aufmerksam, feminin, glaubhaft

Zum Jahreswechsel im Klützer Winkel: Die Ostsee ganz allein für mich!

Nach knapp zwei Coronajahren zu-zweit-Zuhause-sitzen-außer-ich-muss-zur-Arbeit war es ganz ungewohnt, alleine zu verreisen. Mein Mann und ich konnten nicht gleichzeitig Urlaub bekommen, daher radelte ich auf eigene Faust durch den Klützer Winkel. Nachts fand ich das Alleinsein sehr ungewohnt, tagsüber sauste ich kreuz und quer durch den westlichsten Zipfel Mecklenburgs.

Im Lenorenwald war die Fahrspur oft nicht erkennbar, da überall riesige Pfützen standen, die eher zu Durchschwimmen als Durchfahren einluden. Dafür spiegelten sich die kahlen Buchen vor dem blauen Januarhimmel sehr malerisch in den Überschwemmungen: Wir sollten uns einfach an dem erfreuen, was da ist, statt über das zu schimpfen, was den Weg versperrt (-; !
Zumindest, bis der Schlamm so überwältigend wird, dass der Schweiß tropft und das Rad unter den Matschkrusten kaum noch zu erkennen ist…

Neben sehr vielen Katzen, die sich überall entlang der schmalen Landstraßen in den Gräben die Sonne auf den Pelz scheinen ließen, hielt jeder dritte Haushalt Hühner. Ständig standen Kästen an der Straße, an denen ich über eine Vertrauenskasse ganz privat gelegte Eier hätte erwerben können. Hier freute ich mich an den Sonnenstrahlen, die die Kämme der Hühner im Gegenlicht zum Leuchten brachten.

Ich bin ausgesprochen stolz auf mich, komplett ohne Smartphone, Navi und Landkarte immer den richtigen Weg gefunden zu haben. Eines Tages kam ich plötzlich an Schloss Bothmer heraus, das war dann doch etwas überraschend. Aktuell hat das Schloss nur am Wochenende geöffnet, und natürlich war es gerade Donnerstag, also nichts zu machen.

So offensichtlich es ist, dass die Tage kurz sind und das Tageslicht mit dem Fahrrad unterwegs gut genutzt sein will: Trotzdem war es manchmal ein bißchen hetzig, wenn ich vor der völligen Dunkelheit in einem fremden Landstrich noch heil zurück in die Ferienwohnung kommen wollte.
Abends gab es täglich ein großes Geschrei von Kranichen, die in Schwärmen über die leeren Felder flogen und sich nicht einig waren, wo sie sich zum Übernachten niederlassen wollen. Oder wer aus dem Schwarm dabei sein durfte und wer nicht – oder was immer das Krakeele verursachte.

Schloss Kalkhorst war eine wunderbare Entdeckung, neben der Schönheit des Gebäudes lag der Charme ganz klar im Park. Darin versteckt viele ungewöhnliche Baumarten, eine Familienkapelle/-gruft, ein malerischer Teich und der sogenannte Felsengarten (Bild oben). Nur die sichtbaren Spuren der Nazis, erkennbar an alten Inschriften am Haus, trübten das Vergnügen etwas.

Und dann fand ich sie doch: Die beiden Mammutbäume im Lenorenwald, ein weiterer steht im Park von Schloss Kalkhorst. Wenn wir jetzt noch einmal 400 Jahren warten, dann sind sie richtig imposant! Bis dahin hilft die richtige Kameraperspektive und das Betasten der watteweichen Rinde, sehr ulkig.
Kurz: Wer an der Lübecker Bucht den Stadtmief hinter sich lassen möchte, ist auch im Januar im Klützer Winkel richtig. Jenseits der völlig zugebauten Küstenorte von Travemünde bis Sierksdorf gibt es hier jede Menge Luft, Weite, Ruhe und Bewegung. Zum Abschied traf ich sogar noch einen Seehund – Seele, was wünschst du mehr?

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Wunschzettel für den Urlaub: Aktiv und bummelig die Seele baumeln lassen

Meine persönliche Aktivitätenliste für einen Urlaub an der Nordsee, der Herz und Hirn gut tut.
Zur Nachahmung empfohlen, egal, in welchem Ferienort.
1.) Wocheneinkauf in einem fremden Supermarkt
Jaaaa, ich gebe zu, so wahnsinnig viel Lust hatte ich nicht, den Einkauf für unsere Urlaubswoche anzugehen. Aber allein durch einen fremden Supermarkt zu laufen, kann auch ganz schön sein. Selbst, wenn es nicht so unterhaltsam wie in Skandinavien oder Frankreich ist – auch ein unbekannter Edeka kann Teil des Ferienprogramms sein, wenn ich mir Zeit lasse, statt durch die Gänge zu galoppieren. Und wenn der Ehemann in der Ferienwohnung arbeiten muss, ist selbst die Pflicht eine verhältnismäßig entspannte…
2.) Kunst genießen
Ich brauche keine ganz besonders große Kunst, die am Besten noch brutal und verstörend ist. Mir reichen ein paar Ölgemälde im historischen Gemeindesaal und der Besuch in einer Töpferei. Das mag spießig und seniorengerecht klingen, aber mich inspiriert es und hebt meine Laune nachhaltig. Besonders, wenn ich der Kunst dicht auf die Haut rücken kann, um herauszufinden, wie ein bestimmtes Bild entstanden ist. Allein zu sehen, dass ein wirklich gelungenes Gemälde von einem echten Könner offensichtlich mehrfach komplett neu gemalt wurde, wie die Farbränder am Rand der Leinwand zeigen, empfinde ich als enorm ermutigend.

3.) Einen Sport jenseits des Alltags ausprobieren
Alle paar Jahre nutze ich den Urlaub, um eine Reitstunde zu buchen – zuletzt auf der Gemeindefreizeit auf Rømø. Ich werde wohl nie verstehen, warum Personen, die Ausritte für AnfängerInnen anbieten, derart ruppig und herzlos sind und damit jedes Mal einen Teil meiner Freude stehlen. Es ist und bleibt mir ein Rätsel. Nichts desto trotz versuchte ich, die Zeit mit meinem namenlosen Pony zu genießen und zehre noch eine Woche später vom Muskelkater (-;

4.) Zu seltsamen Tageszeiten spazierengehen
Damit mein Mann trotz Arbeit die Woche genießen konnte, gingen wir jenseits der üblichen „Draußen-aktiv-sein-Zeit“ spazieren. So erlebten wir einen wunderbaren Dämmerungsspaziergang, bei dem wir zwischendurch das Quermarkenfeuer passierten und am Ende vom Leuchtturm durch die Dunkelheit geleitet wurden. Einen Seehund trafen wir auch, der offensichtlich gehofft hatte, dass all die Nervensägen endlich drinnen vor dem Fernseher saßen oder sich in Restaurants mit der Seuche infizierten.

5.) Meine heißgeliebten „Auf-dem-Bauch-liegend-Perspektiven-Fotos“ schießen
Ich bin immer auf der Suche nach dem finalen, endgeilen Foto von „Strandgut im Vordergrund und Wellen im Hintergrund“. Das ist eine reichlich feuchte Angelegenheit, bei der schnelles Aufspringen, Strandgut retten und vor Riesenwellen davon rennen (aus dem Liegen hoch hechtend) nötig sind.
Full-Body-Workout nennt man das, glaube ich.
Ach ja, Bernstein suchen gehört seit Kindheitstagen auch dazu, im Bild oben ist KEIN Bernstein zu entdecken. Leider.
6.) Eine ausgewogene Ernährung hilft dem Großstadtgestressten Körper, sich von innen heraus zu erholen. Und zu entgiften, ganz wichtig: Nichts geht heute mehr ohne entgifffften
Mein Tipp: Kuchen zum Mittagessen.
Heute.
Gestern.
Und vielleicht morgen noch mal.
Lässt sich ideal beim Traditionsbäcker abholen, auf langen Touren in der Vorratsdose mitnehmen und mit sandigen Händen (siehe oben) essen.
Kinder gibt’s hier keine, die erzogen gehören und ein verlässliches Vorbild brauchen. Jippieh!

7.) 38000 Mal das gleiche Motiv fotografieren, während wir uns ihm nähern, daran vorbei wandern und uns wieder entfernen
Weil’s geht.
Und Spaß macht, möglichst viele Perspektiven und Varianten zu finden.
Und weil es in Hamburg keine Leuchttürme gibt.
Also: Draufhalten, bis die Möwe weint.

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Urlaub ist ein schöner Ort

Manche Orte haben einen so elementaren Platz in meinem Herzen wie ein besonders lieber Mensch.

Damit ich meine seelische Betriebstemperatur halte, muss ich regelmäßig ans Meer. Hätte ich eine Bedienungsanleitung, enthielte spätestens der dritte Satz einen entsprechenden Hinweis: „Mindestens ein bis zwei Wochen pro Jahr muss dieses Individuum ans Meer transportiert werden. Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, muss das Produkt ausführlich den maritimen Witterungsbedingungen ausgesetzt werden. Sonst drohen vorzeitiger Verschleiß, sinkende Produktivität, emotionale Unberechenbarkeiten.“

Der erste Weg zum Strand ist für mich jedes Mal wie eine Neugeburt:
Das erste Mal über die Bohlenwege durch die kilometerbreiten Dünen, dann hinunter an den Strand, weitere 300 bis 600m über den Kniepsand bis zur Wellenkante. Hinter uns stand ein Regenbogen – das ideale Versprechen Gottes, uns zu segnen und unsere Auszeit heilsam zu begleiten.
Wenn ich dann endlich am Spülsaum stehe, die Brecher vor mir an den Strand krachen und die Strandläufer durch die Gischt rennen – dann bin ich Zuhause.
Endlich.

Nur Himmel, Weite, Wind und Meer.
Und ich mittendrin.
Danke, Jesus.

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LandArt im Herbst: Blättergirlanden auffädeln

Noch gibt es kaum buntes Herbstlaub, dennoch möchte ich schon mal eine kreative Idee für Spaziergänge zeigen:
Aus farbigen Blättern gestaltete ich Girlanden auf zwei unterschiedliche Weisen. Einmal drückte ich mit dem Fingernagel kleine Löcher beidseits der mittleren Blattachse in das Blatt und fädelte einen Faden hindurch. Die entstandenen Ketten hängte ich über einem Fluss auf, sodass sie sich mit dem blauen Himmel schön im Wasser spiegelten und im Wind drehten.

Für die andere Variante benutzte ich Zahnstocher: Dazu legte ich jeweils zwei Blätter überlappend aufeinander und schob einen Zahnstocher als Verbindung durch beide Blätter. Wie mit einer Nadel tauchte ich zwei Mal auf und wieder ab, damit eine stabile „Naht“ entstand.
Aus Rhododendronblättern lassen sich ganz glatte Ketten anfertigen, gelbes Eichenlaub ergibt eher wuschelige Girlanden.

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Gott in der Natur erleben: Urlaub mit der Schöpfung

Frisch aus dem Urlaub und zurück im Corona-verseuchten Hamburg kann ich nur staunend an unsere Erlebnisse in Mecklenburg zurückdenken:
Gottes Schöpfung ist einfach großartig.
Wir wohnten in direkter Nähe zu einem Kranich-Schwarm und mehreren Storchennestern. Im Garten besuchte uns regelmäßig ein Reh, und den Fuchs verpasste ich leider, weil ich konzentriert las. So viele Vögel wie noch nie haben wir gesehen, die mir fast alle unbekannt waren. Außerdem Ringelnattern, eine Blindschleiche, mein heißgeliebter Grünspecht. Jeden Abend verdunkelte eine riesige Wolke Stare den Himmel, während es nachts endlich einmal komplett still war.


Gott ist großartig, und seine Schöpfung ebenso.
Für uns oft nicht verständlich, schwer zu fassen, als moderne Stadtmenschen von beidem entzweit: Der Stille, in der sich Gott finden lässt, und der Lebenswelt der Wildtiere. Beides bewegt sich außerhalb unserer Kontrolle; außerhalb unseres Glaubens, dass alles machbar sein müsste.
Dennoch, wie kostbar, zumindest eine kurze Zeit lang weit außerhalb von allem zur Ruhe kommen zu können.

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Fruchtig-frische Grüße: Karten mit Zitronen basteln

Mit einer Papierstanze für Zitronen gestaltete ich diverse Glückwunschkarten. Wer wissen möchte, woher ich die Stanze habe, schreibe mich gerne an – ich mache hier keine Werbung.
Für die Zitronen bemalte ich einen dicken Bogen Aquarellpapier in gelb-grün, um schöne Farbverläufe zu haben. Die Blätter stanzte ich aus Motivpapier aus. Die Hintergründe gestaltete ich ganz unterschiedlich:

Für eine Karte im Hochkantformat druckte ich einen Zitronenzweig aus, malte ihn mit Buntstiften an und dekorierte ihn mit weiteren Früchten und Blättern.
Ebenso suchte ich die Zeichnung eines Querschnitts der Frucht im Internet, verwendete ihn ebenfalls als Hintergrund und fuhr die Linien fein mit Buntstiften nach.
Auch eine Kombination verschiedener Motivpappen, hier in hellblau mit Pünktchen, ergibt eine schöne sommerliche Stimmung.Als weitere Variante nutzte ich gestreiftes Papier, das ich quer einsetzte und damit den Eindruck einer Kiste erweckte:
Wie ein Marktstand im Freien wirkt das Arrangement.
Ebenso gut können natürlich auch Papierstreifen geschichtet werden, um nebeneinander geklebt die „Bretter“ der Kiste darzustellen.

Und wer es lieber ganz puristisch mag:
Einfach eine gelbe Klappkarte nehmen, oben und unten mit gerissenem Papier in weiß bekleben, darauf die Zitronen setzen – fertig.

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Mitbewohner gesucht: Matrose, Kapitän oder Seemann bitte anheuern

Im Sommerurlaub in Finnland vor ein paar Jahren wurde ich jeden Morgen im Bad von einem Kapitän begrüßt.
Okay, er war „nur“ aus Holz geschnitzt und saß auf dem Regal, aber dennoch gehörte er für mich zu den regulären Bewohnern dieses roten Holzhauses auf der Waldlichtung.
So freute ich mich sehr, als ich neulich einen hölzernen Kapitän völlig per Zufall in den Kleinanzeigen fand. Während wir auf Fehmarn waren, kümmerte ich mich nicht weiter darum, und als ich zurück nach Hamburg kam, hatte ihn schon jemand anderes entdeckt und abgeholt.

Ich war überraschend enttäuscht, die Holzfigur nicht besitzen zu können. Ein verzichtbarer Luxus, fand ich, und noch dazu ohne großen Wert.
Dennoch flöhte ich die Kleinanzeigen einmal deutschlandweit nach einem geschnitzten Seemann durch, bis ich einen fand: Aus New England.
Als er ankam, stellte ich fest, dass er noch grimmiger schaute und noch stärkere O-Beine hatte, als erwartet. Auch die Farbe des Pullis und der Mütze sind deutlich speckig vom Alter oder weil damit gerne Kinder gespielt haben.
Jedenfalls gehört dieser grummelige Vertreter mit seiner cholerischen Hautfarbe jetzt zu uns und erinnert mich an Urlaube am Meer und an’s Aufstehen in dem roten Sommerhaus in Finnland.

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Aufatmen und durchpusten lassen

Nach einer Woche auf Fehmarn dachte ich gestern:
„Was machen wir eigentlich in Hamburg? Hier ist es voll, laut, hektisch, dicht bebaut…. was tun wir hier bloß?
Ach ja, wir leben hier.
Mist.“

Fehmarn im Herbst ist wirklich, wirklich unspektakulär. In der Hochsaison locken Kurse zum Surfen und Kiten, das Siloklettern, Reiten und andere Aktivitäten. Ende Oktober ist davon kaum noch etwas zu spüren. Aber die Küste ist zu jeder Jahreszeit schön, und wenn ich am Strand laufen kann, bin ich immer glücklich.
Im Hofcafé Kuchen zum Mitnehmen kaufen und auf eine Bank am Strand von Gold setzen, um mit vollem Mund den Wassersportlern zuzuschauen, geht auch im Herbst. Beim Leuchtturm vorbei radeln und abends im Dunkeln zum Strand stapfen, um Sterne zu zählen, macht auch bei frischem Wind Spaß.

Nun ist Reisen bis auf Weiteres untersagt, und die Frage bleibt: Wo können wir abschalten und auf Distanz zu unserem Leben gehen, wenn der Alltag virusbedingt wieder stark eingeschränkt werden muss?
Wo finden wir die Möglichkeit zum Durchatmen?
Wo entdecken wir Freiräume?
Was bleibt uns in den Wintermonaten, wenn sicher und dennoch effektiv eine Auszeit aus der Routine benötigt wird?

Ich wünsche uns allen gute Ideen, um auf Distanz zusammenzuhalten und die Nerven zu bewahren.
Und die Dankbarkeit für Begegnungen am Telefon und Auszeiten in der Natur.

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Schlemmen rund um den Plöner See

Nachdem wir uns im ersten Artikel „Sport rund um Plön“ verausgabt haben, folgt heute logischerweise der extrem wichtige Programmpunkt „Schlemmen“, der den Urlaub erst lustvoll macht.
In der Räucherei Lasner kauften wir Maränen, eine spezielle Fischart, die nur in bestimmten Seen Deutschlands vorkommt und den Juni und Juli über gefangen wird. Ein Genuss!

Auf dem Gelände der Räucherei in Ascheberg, direkt am See, wird auch Mittagessen serviert – die Preise sind leider nicht angemessen, daher rate ich nur zum Einkauf in der Räucherei. Abends Fisch auf’s Brot, zusammen mit frischen Tomaten und Gurken – wunderbar!

Wirklich guten Käse kauften wir im Käsehof Biss zwischen Dersau und Kalübbe, der auch diverse andere Produkte vertreibt. Sie stammen zum Teil aus der Region, viele aber auch aus Süddeutschland. Schade, es gibt so viele kleine Manufakturen im Norden! Die Kühe der dazu gehörenden Milchhöfe werden leider nicht (oder nur teilweise) draußen gehalten, die Milch ist nicht biologisch hergestellt. Die Ställe, die wir in der Umgebung sahen, wirkten aber in Ordnung – auch, wenn wie fast überall die Kälber getrennt gehalten werden.
Warum ich den Käsehof trotz dieser Einschränkung empfehle: Die Produkte schmecken hervorragend!

Positiv überrascht waren wir von dem konsequenten Hygienekonzept in „Brooks Cafe Achter de Mur“ in Bosau. Die Frauen im Service hatten „den Laden voll im Griff“ und waren gleichzeitig sehr bemüht, dass es allen Gästen gut ging. Die Torten sind köstlich, riesig und der Preis dafür sehr angemessen. Die Quiche mit kleinem Salat schmeckte ebenfalls gut, sodass auch LiebhaberInnen herzhafter Speisen auf ihre Kosten kommen.

Wer mit dem Rad oder der 5-Seen-Fahrt nach Malente kommt, sollte in der Villa Colonial direkt über dem Dieksee einkehren:
Mein Mann genoss einen hervorragenden vegetarischen Burger und ich musste aus-nungs-weise sehr dringend eine Currywurst essen.

Und für alle, die diesen Artikel bisher viel zu ungesund fanden:
Auf dem Stockseehof pflückten wir Himbeeren auf der Plantage, zusammen mit Naturjoghurt und ggf. weiteren Früchten eine wunderbare Sportler-Mahlzeit!

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Sport rund um den Plöner See

Der Plöner See und die umgebenden Seen liegen in der Holsteinischen Schweiz und gehören zu den saubersten Gewässern Deutschlands. Ideal für aktiven Urlaub, und weil der Körper Kraftstoff braucht, folgt auf den Sport in Kürze der Artikel „Schlemmen rund um Plön“.
Wir starten mit einer Kanutour einmal um das Plöner Stadtgebiet, beginnend bei dem Kanuverleih, rund um die Prinzeninsel, durch einen verwunschenen Kanal und über mehrere kleine Seen zurück zum Ausgangspunkt. Die Prinzeninsel hat einen sehr schönen Strand inklusive kostenlosen Strandkörben, auch für Radfahrende und SpaziergängerInnen ein wunderbarer Platz für eine Pause!
Das Restaurant Seeprinz liegt quasi im Plöner See und hat einen Anlegesteg für WassersportlerInnen, um zum Mittagessen direkt auf die Terrasse steigen zu können.
Die Segelschule Plön bietet neben Segelbooten auch SUPs und Tretboote an, mit sehr humanen Preisen und nettem Personal.

Wer mit dem Rad unterwegs ist, kann auf dem Stockseehof Himbeeren ernten und die Gartenausstellung anschauen. Unter großen Linden ist ein Biergarten aufgebaut, leider mit teuren Preisen und Massenabfertigung.

Das Dorf Dersau liegt nahe des Stocksees am südlichen Ende des Plöner Sees. An der Hauptstraße wartet ein Häuschen voller Bücher auf alle, die entweder ihren eigenen Roman tauschen oder gegen eine kleine Spende ein Buch mitnehmen wollen. Inklusive dem „Weg zu tiefer Befriedigung“ nebenan – damit die SportlerInnen abends die Beine hochlegen und schmökern können.

Im Wald hinter Dersau begrüßt ein Briefkasten voller Briefe alle Spaziergänger, die einen neugierigen Blick riskieren wollen. Daneben steht eine Bank für die verdiente Pause, leider gibt es hier derzeit viele Mücken: Der einzige Ort, wo sie rund um Plön unterwegs sind.

Die 5-Seen-Fahrt ist ideal, um etappenweise zu wandern und sich über das Wasser mitnehmen zu lassen. Passagiere können überall zu und aussteigen, Ziel ist Malente am Dieksee, von dort geht es wieder zurück nach Plön. Wer mag, läuft ab Malente am Kellersee entlang nach Eutin mit der historischen Altstadt und dem Schloss, zurück nach Plön fährt die Bahn.

Wer auch die Finger spielen lassen will oder zwischen den aktiven Tagen eine Runde im Ferienhaus pausiert, findet in der traumhaften PatchWerkstatt fantastische Stoffe und eine kompetente Anleitung. Falls Regentage den Bewegungsdrang trüben, ist damit für Abwechslung gesorgt.