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Tea-Time als Motto für eine Wanddekoration: Basteln mit Papierresten

Neulich berichtete ich von der Tea-Time bei mir zu Hause, hier zeigte ich die Tischdeko und hier teilte ich die Anleitung für Blumengestecke.
Heute möchte ich die Wanddeko dazu vorstellen: Für den mittigen Rahmen bastelte ich eine Collage aus alten Buchseiten und diversen Motivpapieren. Rundherum arrangierte ich diverse Schätze aus meinem Deko-Fundus, nur der bestickte Rahmen mit dem „Love“-Schriftzug ist neu.Auf der linken Seite hängt ein gerahmtes Foto, das ich in Bornholm vor fast zehn Jahren aufgenommen habe. Darunter eine Kirsche aus Porzellan, die das Rot der Feigen auf dem gerahmten Kalenderblatt unterstützt. Auf dem Kalenderblatt steht: „Hoffnung ist wie Zucker im Tee: auch wenn sie klein ist, versüßt sie alles.“
Der neue Stickrahmen, der mir zufällig beim Einkaufen in die Hände fiel, erinnerte mich sofort an englische Cottages und fügt sich perfekt ein: Rot, Pink und Blau werden von anderen Komponenten der Petersburger Hängung wieder aufgenommen.Auf der rechten Seite hängt ein Strohhut, den die Nachbarn loswerden wollten, zusammen mit einem Foto von Muscheln am Nordseestrand. Das bronzene Kreuz „Bleib sein Kind“ hält diesen Ort schon eine Weile als Stammplatz.

Für die Collage im leeren Holzrahmen suchte ich diverse Abbildungen von nostalgischen Teekannen, Zuckertöpfchen, Milchkännchen und Tässchen zusammen. Ich übertrug sie auf buntes Motivpapier, das ich farblich untereinander abstimmte. Da die alten Buchseiten (ich habe versehentlich Theodor Storms Novellen zerfetzt, hoffe bloß, dass die für Liebhaber*innen nichts wert waren) sind alle leicht gelblich: Entsprechend vermied ich Papiere, die weiße Hintergründe hatten. Als Dampf schnitt ich Herzen aus Papierresten aus und befestigte sie über der Tülle der Teekanne, um einen Übergang zu den Buchseiten zu schaffen.

 

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Bunte Bilderwand im Herbst

Vor längerer Zeit habe ich immer mal unsere Bilderwand im Wohnzimmer gezeigt, heute möchte ich darauf zurück kommen:
Ich nahm einen wunderschönen Bildband in einem offenen Bücherschrank mit und trennte die hübschesten Seiten heraus, um sie zu rahmen.
Beim Aufräumen meiner diversen Poster und Gemälde stolperte ich über die Collage im zentralen Rahmen: Ich fertigte sie vor einigen Jahren in meinem ersten Bildungsurlaub an, als ich mit meinen aktuellen Aufgaben fertig war und mich bis zur nächsten Pause „frei beschäftigen“ durfte (-: Da es eine wunderbare Tonne voller spannender Papiere gab und ich noch jede Menge Rot- und Gelbtöne auf der Palette hatte, matschte ich sehr lustvoll alles zusammen. Als ich die Collage wieder entdeckte, machte mir der erste Blick darauf solche Freude, dass ich das Packpapier zurecht schnitt und direkt in den Rahmen klebte.

Die beiden braunen Glastropfen/-kugeln passen ganz wunderbar in den Herbst und lockern all die eckigen Linien der Bilderrahmen auf. Auch der barocke Rahmen, der schon ewig einen Stammplatz hat, fügt sich wie immer gut ein. Die handbemalte Schale mit dem goldfarbenen Streifen ist mein Liebling, seit ich sie kaufte, und das Arrangement drum herum muss sich ihr anpassen (-;

Passend zu den ländlichen Bildern aus dem Buch hängte ich mal wieder den Strohhut auf, und auch das Bronzekreuz „Bleib sein Kind“ harmoniert perfekt mit den italienischen Impressionen.

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Ich habe einen Vogel: Fröhliche Bilderwand gestalten

Bevor ich die Poster abhole, die als Fotos auf unserer Reise an die Nordsee entstanden sind, und die gesamte Salonhängung wieder umbaue, zeige ich die aktuelle Gestaltung der Bilderwand im Wohnzimmer: Hier piept’s nämlich!

Dazu verwendete ich die Titelseite des diesjährigen Programms des Filmfestivals in Hamburg, das einen Waldkauz im Friesennerz zeigt. Den Kauz schnitt ich aus und benutzte bunte Motivpappe in blau-weiß als Hintergrund. Gleich daneben hängt ein gehäkelter Eierwärmer in Eulenform, den ich mal über die Kleinanzeigen in Bayern entdeckte. Der verschnörkelte Goldrahmen ist für ein Weilchen sein Zuhause.
Einen traumhaften Kalender mit sehr künstlerischen Vogelmotiven ergatterte ich ebenfalls über die Kleinanzeigen, hier rahmte ich einzelne Seiten.
Das Poster mit den gelben Mirabellen ließ ich nach unserem Sommerurlaub entwickeln, am letzten Ferientag hatten wir noch eine große Mirabellenernte an der Landstraße gestartet. Leider wirkt es hier etwas dunkel und schwer zu erkennen.

Die Gelbtöne der Schale und des Tellers harmonieren wunderbar mit den Mirabellen und dem Friesennerz weiter links. Auch die Postkarte aus einem Museum in Stockholm nimmt das Strohgelb auf, sodass die unterschiedlichen Motive farblich gut zusammengefasst werden.

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Da hängt ein Fisch an der Wand: Maritime Salonhängung

Dieses Jahr gab es (bisher) keinen Urlaub am Meer – ganz untypisch für mich. Daher suchte ich aus meinem Fundus verschiedene Poster, eigene Fotos und weitere Objekte zusammen, um die Bilderwand im Wohnzimmer maritim zu dekorieren.
Mit dabei ist ganz neu ein Spiegel in Fischform aus Rattan, der wunderbar zu meiner handbemalten Lieblingsschale in Gelb und Apricot passt.

Auch der kleine Keilrahmen mit einem Sandweg zu Strand musste neulich im Baumarkt mit. Den strohfarbenen Teller holte ich aus dem Geschirrschrank und befestigte an seiner Rückseite mit der Heißklebepistole eine Aufhängung: Jetzt habe ich ihn viel besser im Blick.
So kann ich die verbliebene Zeit noch etwas aushalten, bis wir die Fahrradtaschen packen und nach Amrum aufbrechen. In der Hoffnung, dort diesmal eine Ferienwohnung ergattert zu haben, die unser neues Stammquartier werden könnte….

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Bilderbuch schlachten, um eine chinesische Mauer zu bauen: Asiatische Bilderwand gestalten

In Hamburg gibt es an verschiedenen Stellen Regale oder Bücher-Kisten mit Lektüre, an denen sich PassantInnen bedienen können. Da ich immer mal wieder mein Bücherregal ausmisten muss, war ich in letzter Zeit mehrfach dort, um jeweils ein paar Schätze abzugeben. Und natürlich in der Hoffnung, selbst einen Schatz aufzustöbern.
So entdeckte ich ein wunderschönes Bilderbuch, aus dem Französischen übersetzt, mit fantastischen chinesischen Motiven. Ich schlachtete das Buch und rahmte die schönsten Seiten. Jetzt haben wir eine „chinesische Mauer“ im Wohnzimmer.

Französische Bilderbücher sind häufig wesentlich hochwertiger in ihrer Gestaltung:
Kreativer, künstlerischer, abseits des Mainstreams von „Prinzessin-für-Mädchen“ und „Wilde-Kerle-für-Jungs“, was in deutschen Buchläden leider vorherrscht.
Allein das Papier, rau und mit geprägter Struktur, ist ein Traum…
Wer selbst eine chinesische Mauer bauen möchte: Das Buch heißt „Von den zehn Sonnen, die zwölf Monde liebten: Ein Märchen mit chinesischen Schriftzeichen“ und ist second-hand günstig zu erwerben.

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Maritime Bilderwand zum Aufatmen: Frisch und leicht dekorieren

Nach Weihnachten setzt bei mir normalerweise das große Aufatmen ein:
Ahhhh, leere Wände, leere Tische, leeres Alles!
Luft zum Atmen, Raum zum Leben, Leere! Himmlisch!
Dieses Weihnachten hatte ich ausnahmsweise zurückhaltend dekoriert, insofern fehlte der spaktakuläre Vorher-nachher-Effekt zwischen Feiertagen und Start ins neue Jahr.

Dennoch hatte ich Lust, die verschneiten Landschaften abzunehmen und den maritimen Kalender, den ich letztes Jahr im Büro aufgehängt hatte, auf neue Art zu Hause zu verarbeiten.
Also schob ich Kalenderblätter, Rahmen und Motive hin und her, bis ich alle Bilder zurecht geschnitten und aufgehängt hatte.
Eine perfekte Mischung ist es dieses Mal nicht geworden, aber egal:
Die Bilder vom Meer helfen definitiv zu einer neuen Variante von „Durchatmen nach dem Jahreswechsel“!

Der geflochtene Strohhut fiel mir zufällig in die Hände, allerdings weiß Gott, dass ich seit über einem halben Jahr auf einen Strohhut für die Bilderwand geiere. Aber dafür kein Geld ausgeben wollte. Hier ist er nun, kostenlos, quasi direkt vor der Haustür tauchte er eines Tages auf und wartete auf mich. Danke, Jesus!

In der Vase auf dem Beistelltisch unter der Bilderwand steht Schilf in der Vase, die „Dannebrog“ flattert im imaginären Wind – wunderbar!

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Weihnachtliche Bilderwand gestalten: Petersburger Hängung mit Vitamin C

Die Frage ist nicht, ob ich regelmäßig die Wohnung neu gestalte, die Frage ist nur: Wie?
Die Petersburger Hängung ist ausgesprochen praktisch, weil ich die vorhandenen Nägel ganz flexibel immer wieder neu bestücken kann.
Für den Advent schlachtete ich einen Bildband über deutsche Nationalparks und rahmte diverse Fotos von verschneiter Natur.

Der bilderlose Rahmen in der Mitte ist schwierig zu füllen, hier klebte ich einfach Geschenkpapier aus London hinein. Es greift die mediterrane Stimmung der Schale nebenan auf, die Vögel zwischen den Orangen wirken winterlich und trotzdem beschwingt. Angesichts der Apfelsinen muss ich immer an Vitamin C denken und daran, mir mal wieder einen frischen Saft zu pressen…
Der alte verschnörkelte Rahmen mit dem Spiegel versammelt Kugeln, die die umgebenden Farben wieder aufgreifen: Das kühle Taubenblau der Vögel, das Orange der Mandarinen und das Grün der Blätter.
Im örtlichen Antiquariat stöberte ich zu meiner großen Freude das Aquarell von Amrum auf, auch wenn es nur ein Druck ist, gefällt es mir sehr gut.

Der blaue Teller hatte die letzten Monate Pause, als Urgestein der Petersburger Hängung ist er jetzt zurück gekehrt.
Das Ginkoblatt aus goldfarbenem Metall wandert auch seit einem guten Jahr von einem Ort zum anderen, hängt aber ohne Unterbrechung an der Wand.

Um die Schale mit dem goldfarbenen Streifen schlich ich Eeeeewigkeiten herum, bis ich sie nach einem halben Jahr doch noch kaufte, als das Einrichtungsgeschäft nur noch das letzte Exemplar hatte. Ich stattete sie von hinten mit Heißklebe mit einem Haken zum Aufhängen aus.

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Kostengünstige Bilderwand gestalten: Einfach ein Buch schlachten

Ich liebe es, frische Bilder an den Wänden zu haben und immer wieder die Wohnung neu zu gestalten.
Nun ist es reichlich teuer, dafür jedes Mal neue Kunstdrucke in hippen Boutiquen in den Szenestadtteilen zu kaufen.
Meine Lösung: Second-Hand einen schönen Bildband im Antiquariat aufstöbern, die Seiten heraus trennen und rahmen.

Ich schlachtete einen Bildband über Nationalparks in Deutschland und arrangierte eine Themenwand unter dem Motto „Natur“.
Dazwischen hängte ich Trocken- und Kunstblumen sowie goldene Akzente in Form einer Porzellankirsche und einem Ginkoblatt.
Ein Herz aus echtem Buchs greift das Grün im Bild darunter auf und schafft zusätzliche Struktur.

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Petersburger Hängung: Ideen für eine sommerliche Bilderwand

Im Wohnzimmer lässt die Bilderwand es so richtig krachen:
Blumen, Früchte und das Meer versammeln sich zu einem harmonischen Miteinander. Als verbindende Brücke halten Hellblau und Rosa die ganz unterschiedlichen Elemente zusammen. Goldene Akzente in den Bilderrahmen, dem Spiegel, der Kirsche und dem Ginkoblatt sorgen für Zusammenhalt.
Üppige Blüten und Früchte symbolisieren den Sommer, Bilder vom Meer steuern eine abkühlende Brise dazu.

Wie immer stammen die Einzelteile aus ganz unterschiedlichen Quellen:
Die Strandrose an der Ostsee ist ein Urlaubsfoto von Bornholm, der Früchtedruck ist ein zurechtgeschnittener Geschenkpapier-Bogen. Gerahmte Kalenderblätter und ausgerissene Seiten aus Tourismusbroschüren füllen weitere Bilderrahmen.
Die Kirsche ist eigentlich ein Teller, den ich hinten mit einer Aufhängung ausstattete.

Die kleinen Akzente wie hängende, getrocknete Craspedia (Trommelstöcke), der quietschrüne Vogel neben dem Kreuz aus Glassteinen und das goldene Ginkoblatt lockern die eckigen Rahmen auf. Auch die asymmetrischen Teller in Hellblau und Hellgrün weichen die vielen spitzen Kanten optisch auf und wiederholen die Grundfarben der Petersburger Hängung.

Meine Tipps für eine sommerliche Bilderwand:

Spannende Blickfänge sammeln
Urlaubsbilder vergrößern lassen, Fundstücke rahmen, Schätze mit Aufhängern für die Wand präparieren:
Je abwechslungsreicher die Mischung, desto lebendiger der Gesamteindruck
Verbindung schaffen
Damit die Petersburger Hängung nicht in ein Chaos ausartet, auf harmonischen Zusammenhalt achten:
Zwei bis drei Farben, die sich überall wiederholen. Ähnliche Rahmen um unterschiedliche Bilder oder ähnliche Bilder in wilden Rahmen. Ein bestimmtes Wort oder Symbol, das sich in grafischen Entwürfen wiederholt.
Materialien mixen
Meine Bilderwand vereint Holz, Metall, Keramik, Papier, Trockenblumen und Glassteine.
Wer bunte Farben zu wild findet und eine eher monochrome Gestaltung bevorzugt: Einfach Farben aus einer Familie zusammenstellen und dafür ganz unterschiedliche Materialien wählen.

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Bilderwand in Gelb: Die Sonne ins Wohnzimmer locken

Urplötzlich hatte ich ein dringendes Bedürfnis nach Gelb.
Kein Problem, ich wühlte mich durch verschiedene Dekokisten und gestaltete die Wand im Wohnzimmer neu. Ich besitze so viele Schätze, da brauche ich leider gar nicht einkaufen.

In der linken Hälfte rahmte ich eine Seite aus einem uralten Wohnmagazin: Ein Picknick am Rapsfeld, ideal als Fluchtkulisse momentan. Ein paar getrocknete Craspedia-Stängel sorgen für unkonventionellen Charme. Darunter hängte ich ein Kalenderblatt, im verschnörkelten Goldrahmen oben schweben ein Kreuz aus grünen Glassteinen und ein quietsch-gelbgrüner Metallvogel.
Der blaue Teller bildet ein schönes Gegengewicht zum Gelb, fast wie eine Komplementärfarbe (was Lila gewesen wäre, hab ich grad nicht da, geht auch so).

Der mittige Bilderrahmen zeigt den Weg vom Meer hoch ins Dorf in der Bretagne, das Poster eines Urlaubsfotos brauchte ich nur aus dem Fundus zu ziehen.
Eine Grußkarte mit Goldfischen schmückt den zweiten Goldrahmen, darunter lacht ein Narzissenbild (online second-hand erstöbert) und unter dem grünen Teller baumelt eine Blechblume. Die Blume fand ich genau wie das Kreuz auf dem Frauen-Flohmarkt „Tausendschön“ im Kulturhaus Eppendorf.

Und mit welcher Farbe umgibst du die gerade am Liebsten?