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Grüße basteln: Die einfachsten Herbstkarten der Welt

Während draußen der Regen an die Fenster pladdert, nach dem sich alle GärtnerInnen in den vergangenen Monaten verzehrt haben, muckeln wir uns drinnen ein und basteln:
Mit dem nächsten Lockdown vor der Nase ist der Herbst die ideale Saison, um mal wieder schöne Kartengrüße zu gestalten. Sie sind so einfach, dass von der Dreijährigen bis zur demenziell veränderten Uroma wirklich alle mitmachen können.

Benötigt werden lediglich zwei Papierstanzen mit den Motiven „Ahornblatt“ und Eichenblatt“ (kleiner Tipp: Kommen auch per Post ins Haus). Als Basis verwenden wir entweder Blankokarten oder einfarbige Pappe, die in Rechtecke oder Quadrate geschnitten wird. Nun suchen wir uns noch sämtliche Papierreste der letzten zwanzig Jahre zusammen und los geht’s:
Mit dem Klebestift malen wir einen Kreis auf die Karte, kleben die bunten Blätter in Form eines Kranzes darauf und gehen damit direkt in Serienproduktion, weil es so simpel ist.
Wer ebenfalls silberfarbene Blätter aus der allerstärksten Pappe stanzen möchte, ohne sie für horrende Summen im Bastelladen zu besorgen: Einfach eine Packung Schokoküsse vernichten und danach zerschneiden…


Wenn auch die Wohnung noch auf den Herbst einstimmen werden soll: Hier habe ich weitere Ideen zum Basteln vorgestellt.
Wer ein Gesteck mit Astern und Äpfeln anfertigen möchte, findet hier die Anleitung. Dazu gibt es den passenden Tischschmuck aus Naturmaterial: Wilden Äpfelchen und Ahornblättern.
Mit wilden Äpfeln kann auch Papier bedruckt werden, um zu einem Herbst-Brunch einzuladen.

Gäste & Feste, kreativ

Kostengünstige Ideen zur Dekoration von herbstlichen Festen

Deko ErntedankFür die Kirchengemeinde stellte sich wieder einmal die Herausforderung, eine möglichst schöne Dekoration für möglichst wenig Geld zu entwerfen.
So entschied ich mich, die Blumentöpfe, die mir gehören und regelmäßig verliehen werden, mit Kiefernzapfen zu füllen. Ursprünglich wollte ich die Zapfen auf dem Friedhof sammeln, was eine Reihe Stunden gebraucht hätte. Kaum auf dem Friedhof angekommen, traf ich eine ältere Dame, mit der ich ins Gespräch kam und die mir frei Haus mehr Zapfen anbot, als ich tragen konnte (Hier habe ich davon erzählt). So klappte das Suchen und Sammeln viel schneller als gedacht, womit die Basis vorhanden war.
Die Pilze habe ich bereits vor einigen Jahren farbig gestaltet, so brauchte ich nur in meinen Fundus zu greifen. Zwei Packungen mit künstlichen Blättern entdeckte ich bei Depot und Tedi, die hochwertig aussahen und zum Verarbeiten einluden. Während ich mich von France2 unterhalten ließ, präparierte ich alle Blätter einzeln mit Draht, um sie anschließend über den Arrangements „schweben“ zu lassen. Damit sie zwischen den Zapfen halten, bog ich unten jeweils eine kleine Schlaufe aus Draht, die sich zwischen den Zapfen im Blumentof verhakt und stabilisiert.
Eine Packung Äpfelchen sowie eine Kürbis-Mischung fanden sich außerdem in meiner „Herbst-Kreativ-Kiste“, sodass für wenig Geld Dekorationen entstanden, die uns bis zum Advent im Gemeindesaal begleiten.
Außerdem nähte ich jede Menge Tischdecken aus diversen Stoffen in Braun- und Orangetönen und baute damit meine riesige Stoffsammlung etwas ab. Da ich nirgends Belege habe, wann ich was aus meinem Fundus für wie viel Geld kaufte, darf sich die Kirche über eine wunderbare „Deko-Spende“ freuen…

Detail Deko Erntedank

Verlinkt mit CreaDienstag, HandmadeOnTuesday, DienstagsDinge und Meertje.

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Blüten, Wärme, Herbstlaub, Lichter. Willkommen!

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In warmen Farben schmückte ich den Tisch für den Frauen-Gebetskreis. Das Geweih von der deutschen Wildtier-Stiftung ist wieder dabei, endlich hat es seinen ersten Auftritt in diesem Jahr. Es bildet das Zentrum der Tafel und wird von kleinen Blumengestecken flankiert.

 

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Auf jedem Teller wartet eine Glasschüssel im Blätterkranz. Die Servietten habe ich ganz schlicht zusammengelegt und mit einer Brezel dekoriert.

 

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Am Tischende kommen die herbstlichen Blüten voll zur Geltung und rahmen eine Cloche ein, die gelb verfärbte Eichenzweige enthält.

 

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Fundstücke wie Esskastanien und Lärchenzapfen sind locker verstreut auf der Tafel zu entdecken. Die Kissen auf der Teakbank sind wie immer mit selbstgenähten, farblich passenden Hüllen bezogen.

 

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Neben der Tischlampe setzen Heide und Astern farblich kühle Akzente in Violettnuancen. Damit die Kerzen den Blumensträußen keine Konkurrenz machen, wurden sie an das hintere Tischende verlegt. In Glaskelchen habe ich Moos arrangiert und darauf Stumpenkerzen gesetzt, um den schrägen Boden des Glases auszugleichen.

Meeting with some ladies to pray, I arranged a tablesetting with flowers, antlers and finds from the wood. The warm colours and candles shine welcoming. Every plate got a wreath of leaves that appears like a crown. In a southern region of germany called „Bayern“, people like to drink beer, eat sausages and pretzels. They celebrate once a year „Oktoberfest“ and thousands get drunk. Not so charming, but the pretzels are a nice piece of decoration in autumn, although I live in the north of Germany and hate „Oktoberfest“.

Blumen und kreative Ideen sind auch bei FloralFridayFoto, Holunderblütchen, CreaDienstag, Crealopee,und Maleviks Rosengarten zu bewundern.

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Strauß vom Abendspaziergang

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Auf dem Rückweg nach Hause fuhr ich einen ausgedehnten Schlenker und sammelte im Wald und auf der Wiese viele Blüten und Zweige. Daraus gestaltete ich einen wild wuchernden Strauß. Er wirkt, als hätte ich beide Hände geöffnet und alles mitgenommen, was sich zwischen meinen Fingern verfing.

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Knoblauchsrauke, Butterblumen, Taubnessel in Weiß und Violett, Ahorntriebe, Ebereschenzweige, Vergissmeinnicht, Wiesenschaumkraut, Giersch und Zweige, die ich noch nachschlagen möchte.

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Von allen Seiten wirkt der Strauß anders: Manchmal mit mehr Laub und dunkleren Farben, manchmal mit mehr gelben Tupfern.

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Und manchmal haben die Beteiligten ihren eigenen Plan, wohin es sie zieht…

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Holunderblütchen ist wieder das Zentrum der gesammelten Sträuße.

aufmerksam, kreativ

Grün. Mit einem Hauch von Grün.

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Angesichts des knallbunten Blütenreigens frisch aus dem Gewächshaus, der von der Floristin bis zum Discounter lockt, wirkt der einfarbige Strauß aus immergrünen Sträuchern und Ranken derzeit sehr ungewöhnlich.
Ich aber genieße den herben Duft und bewundere die Struktur der einzelnen Gehölze und ihre differenzierten Farbschattierungen: Auch ein monochromer Strauß ist nicht einfach „nur grün“.

 

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Besonders die panaschierten Blätter haben es mir angetan, eine ähnliche Pflanze habe ich vor über fünfzehn Jahren schon einmal bei mir auf dem Fensterbrett gepflegt.

 

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Floristische Kreationen gibt es freitags immer bei Holunderblütchen.

aufmerksam

Poesie


L’automne

Salut! Bois couronnés d’un reste de verdure!
Feulliages jaunissants sur les gazons épars!
Salut, derniers beaux jours! Le deuil de la nature
Convient à la douleur et plaît à mes regards!

Je suis d’un pas revêur le sentier solitaire,
J’aime à revoir encor, pour la dernière fois,
Ce soleil pâlissant, dont la faible lumière
Perce à peine à mes pieds l’obscurité des bois!

(…)


Der Herbst

Salut! Wälder, die mit einem Rest Grün bedeckt sind!
Vergilbtes Laub auf den zerstreuten Rasenflächen!
Salut, letzte schöne Tage! Die Trauer der Natur
Passt zu dem Schmerz und gefällt meinen Blicken!

Ich folge verträumten Schrittes dem einsamen Pfad,
Ich mag zum letzten Mal noch sehen
Die erblassende Sonne, deren schwaches Licht
Die Dunkelheit der Wälder zu meinen Füßen kaum durchbricht!
(…)

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Alphonse de Lamartine (1790-1869), französischer Dichter
aus: Langenscheidt Sprachkalender Französisch 2010