug Bilderrahmen im Haus auftreiben konnte.
    Und siehe da: Aus allen möglichen Ecken zog ich Bilderrahmen oder hängte im Restaurant welche ab (um stattdessen festliche Kränze als Ersatz zu montieren). Außerdem schnappte ich mir eine überzählige Pinnwand und nähte einen Wandbehang, der am Beginn der Ausstellung Informationen über die Tomte liefert.

    Die hässlichen Bilderhaken der Bilderleiste verdeckte ich mit Tannengrün, das nach wenigen Tagen bereits reichlich trocken und deprimiert aussah. Wie gut, dass ich einen Teil der Bilder mit Plastikzweigen ausstatten konnte, sie wirken alle mal „saftiger“ als ihre natürlichen Kollegen.

    Für die Pinnwand gestaltete ich eine bunte Collage, die ich innerhalb einer Viertelstunde zusammen ballerte, da mir jegliche Zeit für sorgfältige, künstlerische Projekte fehlt. Leider, aber es nützt ja nichts. Passend zu meinem „Lichternachmittag in Skandinavien“, wo ich Weihnachtsbräuche vorstellte und die Bibliothek mit vielen Kerzen erhellte, nahm ich noch einmal Bezug zum Thema:
    So fragte ich im Rahmen der Collage nach dem Julbock und anderen Traditionen im hohen Norden.

    Außerdem klebte ich auf die Schnelle ein Bild mit Silberfolie, die als Spiegel dienen soll:
    Hier können die SeniorInnen auf dem Weg zum Mittagessen selbst zu Tomte werden, wenn sie sich vor die stilisierten Gesichter stellen und in der Folie spiegeln. Mit Maske im Gesicht ist leider relativ wenig zu erkennen, aber theoretisch können so alle mit roter Mütze und Wattebart zum Wichtel werden.
    Dafür, dass ich weder materielle noch zeitliche Ressourcen für dieses Extraprojekt hatte, bin ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis, und die SeniorInnen geben ausgesprochen positive Rückmeldungen.

    aufmerksam

    Ergebnis der Verlosung des „Teamkalender Pflege und Betreuung“ 2022

    Jippie, die fünf finalen Gewinnerinnen des „Teamkalender für Pflege und Betreuung 2022“ stehen fest!
    Mein erstes Gewinnspiel hat mir total viel Spaß gemacht – zu sehen, aus welchen Ecken der Republik sich Interessierte melden, dass es auch eine ganze Reihe teilnehmende Männer gab und überhaupt die Neugier, den Kalender kennenlernen zu wollen! So macht die Arbeit als Autorin zufrieden!
    Am Ende habe ich 61 Mails erhalten, dabei war bei der Schlusskontrolle eine doppelt.
    Vielen Dank also erstmal an alle, die teilgenommen haben, es war mir eine Freude!

    Die Gewinnerinnen sind, wie versprochen zum Datenschutz nur mit Vornamen und Bundesland:
    Simone R. aus Hessen
    Rebecca L. aus Hessen
    Christina W. aus Mecklenburg-Vorpommern
    Catharina W. aus Rheinland-Pfalz
    Daniela V. aus Nordrhein-Westfalen

    Die Losungen wurden per Zufall computergeneriert.
    Die Adressen der Gewinnerinnen schicke ich an den Verlag Vincentz Network, der sich um den Versand der Kalender kümmert.

    Für alle, die leider kein Glück hatten:
    Für den harten und anhaltenden Einsatz sämtlicher Angestellten in der Seniorenpflege und -betreuung sowie die zusätzlich extrem stressigen zwei Jahre mit Corona haben wir uns alle von der Führungsetage einen Bonus verdient – wie immer er aussehen mag! Geschenke an MitarbeiterInnen kann man sogar steuerlich absetzen, liebe Chefinnen und Chefs.
    Den großformatigen, ermutigenden Kalender für gute Laune im Dienstzimmer gibt es ab 10 bestellten Exemplaren mit attraktiven Staffelpreisen, der Verlag schickt die Kalender sogar portofrei!
    Nur bestellen braucht man noch selbst!

    aufmerksam, feminin, glaubhaft, kreativ

    Adventsstress und Adventsfreuden

    Nach einem überstandenen Corona-Ausbruch in der Senioren-Residenz gehen wir Betreuerinnen endgültig auf dem Zahnfleisch, während gleichzeitig diverse Maßnahmen von unserer Abteilung organisiert werden müssen, unter (wieder einmal) geänderten Bedingungen das gesellschaftliche Leben der BewohnerInnen zu gestalten. Weihnachtsüberraschungen und Treffen, wohin das Auge blickt, verbunden mit der bangen Frage, was davon tatsächlich wie stattfinden darf.

    Parallel wurden die Tannenbäume zu spät bestellt und mit fünf bzw. sieben Tagen Verspätung aufgestellt, was einen guten Teil meines November- und Dezemberplans ins Trudeln bringt. Die Tanne in der Lobby ist so groß, dass der obere Teil in fünf Metern Höhe mit Hilfe eines Besens von der Haustechnik dekoriert und in drei Metern Höhe von mir geschmückt wurde, während darunter vier Damen wuselten, die alle erreichbaren Zweige vom Boden aus behängten. Das Ergebnis ist entsprechend….. nun ja. Die Hanseatin weiß, wann es Zeit ist, Contenance zu wahren und zu schweigen. Und die Realität ist doch positiver als der Eindruck, den Fotos vermitteln können, also.
    Gebacken, gebastelt, vorgelesen wird natürlich auch, leider ohne Gesang, Getränke und Geschnoope (so heißt der Verzehr von Süßigkeiten im Norden). Ich liebe die Organisation und Durchführung der Veranstaltungen, selbst mit Testpflicht, Maskenpflicht, Einzeltischpflicht – aber sie sind auch immens anstrengend.
    An meinen freien Tagen bastle ich seit über zwei Monaten nicht nur massenweise Grußkarten für meinen weihnachtlichen Verkaufsstand, sondern auch für meine Kolleginnen in den Verlagen, Freundinnen und Verwandschaft. Das ist wesentlich aufwendiger und anstrengender, als die Beschenkten ahnen können…. Heute bin ich endlich damit zur Post gestapft, sodass der weitere Advent hoffentlich zu einem Großteil mir gehört!
    Umso mehr genieße ich meine drei Adventskalender:
    Den Tee-Adventskalender für meinen morgendlichen Tee, den Bilderkalender mit den nostalgischen kleinen Türchen wie in meiner Kindheit und natürlich den „Anderen Advent“ mit seinen guten Impulsen (den ich gestern gerade an „meine“ Ehrenamtlichen verschickt habe). Zusammen mit meiner täglichen Andacht und den „Losungen“ am Morgen fahre ich sehr gut präpariert im inneren Frieden auf die Arbeit. Die Frage ist dann immer, wie lange der innere Frieden so anhält…. aber Gott kann ja auch den Tag über für Nachfüllung sorgen…

     

    In der Residenz hängt endlich meine Ausstellung über schwedische Tomte, das sind Wichtel, die in den Scheunen, Ställen und Werkstätten leben. Da ich seit Monaten versuche, Bilderrahmen zu bestellen oder im Baumarkt abzuholen, aber nichts gelingt, gab ich die Verantwortung an Gott ab: „Jesus, du weißt, dass ich den SeniorInnen gern eine schöne, weihnachtliche Ausstellung präsentieren möchte. Ich bin ja kreativ und finde für alles eine Lösung, aber ganz ohne Bilderrahmen geht es nicht. Bitte, schenke du mir Bilderrahmen.“
    Was soll ich sagen: Inzwischen hängen alle Bilder in Rahmen, die ich im ganzen Haus zusammenstoppelte. Mehr berichte ich später dazu…
    Eins der skandinavischen Poster, die ich in meiner Freizeit online in den Kleinanzeigen aufstöberte, behielt ich für mich und hängte es in die Küche. Zusammen mit den ersten Amaryllis dieses Jahr – Blumen schenken mir einfach immer Freude!

    Noch beim Tannenbaum-schmücken brachte mir eine Seniorin vom Einkauf ein paar Pralinen in einer Sternenverpackung mit, die sie mir zusätzlich zu den Kugeln, die ich gerade hielt, in die Hand drückte, „weil Sie so viel Arbeit für uns erledigen“. Jedes Jahr verwende ich zu Hause dieselbe Weihnachtsdeko, dieses Mal aufgepeppt durch ein paar neue handbemalte Holzsterne, an denen ich mich intensiv erfreue. Auch Kleinigkeiten können einen wertvollen Unterschied machen! Da hoffe ich, dass die Adventsfreude den Adventsstress überwiegt…

    aufmerksam, glaubhaft

    Mein Leben als Autorin: Power ohne Pause

    Am Dienstag saßen wir in unserer Lektüregruppe zu einem Buch über das Thema „Beten“ zusammen und ich lud am Ende die anwesenden Frauen ein, mithilfe der Verlosung meinen ermutigenden Wandkalender für PflegerInnen und BetreuerInnen an betroffene Frauen weiter zu verschenken. Plötzlich war es sehr still im Wohnzimmer der Gastgeberin, und meine Sitznachbarin meinte: „Ich wusste ja gar nicht… also, das kam nie so direkt rüber, du hast das nicht so gesagt…. aber, du schreibst ja richtig professionell!“ Eine andere meinte: „Ja, wenn du mal richtig Erfolg hast, können wir sagen, wir kannten sie damals schon – “ „-als sie ihre Bücher und Kalender noch an diejenigen, die sie am Nötigsten brauchten, verschenkt hat!“ lachte ich.

    Fakt ist, dass es ein wahr gewordener Lebenstraum ist, als Autorin zu arbeiten.
    Fakt ist aber auch, dass ich das abends, am Wochenende und an freien Tagen tue und mein dadurch erzieltes Einkommen bisher seeeehr übersichtlich ist. Professionell zu schreiben ist, wie so viele Leidenschaften im Leben, super zeitintensiv, aber nicht lukrativ.
    Insbesondere, da ich ja nicht nur Manuskripte schreibe und überarbeite, sondern ständig Mails mit meinen Verlagen austausche. Parallel betreibe ich zwei extra Webseiten, um Interesse sowohl an meinem Konzept „Atemfreude“ als auch an meinen kostenlosen Arbeitsmaterialien für die Seniorenbetreuung zu wecken. Letztlich erhoffe ich mir natürlich, dass nach den kostenfreien Downloads der Fachfrauen meine Bücher gekauft werden. Ob das klappt, keine Ahnung – jedenfalls wollen auch zwei Webseiten (und dieser Blog) regelmäßig mit neuen Inhalten gefüttert werden.
    Das passiert ebenso unbezahlt wie die Pressearbeit zu meinen Produkten, die Aufnahme von Videos zur Buchvorstellung für den Buchhandel, das Versenden von Rezensionsexemplaren an Fachleute und 38.000 andere „kleine“ Tätigkeiten, die in Summe wahnsinnig viel Zeit fressen.
    Auch, wenn ich mit den Verlagsleuten echt gern maile oder am Telefon schnacke und wir miteinander eine gute Zusammenarbeit pflegen – die Nachrichten wollen alle zeitnah beantwortet werden und meine Rückmeldung muss immer sinnvoll und kompetent sein: Nichts, was ich mal eben im Halbschlaf tue.

    Seit ich im Urlaub in Rothéneuf/Saint Malo den Auftakt für mein erstes Fachbuch schrieb, hat sich natürlich meine Arbeitsweise gewandelt. Wer mich heute etwas naiv fragt: „Schreibst du mal wieder ein Buch?“ bekommt unter Garantie die Antwort „Ich schreibe immer ein Buch, die Frage ist nur, welches und wie viele parallel!“
    Meist sind es übrigens zwei Manuskripte gleichzeitig, oder ein frisch begonnenes Manuskript und die Überarbeitung eines fast fertigen Buchs, das kurz vor der finalen Abgabe an den Verlag steht.
    Während ich früher immer sehr konzeptionell und sachlich an meine Buchprojekte ging, erlebte ich es im Februar diesen Jahres das erste Mal, dass Gott mir aus heiterem Himmel ein Thema vor die Füße warf: Freude. Eigentlich war ich vertraglich verpflichtet, ein anderes Buch zu schreiben, dessen Grundstruktur bereits mehrfach überarbeitet worden war. Stattdessen floss, wie ferngesteuert, in nur wenigen Tagen das Glaubensbuch „Wo die Freude wohnt“ in die Tastatur. War ich bisher eine sehr strukturierte, auf die Methodik fokussierte Autorin, erlebte ich es zum ersten Mal, dass „die Muse“ das Ruder übernahm. Oder, in meinem Fall: Der Heilige Geist, denn das, was wie im Rausch und ohne eine Pause aus meinen Fingern floss, war eine göttliche Botschaft an mich und meine Mitmenschen.
    Und während das Buch sich jetzt gerade im Druck befindet, ergriff es mich am vorletzten Tag im Urlaub auf der Nordseeinsel wieder und plötzlich hatte ich den Anfang eines neuen Fadens in der Hand: Band zwei entrollte sich wie von Zauberhand vor meinen Augen. Nur blöd, dass es dafür eigentlich zu früh ist: Kein Verlag möchte einen zweiten Teil haben, solange das ursprüngliche Buch noch nicht einmal im Verkauf ist, geschweigedenn die Umsatzzahlen eintreffen. Aber Gott weiß es besser, wie ich in den letzten 37 Jahren gelernt habe, und so schreibe ich einfach. Mit dem Segen des Verlags, der es zwar reichlich früh findet, aber dem Gedanken gegenüber dennoch offen ist.
    Als ich so vor drei Wochen mit dem kleinen Tablet in der Hand in der Ferienwohnung saß, meinte mein Mann: „Was schreibst du denn für eine lange Mail?“ Ich antwortete: „Das wird ein neues Buch.“ Er, völlig unberührt: „Ach so.“

    Inzwischen ist es praktisch unmöglich, Freundinnen und Verwandten zu schildern, welches Manuskript ich gerade angefangen, beendet, überarbeitet oder als finales Produkt im Buchhandel habe. Absolut niemand hat den Überblick, außer mir selbst. Über die Artikel für Fachmagazine rede ich schon gar nicht mehr, das würde die Konfusion ins Unendliche steigern. Es reicht völlig, wenn ich zwischendurch als Rednerin auf einer Messe auftrete, als Jurorin für einen Wettbewerb teilnehme oder „auf die Schnelle“ einen kompletten Kalender konzipiere.

    Kurz: Ja, ich liebe mein Leben als Autorin, das parallel zu meinem Beruf stattfindet.
    Nein, wirklich frei habe ich quasi nie.

    aufmerksam, Presse

    Presse: Teamkalender für PflegerInnen und BetreuerInnen im Niendorfer Wochenblatt

    Im Niendorfer Wochenblatt erschien ein Artikel über den Teamkalender 2022 für Seniorenpflege und -betreuung. Darin stelle ich das psychische Wohlbefinden von sozial engagierten MitarbeiterInnen in den Fokus. Jeder Monat steht unter einem Motto, das durch ein ausdrucksstarkes Motiv und einen kraftvollen Text erlebbar wird. Zusätzlich biete ich einen thematisch passenden Praxistipp zur Anwendung mit den SeniorInnen an.
    Wer sich für den Artikel über den großformatigen Wandkalender interessiert, kann ihn hier herunterladen: Kalender 2022 Wochenblatt Niendorf

    Alle Senioren- und KrankenpflegerInnen, BetreuerInnen, PädagogInnen und ÄrztInnen, die sich einen ermutigenden Blickfang für das Dienstzimmer wünschen, können beim Gewinnspiel mitmachen: Ich verlose 5 Exemplare des Teamkalenders, dazu reicht eine Mail an mail@wisperwisper.de
    Im Verkauf kostet er maximal 19,90 Euro, ab 10 Exemplaren bietet der Verlag Vincentz Network günstige Staffelpreise an.

    aufmerksam

    Weihnachten kommt schneller, als man denkt: Arbeitsblätter, Spiele und Andachten für SeniorInnen

    Auf meiner Website Schatzkiste Seniorenbetreuung präsentiere ich kostenlos diverse Arbeitsblätter, Liedersammlungen, Stundenkonzepte und Gottesdienst-Abläufe zum Herunterladen. Heute habe ich alle bisher veröffentlichten Arbeitsmaterialien für Gruppenstunden und Einzelbetreuungen, die thematisch zu Advent und Weihnachten passen, in einer Sammlung zusammengestellt:
    Der Winter-Weihnachts-Fundus mit meinen Anregungen für die Gruppenleitung ebenso wie Übungen und Spiele, die direkt ausgedruckt und an die SeniorInnen verteilt werden. Sie eignen sich für gemütliche Runden ebenso wie zum Veröffentlichen in der internen Hauszeitung – damit möchte ich KollegInnen die Arbeit erleichtern, die meine eigenen Konzepte sinnvoll weiterverwenden können. Eine kommerzielle Nutzung schließe ich dabei ausdrücklich aus, alle Rechte bleiben bei mir.

    kreativ, Presse

    Presse: Fachartikel zum Kreativen Schreiben mit SeniorInnen

    In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift für die Seniorenbetreuung, „Aktivieren“, erschien ein vierseitiger Artikel zum Thema „Kreatives Schreiben“ von mir.
    Darin stelle ich einfache Möglichkeiten vor, wie SeniorInnen ihre Freude am Formulieren und Fabulieren entdecken. In meinen Schreibstunden ist alles erlaubt, auch Kritzeln, Comics malen, Cluster bilden oder sich mit Stichworten zufrieden geben. Schließlich sind die Grundvoraussetzungen ganz verschieden, auch Personen mit Konzentrationsschwierigkeiten oder Sprachstörungen nach einem Schlaganfall nehmen teil.
    Besonders wichtig ist für mich als Kursleitung dabei, die Gruppe „gründlich zu enthemmen“. Bevor wir das erste Mal mit einem Blatt Papier konfrontiert werden, vergehen mindestens fünfzehn Minuten mit Aufwärmspielen und Assoziationsübungen. Erst nach einer halben Stunde sitzen wir tatsächlich am Text, vorher lade ich zu Wortspielen, Themensammlungen an der Flipchart oder kleinen Gedichten ein.

    Ich bin immer wieder überrascht, wie unterschiedlich die „Werke“ der Teilnehmenden sind: Aus einer einzigen Aufgabe entstehen ganz vielfältige Texte, Ideensammlungen und Skizzen.
    Wer 43 Übungen und Schreibspiele zum kreativen Schreiben mit hochaltrigen Menschen ausprobieren möchte, findet die Sammlung meiner besten Schreibaufgaben im Praxisbuch „Schatzkiste Schreibspiele“.
    Bei Bedarf sende ich auch gern ein Rezensionsexemplar zu.