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Kränze aus Ginster winden: Anleitung zum Selbermachen

Frühlingsfrisch und farbenfroh: Ginsterzweige eignen sich wunderbar dazu, sie eingetrocknet zu Kränzen zu winden. Dafür einige Zweige bündeln, mit einer Kordel umwickeln und weitere Zweige anlegen, sodass sich eine Art „Wurst“ entwickelt. Diese wachsende „Wurst“ am besten direkt rund biegen, sodass die Kordel nicht nur den Ginster zusammenhält, sondern gleich die finale Form unterstützt.

In Irland blühte vor vier Wochen überall der Ginster, sodass ich ganz begeistert war, als ich ihn hier vor dem Blumenladen entdeckte und mir auch gleiche eine Idee zur Verarbeitung einfiel.
Wer mag, verdeckt die Kordel mit einem schmückenden Band. Oder lässt den Kranz ganz pur und befestigt mit einer farblich passenden Stecknadel eine Schleife aus Spitze.

Wer die Kränze nicht aufhängen will, kann damit einen Tisch für´s Brunch dekorieren: Den Ginsterkranz einfach auf einen entsprechend großen Teller legen und eine Schüssel mit Obstsalat in die Mitte stellen.

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Bitte küssen Sie diesen Sessel: Upcycling-Idee mit Herz

Kissen in Form von Lippen oder Küssmündern habe ich in den letzten Jahren schon öfter bei Filmstars gesehen. Die Inspiration tauchte wieder ab, bis ich jetzt meine eigene Version gestaltete:
Aus einer heißgeliebten Bluse mit rotem Mohn. Mein Hoffnung bestand darin, dass es künstlerisch und bohemien und fröhlich zugleich aussieht. Angesichts der Tatsache, dass das rot-gepunktete Satinband für die Rückseite und die untere Hälfte der Vorderseite, nicht aber für den oberen Lippenbogen vorne reicht, entpuppte sich das Ergebnis schon mal als sehr künstlerisch. Und ist keinesfalls meiner Müdigkeit vor dem Urlaub zuzurechnen, ähem. Mit der rosa Spitze, die die fehlende obere Hälfte ausgleicht, ist es allemal kreativer als mit einer Umrandung aus einem Guss. Passiert halt in so einem inspirierenden, einfallsreichen Haushalt wie dem unsrigen ständig 😉 Ein roter Spitzenrest akzentuiert den Übergang von Ober- und Unterlippe.
Auf meinem Ohrensessel schmiegt sich das Kissen wunderbar in den unteren Rücken und ist tatsächlich sehr bequem, nicht nur verrückt anzuschauen.
Das Kissen im Hintergrund habe ich aus einer Tunika genäht, deren Ärmel ich blöd fand.

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Anleitung: Beistelltisch selber bauen

 

Unser Geld geben wir lieber für anderes als eine teure, große Wohnung aus. Entsprechend werden regelmäßig kreative Lösungen gesucht, um Alltagsprobleme zu verbessern oder das Vorhandene schöner zu gestalten. In diesem Fall suchte ich einen geradezu winzigen, aber praktischen Beistelltisch. Die Kleinanzeigen ergaben einen traumhaften antiken Hocker, nach dem ich mich bis heute innerlich verzehre, nur: Er wäre mir zu klobig gewesen. So schlenderte ich bei „Søstrene Greene“ vorbei in der Hoffnung, irgend etwas zu finden, das sich gegebenenfalls umfunktionieren lässt.
Ich hatte Glück und stolperte über Blumenständer, stabil und quasi unsichtbar. Auch wenn mir die Primel im Bild oben gefällt, war klar, dass ich eigentlich nur das Gestell und nicht den Blumentopf brauchte. Jetzt fehlte nur noch ein Holztablett, um es mit dem Unterteil zu verschrauben.

 

 

Kaum aus dem Urlaub zurück, kaufte ich frische Blumen für Ostern. Und entdeckte im Blumenladen einen weißen Drahtkrob, der design-technisch sehr gut zum Gestell passte.
Zu Hause verband ich den Drahtkorb mit dem grünen Unterbau in vielen Windungen durch eine straff gezogene Kordel. Dann nähte ich aus einem farblich harmonierenden Stoffrest noch eine Unterlage für tropfende Gläser und krümelige Kekse, und schon war der neue Alltagshelfer fertig. Leicht, transportabel und hübsch, was brauche ich mehr neben meinem Ohrensessel?

 

Sämtliche Kissen, die zu sehen sind, habe ich selbst genäht. Hier habe ich mein Lippen-Kissen vorgestellt.

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Ratz-fatz Osterdeko: Schnelle und effektvolle Ideen zum Selbermachen

 

Für alle, denen die Zeit zum österlichen Dekorieren fehlt oder deren Fundus mager gefüllt ist: Schnell teile ich ein paar Ideen, wie mit wenigen Handgriffen frühlingshafter Osterschmuck einzieht.
Der fliegende Hase ist natürlich ein Fundstück, das es nicht mal eben beim Einkauf für´s Brunch im Supermarkt gibt.
Aber die Birkenzweige im Hintergrund dekorieren sich fast von selbst: Heckenschnitt aus dem eigenen Garten, vom Nachbarn oder Zweige draußen unterwegs begutachten: Große, schön verzweigte Äste aussortieren, mit nach Hause nehmen und die längsten Verästelungen einkürzen. In einen Eimer voller Sand stellen, den Sand mit trockener Rinde, Moos oder locker geknülltem Papier abdecken. Den Inhalt der Ostereierkiste liebevollst in den Zweigen verteilen, gut ist.

 

 

Wer keine Zeit für Spaziergänge hat, aber eine reiche Auswahl an Supermärkten: Ein Griff zu kostengünstigen Glas- oder Plastikeiern, die es im Set von sechs bis zwölf Stück wirklich überall gibt, reicht völlig für ein beeindruckendes Ergebnis. Die Eier (probeweise) farblich abwechslungsreich auf dem Fensterbrett arrangieren, mit Klebefilm an das Fensterkreuz kleben, fertig! Nach ausreichender Bewunderung einfach das Klebeband mit den Eiern vorsichtig wieder abziehen und eventuell das Fensterkreuz von Klebespuren befreien. Da die Fenster zum Lüften bewegt werden, und das vielleicht nicht nur von vorsichtigen Erwachsenen, bieten sich robuste Plastik- oder, ganz trendig dieses Jahr, Stoffeier an.

 

 

Wer keine Äste sammeln, keine fliegenden Hasen aufhängen und auch keine Eier in Reihen am Fenster tanzen lassen will:
Ein Blick in die hintersten Ecken des Geschirrschranks lässt längst vergessene Schätze ans Tageslicht kommen. Zum Beispiel geerbtes oder vor vielen Jahren gesammeltes Geschirr, das nicht spülmaschinentauglich ist und daher wenig verwendet wird.
Flache, große Teller eignen sich wunderbar als Platzteller, darauf eine antike Suppentasse stellen und mit Zuckereiern füllen. (Stoff-)Servietten mit ebenfalls wiedergefundenen, glänzend gewienerten Serviettenringen arrangieren und eine Blüte dazu legen. Ommas versilbertes Besteck überpolieren oder Flohmarktschätze putzen und eindecken. Erste sprießende Blätter in kleinen Vasen arrangieren: Künstlerisch und kostenlos zugleich.
Wahnsinnig edel für null Euro, Ostern kann kommen!

 

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Anleitung: Hasen-Herde auf fröhlichen Grußkarten

 

Anfassen macht Spaß – umso mehr, wenn es eine Grußkarte ist, die zum Berühren einlädt.
Die Passepartout-Karten in matten Glanztönen habe ich mit bunter Pappe hinterlegt. Der Hase aus Holz trägt eine Oberfläche aus geflochtenen Schnüren. Zufrieden sitzt er in einer Blumenwiese aus plastischen Blüten und glänzenden Blütenmitten (ausgestanzt aus einer Schokokuss-Verpackung).

 

Eine zweite Serie mit kräftiger gefärbten Hasen sitzt auf unterschiedlichen Hintergründen. Leider zeigt das Foto die glänzenden Blüten sehr dunkel, die auch hier zusammen mit bunten Blumen die Hasen umrunden.

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Upcycling: Meuchelmord zwischen Blusen

 

Der Stoff knittert. Die Ärmel schlabbern. Am Bauch hängt und beult es: Manche Kleidungsstücke sind einfach schlecht geschnitten. Völlig egal, wie weich der Stoff fällt und wie hochwertig das Muster gedruckt wurde: Im Alltag trage ich es nicht. Wenn meine Schwester nach eingehender Beratung die gleichen Probleme hat, endet das Leben eines solchen Kleidungsstücks unwiderruflich:
Kleinanzeigen, Spende an die Flüchtlinge oder die Nähmaschine schreitet ein. Neulich habe ich bereits andere Kleidungsstücke in Kissen verwandelt, und heute nimmt die Aktion noch einmal Fahrt auf:
Eine Bluse transformierte sich, inklusive Knopfleiste und Brusttasche, in ein Kissen.
Und ein Strickdings-zum-Überwerfen, das ich achtmal umnähte, um es schlussendlich wutentbrannt zu zerschneiden, wurde ebenfalls ein Kissen. Nach den ausdrucksstarken Varianten der letzten Woche hier ganz sanft in schläfriger Bett-Atmosphäre.
Ich warne euch, Klamotten: Wer zuppelt und hängt, wird zerschnitten und umgenäht!

 

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Zuckersüßes Blumen-Törtchen

 

Während der Azubinale der floristischen Auszubildenden konnten Besucherinnen einen „Blumen-Cupcake“ gestalten. Kleine, gestreifte Papierförmchen wurden mit gewässertem Steckschaum gefüllt und dann mit Blumen besteckt. Inwiefern das Endprodukt nun einem „Cupcake“ gleicht, ist die Frage – auf jeden Fall wirkt es romantisch und frisch.

 

 

During the competition of floral trainees, visitors could create a „floral cupcake“.

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Schnipp, schnapp, Ärmel ab: Upcycling vom Pulli zum Kissen

 

Über die Sofa-Kissen-Neid-Attacke schrieb ich neulich in diesem Artikel. Dort versprach ich auch, bald vorzustellen, wie ich aus einem grobmaschigen Pullover mein neues, hippes Kissen anfertigte.
Dazu legte ich den Pullover schön glatt ausgebreitet auf den Esstisch und das ursprüngliche Kissen (ebenfalls selbst genäht) obendrauf. Am Schwierigsten war der Bereich, an dem die kurze Seite des Kissens in den Halsausschnitt ragte und ich mich fragte, ob hier vielleicht einfach einige Zentimeter fehlen. Als offene Kante nahm ich unten den Saum des Pullovers, alle drei anderen Seiten nähte ich zu. Dabei folgte ich einer Spur aus Stecknadeln und nähte nur im Zickzackstich, um das lockere Maschenbild bestmöglich zu erhalten. Und vor dem späteren Ausfransen und Aufribbeln zu bewahren. Den Rest des Pullis schnitt ich todesmutig ab, wendete die Hülle und zog sie über´s Kissen. Zum Schluss stattete ich den Saum des Pullovers zum Verschließen mit Druckknöpfen aus, fertig.

 

 

Auch eine Tunika musste ihr altes Leben aufgeben und wurde verwandelt:

 

 

Das künstlerische Kissen nähte ich aus einer Tunika, deren Muster und Farben ich sehr mochte, die kurzen Ärmel und den Schnitt weniger. Hier trennte ich als erstes die formgebenden Abnäher der Tunika auf, um den Stoff glatt verarbeiten zu können. Dann breitete ich sie flach aus, maß, schnitt zu und nähte ratz-fatz das Kissen. Die Kissenöffnung bildet auch hier der untere Saum – was soll ich mir Arbeit machen, die schon getan wurde?!

 

 

Und schon war der Neid auf moderne Interior-Designerinnen aus den USA angesichts der eigenen Kreationen deutlich abgeflaut…

 

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Vom Kleiderschrank ins Wohnzimmer: Kleidung verwandeln

 

Eine amerikanische Inneneinrichterin schafft es immer wieder, mich neidisch zu machen. Jedes Mal, wenn ich eins der Häuser sehe, die sie gestaltet hat, denke ich: „Da möchte ich auch einziehen!“ Bei jedem Kissenbezug und jedem zweiten Blumentopf will ich „genau das!“ auch besitzen. Das funktioniert natürlich nicht, weil einerseits die Kreationen dieser Dame ihren Preis haben. Und andererseits passt nicht alles, was ich neu und spannend finde, in unsere Wohnung. Rein optisch, vom fehlenden Platz ganz zu schweigen.
Aber manchmal geht mir eins ihrer Designs einfach nicht aus dem Kopf. Und parallel fällt mir ein Pullover ein, der eigentlich neu und schick ist, von mir aber leider kaum getragen wird. Und da grobe Maschen im Wohnbereich gerade sehr modern sind, kam mir der Gedanke, meinen ungeliebten neuen Pulli in ein sehr geliebtes neues Kissen zu verwandeln. Derartige Entschlüsse werden in diesem Haushalt schnell gefasst und ohne Rücksicht auf Verluste umgesetzt.

 

 

Also zerschnitt ich beherzt den blauen Pulli aus interessantem Strick mit leichtem Glanzeffekt und killte auch gleich noch eine Bluse, die ich sehr liebe, aber nur ungern trage. Das Muster der Bluse besteht aus wunderbarer moderner Kunst in meinen Lieblingsfarben, hat aber leider blöde halbe Ärmel, daher musste sie sich ebenfalls in eine Kissenhülle verwandeln.

 

 

In Kürze stelle ich die Arbeitsschritte zum Nähen vor, jetzt kümmere ich mich erstmal darum, die Tasse zu füllen, das Buch zu lesen und die Kekse zu essen!

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Winterlicher Apfelkranz

 

Ganz offensichtlich liebe ich Kränze aus Äpfeln, wie ich angesichts der dritten Variante heute feststelle: Zuerst habe ich es mit „echten“ Äpfeln ausprobiert, die grün und unreif vom Baum fielen. Im Herbst sammelte ich kleine Zieräpfel im Alten Land und fertigte daraus einen kleinen Kranz. Und nun fand ich auf der Suche nach bestimmtem Bastelmaterial ein Säckchen mit diesen kleinen künstlichen Äpfeln im Schrank. So kann ich zum ersten Mal einen haltbaren Kranz gestalten. Er erinnert mich an winterliche Futterplätze für Vögel, wo den Tieren ja auch gern Äpfel angeboten werden.

 

 

Wie immer beim Apfelkranz ist es ganz leicht: Ausreichend dicken Draht nehmen, vorsichtig nacheinander durch die Äpfel schieben, anschließend die Drahtenden verdrehen. Die verdrehte Stelle mit farblich passendem Band umwickeln, eine Schleife binden sowie, wenn nötig, eine Schlaufe als Aufhänger.

Hier hatte ich noch einige Äpfel übrig und habe eine der Kerzenschalen von meiner festlichen Tischdekoration damit gefüllt. Auch liegend wirkt der Kranz sehr malerisch… sonst wird er an Schranktüren oder kahle Äste in der Vase gehängt.

 

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