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Anleitung: Osterkarten aus Papierresten basteln

Bücher haben bei mir ein schweres Leben:
Sie werden permanent im gesamten Stadtgebiet verliehen, gehen dabei teilweise verloren oder enden unter meinen Händen als Bastelprojekt.
Heute möchte ich zeigen, wie aus österlichen Kundenmagazinen von Schokoladenherstellern und Bildbänden ganz einfach Osterkarten angefertigt werden können.

Endlich ist das örtliche Antiquariat wieder offen, da entdeckte ich sofort einen dicken Band über dekorative Papierkunst aus dem 18. Jahrhundert. Der schwere Wälzer kam für fünf Euro in meinen Einkaufsbeutel, bevor ich weiter auf den Wochenmarkt lief. Und mich schon darauf freute, in Ruhe die Seiten heraus zu trennen und miteinander zu Grußkarten zu verbasteln.

Ich schnitt ausgewählte Seiten in Streifen und kombinierte sie mit Abbildungen der kostenlosen Kundenzeitschrift.
Wer mag, benutzt statt eines Bilderbuchs Geschenkpapier und fügt es streifenweise mit frühlingshaften Magazinseiten zusammen. Dabei auf eine schöne Harmonie zwischen den Farben achten, damit die Karten nicht zu bunt werden.
Die überstehenden Streifen schnitt ich am Ende ab.

Obwohl ich ein günstiges Second-Hand-Buch mit einem kostenlosen Heft als Grundlage für die Osterkarten nahm, sieht das Endprodukt richtig edel aus, finde ich.
Na dann:
Auf zum fröhlichen Hefte-schlachten!

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Tasche aus alter Jeans: Französisches Flair mit Knöpfen

Im Alltag bin ich täglich mit dem gleichen Rucksack unterwegs, in meiner Freizeit nutze ich dagegen gern verschiedene Taschen.
Sie müssen groß genug für meine Wasserflasche, mein Portemonnaie sowie Notizbuch/Kamera/Obst sein. Das ist eine schwierige Größe, daher nähte ich mir eine Tasche aus einer alten Jeans selbst. Meine eigenen Jeans sind dafür viel zu schmal, ich nahm eine in Größe XL.
Zuerst schnitt ich mit Hilfe eines Hefts in Größe DIN A 4 den Korpus sowie eine halbrunde Klappe zum Verschließen zu.

Dann nähte ich aus einer Bluse, die ich eh nicht trage, aber dessen Muster ich wunderschön finde, ein Futter für die Tasche und eine Innenseite für die Klappe.

Als nächstes fragte ich mich, wie ich die Tasche außen gestalten will, und holte eine Auswahl an Aufnähern aus meinem üppigen Fundus. Das wirkte eher chaotisch, also griff ich als nächstes tief in meine Knopfkiste. Immerhin gefielen mir die Spitzenreste oben am Rand und unten an der Klappe.

Mit dem Zweig der japanischen Kirschblüten (in völlig unrealistischem Blau, aber egal) und diversen Knöpfen hatte der Entwurf plötzlich ein gewisses französisches Flair, fand ich. Das gefiel mir, also nähte ich eine Menge Knöpfe mit der Hand an.
Die Spitze steppte ich mit der Nähmaschine fest und fixierte die Klappe an der Tasche. Auch einen langen Trageriemen befestigte ich und verzierte ihn mit einer silberner Kordel.

Dann fehlte nur noch ein Reißverschluss, damit mein Schlüssel beim Radfahren nicht aus der Tasche und auf die Straße fällt. Als Akzent setzte ich noch eine schwarze Spitze auf die Tasche, wo die Klappe aufliegt. Natürlich brauchte die Tasche noch einen Knopf zum Schließen und die Klappe dazu ein passendes Knopfloch.
Ich bin mit dem finalen Ergebnis sehr zufrieden, nutze die Tasche bereits und freue mich, wenn ich sie endlich nach der Corona-Zeit mit in den Gottesdienst nehmen kann, weil sie die ideale Größe für alles hat, was ich in die Gemeinde schleppe!

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Was Hamburger alles wegwerfen: Kostenlos schicke Blumentöpfe retten

Gestern war ich auf dem Ohlsdorfer Friedhof unterwegs, dem größten Parkfriedhof der Welt. Mit mir genossen sehr viele HamburgerInnen das wunderschöne Frühlingswetter, wahrscheinlich dachten sie, ein Spaziergang auf dem Friedhof falle aktuell weniger auf als an der Alster (-;


Wieder einmal wunderte ich mich, was alles weggeworfen wird. Viele Angehörige kaufen bepflanzte Schalen und entsorgen sie, sobald die Blumen nicht mehr schön sind. Kleiner Tipp: Verblühte Pflanzen auf den Kompost werfen, neue Blumen einpflanzen, Pflanzschale wieder auf das Grab stellen – eine Menge Geld und Müll sparen!
Egal, ich freute mich jedenfalls sehr, eine wunderschöne Schale retten zu können. Zu Hause bepflanzte ich sie mit den Frühlingsblumen, die ich am Mittwoch noch auf dem Markt besorgt hatte. Ganz zufällig passten die Hornveilchen, Bellis und Bergprimeln wunderbar zusammen in die Schale.

Aus einem anderen Sammelbehälter zog ich die roten Spiralen aus Holz, die sich ebenfalls wunderbar wiederverwenden lassen. Ehrlich, das ist zu schade für den Müll! Die Sammelbehälter sind große, offene Körbe, die quasi wie eine Schaufensterauslage alles präsentieren, was nicht mehr gebraucht wird. Wer hier etwas rettet, bekommt noch nicht einmal dreckige Finger!
Aber bitte, ich freue mich immer, wenn ich hochwertige Pflanzschalen, kaum benutzt, für null Euro einfach nur einsammeln brauche.
Unten zeige ich sie in ihrer eleganten Schiffchen-Form noch einmal ohne begleitende Blumentöpfe.

Im Garten buddelte ich den Ableger einer meiner Efeupflanzen aus, um die klare Linie am oberen Rand aufzulockern, und gab einem Porzellanhasen in der äußersten Ecke Auslauf.
Also, wer dringend schöne Blumentöpfe oder elegante Pflanzschalen braucht, aber die Geschäfte wegen Corona geschlossen haben: Einfach mal auf den 389 Hektar in Hamburg-Ohlsdorf umschauen, es ist für jeden Geschmack etwas dabei!

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Aus alt mach neu: Upcycling mit Schmuck

Wie viele neuwertige, ungenutzte Armbänder braucht eine Frau?
Eigentlich keine, stellte ich neulich fest und trennte drei Armbänder auf, um daraus eine Kette aufzufädeln, die ich stattdessen wirklich trage.
Anders nutzen, umarbeiten oder zweckentfremden gelingt mit Schmuck in vielen Varianten:
Aus den Einzelteilen neuen Schmuck gestalten, ihn in Mobilés verwandeln, als Perlenkragen direkt auf den Pullover nähen, eine Handtasche damit aufpeppen, dicke Perlen als Träger für eine Tasche einsetzen…

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Powerfrauen im Herrenhaus

Geschichten von Powerfrauen finde ich immer großartig, umso mehr, wenn dabei neue Formen des Arbeitens und Wohnens entstehen. Die Dokumentation „Herrenhäuser in Frauenhand“ stellt zupackende Frauen vor, die alten Gemäuern neues Leben schenken.
Die drei Gutshofbesitzerinnen arbeiten mit und in den Gebäuden als Künstlerin, Hotelbesitzerin und Musikerin. Zusammen mit anderen Frauen, die in Mecklenburg-Vorpommern nach ihrer eigenen Faςon leben, gestalten sie ein unterstützendes Netzwerk.
Außerdem aktuell:
Wer die Filme „Mit Mut, Mörtel und ohne Millionen“ kennt, entdeckt hier den sechsten Teil der Dokumentation der „Gutshausretter“.

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Billig und schön: Gemütlichkeit und Farbtupfer mit Kissen

Wer sich kostengünstig, aber dennoch individuell und gemütlich einrichten möchte, findet in meiner Serie viele Tipps und Tricks. Für alle, die gerade in ihre erste Wohnung ziehen, jeden Cent für ihren Hauskredit brauchen oder so wie ich ständig umdekorieren, versammle ich seit einigen Wochen einfache Ideen für eine kreative Einrichtung.
Heute: Gemütlichkeit und Farbtupfer durch wechselnde Kissenhüllen.

Das Lippenkissen oben nähte ich aus einer abgeliebten Bluse, das bunte Farbklecks-Kissen aus einer Tunika, die ich doch nicht so gern trug. Aus einer Bluse fertigte ich das weiche Schmetterlingskissen an, und das interessante Strickmuster auf dem Kissen dahinter stammt von einer weiten Strickjacke.

Auch das blaue Kissen auf dem linken Sessel entstand aus einem Pullover. Wer Vorhandenes umarbeitet, spart sich das Geld von Neuanschaffungen und schenkt neuen Nutzen.

Aus den Stoffresten, die beim Nähen übrig bleiben, lassen sich farblich passende Servietten nähen. Hier wird wirklich nichts verschwendet!

Aus meiner Serien „Billig und schön einrichten“: Dekorieren mit kahlen Ästen, Geschenkpapier als Poster verwenden, originale Kunstwerke aufstöbern, Kleidung als Dekoration einsetzen.

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Billig und schön: Originale Kunstwerke zum kleinen Preis


Heute stelle ich den dritten Teil zum Thema „Kostengünstig und individuell einrichten“ vor.
Hier hatte ich bereits gezeigt, dass Geschenkpapierbögen zauberhafte Poster sein können. Und dass Kleidung als Dekoration dienen kann.
Jetzt demonstriere ich, wie eine kleine Buntstiftzeichnung einen effektvollen Rahmen bekommt.

Auf Flohmärkten oder in Second-Hand-Geschäften gibt es oft kleine Bilderrahmen mit selbstgemachten Zeichnungen der Vorbesitzer. Die kleinen Originale sind viel schöner als Postkarten oder fertig gekaufte Rahmen mit Motiv. Leider sind sie aber auch oft zu klein und unscheinbar, um ihre Wirkung zu entfalten.

Daher nahm ich die Zeichnung aus dem Rahmen und trennte sie vom ursprünglichen Untergrund vorsichtig ab. Dann probierte ich mehrere Hintergründe aus:
Als erstes Ton-in-Ton mit grafischen Prints und grauen Blüten. Das überzeugte mich nicht, ich wollte es etwas fröhlicher haben. Daher versuchte ich es als Nächstes mit grüner Pappe mit weißem Karo und roter Pappe mit weißen Blüten. Als Hintergrund wirken beide deutlich lebhafter, harmonierten aber gut mit der jungen Meise.
Ich entschied mich für den leicht romantischen Touch, um mit dem Vogel Frühlingsgefühle zu wecken, und schnitt die Pappe passend zum Rahmen zu.

Jetzt wirkt die Meise viel präsenter, und durch den roten Untergrund gewinnt das Bild deutlich an Ausstrahlung.

Wer nicht auf den nächsten Flohmarkt warten will, bis „echte Originale“ einziehen und die Wände schmücken:
Einfach in der Suchmaschine in der Kategorie „Bilder“ nach Schwarz-weiß-Zeichnungen suchen, ausdrucken, mit dem Tuschkasten kolorieren und aufhängen!

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Billig und schön: Kleidung als Dekoration einsetzen


Wer sich kostengünstig, aber dennoch individuell und gemütlich einrichten möchte, findet in meiner Serie viele Tipps und Tricks. Für alle, die gerade in ihre erste Wohnung ziehen, jeden Cent für ihren Hauskredit brauchen oder so wie ich ständig umdekorieren, versammle ich in den nächsten Wochen einfache Ideen für eine kreative Einrichtung.
Hier hatte ich vorgestellt, wie Geschenkpapierbögen als kraftvolle Poster eingesetzt werden können. Dort teile ich, wie kostengünstige „echte Kunst“ entsteht.

Heute möchte ich zeigen, dass auch Kleidung als Dekoration dienen kann:
Ein schlichter oder ausgefallener Kleiderbügel, je nach Geschmack, trägt „die aktuelle Kollektion“: Ein schönes Oberteil kombinieren wir mit ein Tuch darüber. Oder mit einer weich fallenden,  künstlerischen Weste.  Oder mit einer ausdrucksstarken Kette in leuchtenden Farben.
Der „dekorierte Bügel“ darf anschließend im Schlafzimmer am Kleiderschrank hängen oder im Flur seinen Charme zur Einrichtung beitragen.
Kostet nichts, inspiriert zu neuen Kombinationsideen von vorhandener Kleidung und bringt den Flair einer schicken Boutique in die Wohnung.

Wer eine Kleiderpuppe hat, kann ein farblich passendes Stillleben darum gestalten.

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Kissen aus einem großen Tuch nähen

Von Bornholm brachte ich ein wunderschönes, riesiges Tuch der dänischen Marke „Jackpot“ mit. Da es quadratisch ist, finde ich es als Halstuch eher ungeeignet. Als Tischtuch ist es mir wiederum viel zu schade. Jetzt hatte ich die passende Idee:
Ich maß das Tuch genau aus und stellte fest, dass ich daraus zwei Kissenhüllen für die großen Kissen auf unserer Teakbank am Esstisch nähen kann.

So zerschnitt ich das Tuch vorsichtig, nähte zwei Hüllen daraus und kann nun täglich das verwandelte Tuch mit seinen traumhaft schönen Farben bewundern. Und brauche es nicht mehr um meinen Hals zu knüdeln, wo die quadratischen Maße eher stören als schmücken. In Kombination mit einem (gekauften) französischen Kissen wirkt die Bank herbstlich und fröhlich geschmückt.

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Bilderwand für das Kinderzimmer

Für eine bunte Bilderwand in einem Kinderzimmer schlachtete ich ein wunderschönes, altes Bilderbuch mit dem Namen „Waldspaziergang“ aus. Darin erlebt ein Rotkehlchen diverse Abenteuer mit anderen Tieren des Waldes. Bilder von Wildkräutern und Blättern ergänzen lehrreich die Geschichte. Bastel- und Spielideen aus Steinen, Zapfen und Kastanien runden das Buch ab.
Aus meinem riesigen Fundus an Bilderrahmen wählte ich passende aus und puzzelte so lange, bis Rahmen und Bilder gut zusammenpassten und gemeinsam einen kindgerechten Wandschmuck bildeten.

Und da das Manuskript meines Fachbuchs alle Energie zieht, sieht das Foto heute nicht hochglanz-bloggermäßig aus. Sondern ganz normal, so wie man früher seine Bastelprojekte festhielt.
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