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Grüße aus dem Alten Land

 

An einem der wunderbar sonnigen Herbsttage hatte ich zum Glück frei, sodass ich mit einer Freundin kurzfristig beschloss, ins Alte Land zu fahren.
Europas größtes Obstanbaugebiet voller Äpfel, Birnen und Zwetschgen liegt direkt südlich Hamburgs an der Elbe. Das klassische Programm besteht aus dem Besuch eines der Obsthöfe, dem Genuss von Kuchen im hofeigenen Café (mit Abstecher in den Hofladen), einem Gang durch die Plantagen sowie einer Runde entlang des Deichs mit Blick über die einlaufenden Container-Riesen.

 

 

Mit Glück sind die Deichschafe gerade auf dem Abschnitt unterwegs, den wir zum Spazieren aussuchen.
Richtung Süden schweift der Blick über die Obstplantagen bis zu den bewaldeten Hängen zwischen Buxtehude und Agathenburg (Niedersachsen).
Richtung Norden strömt die Elbe der Nordsee entgegen, am anderen Ufer grüßt der Obstanbau der Haseldorfer Marsch (Schleswig-Holstein).

 

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Hamburgs heimliche Höhepunkte: Museumsdorf Volksdorf

 

Hamburgs Stadtteile im nördlichsten Nordosten nennen sich „Walddörfer“, da sie tatsächlich größtenteils ihren dörflichen, sehr grünen Charakter bewahrt haben. Im Stadtteil Volksdorf liegt das Museumsdorf, das offensichtlich längst nicht allen Hamburgerinnen bekannt ist. Um Interessierten sowie TouristInnen diesen schönen Ort vorzustellen, habe ich eine Reihe Fotos aufgenommen – vorrangig von den Tieren, wie ich zugeben muss…

 

 

Irgendwann kam ich nach einem Zahnarzt-Besuch, der mich in diese Ecke Hamburgs verschlägt, mal im Museumsdorf vorbei und vermisste die Schweine. Zufällig stiefelte gerade jemand über das Gelände, der sich auskannte, und antwortete auf meine Frage, wo sie stecken würden: „In der Wurst.“ Er meinte es sehr ernst, fürchte ich. Daher sollte man mit dem Besuch nicht zu lange warten, bis im späten Herbst geschlachtet wird…

 

 

Während der Wochenenden werden hier oft bäuerliche Aktivitäten vorgeführt, es finden Pflanzenmärkte oder Lesungen auf Plattdeutsch statt.
Unter der Woche ist das Gelände (außer montags) von neun bis siebzehn Uhr kostenfrei geöffnet. Die historischen Gebäude sind dann geschlossen, aber die Tiere und der Bauerngarten können besucht werden. Regelmäßige Veranstaltungen zum Erhalt alter Handwerkstechniken sind im Veranstaltungskalender zu finden.

 

 

 

Ich lieben diesen Ort, weil er zum Auftanken einlädt. Die Großstadt Hamburg scheint weit weg und das kindliche Beobachten von Haustieren entschleunigt sicherlich JedeN.

 

 

Weitere heimliche Höhepunkte in Hamburg:
Das Wittmoor (in Hamburgs Nordwesten)
Das Wellingsbüttler Torhaus (im Norden Hamburgs am Alsterwanderweg)
Der Stadtpark
Grüne Perlen entlang der Alster
Spaziergang entlang des Leinpfads (schließt sich an die grünen Perlen der Alster an)

Das Bergedorfer Schloss (in Hamburgs Südosten)

aufmerksam, kreativ

Meeres-Mandala

 

Am Strand unseres Urlaubsortes in der Bretagne gestaltete ich aus Fundstücken ein Mandala:
In der Mitte der Boden einer Glasflasche, schon schief abgeschliffen. Darauf ein sonnengebleichter Krebs, umrandet von Herzmuscheln. Ein dicker Strang Algen umgibt das Arrangement, darin hat sich eine Feder verfangen.
Eine Französin spazierte vorbei und machte mir Komplimente für das „temporäre Kunstwerk“. Ich versuchte, ihr zu erklären, dass es ein „Mandala aus Naturmaterialien“ sei. Da sie den Begriff Mandala nicht kannte, erörterte ich ihr so gut es ging das Prinzip. Wie so oft im Französischen, fing ich mit meiner Erklärung in der Mitte an und ließ mich über „des formes naturelles“ und „une faςon du meditation avec des crayons“ aus, statt der armen Frau zu sagen, dass es sich im Original um gedruckte Vorlagen auf Papier handelt. Naja, sie fand es nett, dass ich mich so abmühte und erkundigte sich interessiert nach meiner Muttersprache und was ich in der Bretagne verloren hätte… 😉 Französinnen sind wirklich ausgesprochen freundlich und zugewandt, habe ich festgestellt.

 

Verlinkt mit CreaDienstag, ein kleiner blog, HandmadeOnTuesday, Dienstagsdinge, Pamelopee und Meertje.

aufmerksam, kreativ

Mandala aus Fundstücken

 

Wenn ich in unserem grünen Innenhof, intern auch „Garten“ genannt, zwischen den alten Bäumen umher streife, finde ich manchmal grüne Äpfel. Oder unreife Kastanien. Oder erste Eicheln.
Aus ihnen legte ich spontan mit einer großen Rudbeckia-Blüte und kleinen Sommerastern eine Art Mandala. Eine schöne, meditative Idee für Sommertage mit Kindern, auch mit Fundstücken vom Strand denkbar.

aufmerksam, feminin

Buchempfehlung: „Garten-Geschichten“ von Eva Demski

 

Eine 99jährige Dame, die sich mit Philosophie beschäftigt und bis heute wunderhübsch aussieht, empfahl mir ein Buch:
Eva Demskis „Garten-Geschichten“. Eine Sammlung abwechslungsreicher Erzählungen aus geheimen, überwucherten Ecken, Kindheitserinnerungen und englischen Klassikern.
Es erzählt deutsche Geschichte, lässt uns in andere Epochen reisen, macht uns mit einem neuen Blick auf die Kunst vertraut und warnt vor den typischen Anfängerfehlern im Garten.
Kurz: Für alle Gärtnerinnen und die, die es werden wollen, ein genüssliches Lesevergnügen und eine Quelle vieler kluger Informationen.
Die Kapitel lassen sich wunderbar im heimischen Liegestuhl oder im Strandkorb an der Küste lesen.

 

aufmerksam

Ausflug außerhalb Hamburgs: Am Dassower See und Pötenitzer Wiek entlang zur Ostsee

Alter Speicher in Dassow

 

Die Trave hat zwischen Lübeck im Süden und Travemünde im Norden zwei große Ausbuchtungen, den Dassower See und die Pötenitzer Wiek. Beide wollte ich seit dreizehn Jahren besuchen, und endlich hat es geklappt.

 

Lübecker Straße, Dassow

Eine Warnung vorab: Den Dassower See kann man nicht umrunden und „nur aus der Ferne genießen“, wie ein Anwohner uns erzählte. Dassow selbst ist auch keine Attraktion, insofern reicht es völlig, auf dem Weg zur Pötenitzer Wiek durch Dassow zu fahren. Dem „Travemünder Weg“ folgend Richtung Johannstorf bietet es sich an, in die Straße „Am Hof“ abzubiegen und dort das verlassene „Schloss Johannstorf“ zu besuchen.

 

Torhaus von Gut Johannstorf

 

Hier wurden Teile des Films „Das weiße Band“ gedreht. Verfallene Gebäude flankieren ein Gutshaus, das äußerlich schön renoviert im Schlaf zwischen Baugerüsten verharrt. Wer weiß, wie es innen aussieht und wann die Arbeiten wieder aufgenommen werden? In unmittelbarer Nähe liegt das Gut Benckendorf, zu erreichen über einen Fußweg hinter Gut Johannstorf oder von der „Schulstraße“ aus.

 

 

Von Johannstorf aus fuhren wir die „Seestraße“ entlang, bis wir die nicht ausgeschilderte „Puschkinstraße“ erreichten. Sie ist an einem alten Reetdachhaus mit malerischem Garten neben einer Obstwiese zu erkennen. Dort parkten wir das Auto und folgten dem Pfeil „Zum See“.

 

 

Wer jetzt feste Schuhe, am besten Gummistiefel, trägt, ist klar im Vorteil. Durch einen leicht sumpfigen Waldstreifen gelangt man in eine kleine Allee, die in eine abgeschiedene Wiese am Seeufer mündet. Ein Klappbank wartet auf BesucherInnen, die sich ringsum an wilden Äpfeln, Pflaumen, Kirschen und Mirabellen bedienen können. Wer mag, schleicht am Uferrand durch´s Schilf und erkundet mehrere kleine Buchten.

 

Pötenitzer Wiek

 

Wir entdeckten neben dem Obst prächtige Weinbergschnecken und aromatische wilde Pfefferminze. Entsprechend witzelten wir, dass uns nur der Wasserkocher für ein französisches Mahl auf dem Lande fehlen würde und auch die Minze nur auf einen Cocktail wartete…

 

 

Leider fanden wir den Wanderweg zwischen Johannstorf und Pötenitz  auch dann nicht, nachdem wir uns tapfer auf einem Wildpfad durch die Vegetation geschlagen hatten.
Entsprechend kehrten wir zum Auto zurück und fuhren über Pötenitz und Harkensee (mit einem tollen, leuchtend gelben Gutshaus) nach Groß Schwansee.
Unterwegs kamen wir an vielen kleinen Straßenständen mit Obst, Gemüse, Eiern, Honig und hausgemachter Marmelade vorbei. Nach der Weinbergschneckenvorspeise hätten wir uns hier mit allem, was das weitere Menü verlangt, eindecken können 😉 Tatsächlich nahm ich wunderbare gelbe Mirabellen mit, wie immer gegen einen Obolus in die Vertrauenskasse.

 

 

Den etwas widersprüchlichen Hinweisen zum Schlossgut Groß Schwansee durch die Landschaft folgend sinnierten wir über die Bedeutung des Begriffs „Brasserie“. Grundsätzlich in noblen Urlaubsorten sowie hochpreisigen Hotels beheimatet hatten wir bisher nicht herausfinden können, was eine Brasserie kennzeichnet. Leider erschloss sich die ungeklärte Bedeutung auch nicht beim Besuch der dortigen Lokalität, in der es uns davon unabhängig gut gefiel.
Insgesamt sieht man dem Gebäudekomplex in Groß Schwansee sein Alter nicht an. Das historische Schlossgut ist zu Tode saniert und wirkt wie ein glattpolierter Neubau. Der ehemalige Pferdestall ist vielleicht alt, tut aber vielleicht auch nur so und ist ein ebenso geleckt wirkender Bau. Völlig unnötig ist das gegenüberliegende „Parkgebäude“, eine große verglaste Schuhschachtel mit Gästeappartements. Auch der Park ist recht klein und lädt nicht unbedingt zum Spazieren ein.

 

Schlossgut Groß Schwansee

 

Dafür ist die Allee an die Ostsee wirklich schön und der Strand übersichtlich und naturbelassen. Alles in allem passend für einen kurzen Aufenthalt, Heiraten oder Urlauben würde ich hier nicht.

 

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Sommerstimmung für alle, die am Schreibtisch ausharren müssen

 

Wer steckt außer mir noch in den Vorbereitungen für den Sommerurlaub?
Wer muss außer mir noch eine Weile durchhalten, bis die Ferien anfangen?
Die letzten Tage habe ich wie besengt Mails auf französisch geschrieben, am besten noch abends nach 22.00 Uhr oder morgens vor dem Frühstück, damit die Ferienwohnung endlich gebucht ist…
Wer außer mir auf dem letzten Loch pfeift, was den Energiehaushalt angeht:
Hier kommt wunderbare Gute-Laune-Musik für alle, die eine Runde Schwung brauchen.

Hej, hej, Sommartider (von Gyllene Tider)

 

 

Dieses Jahr findet das beliebte Mitsing-Konzert „Allsång på Skansen“ leider wieder ohne uns statt, aber hier ist eine weitere „Sommer-Hymne“ für alle Schwedenfans.
Wer „Hej hej Monika“ noch nicht kennt, mag zum Einstieg vielleicht diese Variante mit einem tanzenden Zweijährigen.
Wer eine Runde Albernheit braucht, kommt mit „Sean Banan“ auf ihre / seine Kosten.

In diesem Sinne: Wir halten bis zum Urlaub durch! Und wer noch schnell eins der legendären Konzerte in Stockholm erleben möchte: Es gibt noch kurzfristig Flüge, und Tageskarten für den „Skansen“ mit seinen nordischen Tieren, historischen Häusern, Werkstätten und Geschäften sowieso. Einen Tag Spaß im Freilichtmuseum und das beste Open-Air-Konzert von Welt gratis am Abend dazu.
Ähm, Schatz? Lass uns die Frankreich-Pläne verschieben, ich habe da eine Stimmungsgarantie im Blick… 😉

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Günstiger Urlaub in Olso – Oslo on a Budget

Ein Wort vorab: Wirklich günstig ist ein Urlaub in Oslo auf keinen Fall, da aktuell zwei- bis dreifache Preise verglichen mit dem Euro bezahlt werden müssen.
Wechselkurs Norwegische Krone (NOK) in Euro, Stand Ende Mai 2017: Ein Euro ist knapp das Zehnfache in Kronen wert, das bedeutet, dass man beim Umrechnen einfach nur das Komma eines Betrags in NOK eine Stelle nach vorn verschiebt und so den Betrag in Euro erhält.

Oslo is often called the most expensive town of the world. If you want to have an nice, low-cost vacation, you should definitly not choose Oslo, that´s for sure. But if you want to visit the capital of Norway, I´ve some ideas for you.

 

Festung Akershus
Fortress Akershus

 

Als Vorbereitung habe ich einige Internetseiten besucht, die versprachen, aus erster Hand die tollsten Attraktionen für ein vernünftiges Preis-Leistungs-Verhältnis zu bieten. Die meisten Artikel waren englischsprachig und hielten ihr Versprechen bei Weitem nicht. Insofern werde ich mich hüten, nach einer Woche in Oslo so zu tun, als hätte ich den totalen Durchblick – das sollte den NorwegerInnen vorbehalten bleiben.
Dennoch habe ich eine Reihe Tipps für einen schönen Urlaub, die die exorbitanten Kosten etwas in Schach halten.

Before taking our flight I´ve read some articles about „Oslo on a Budget“. None of them helped me, because they all broke their promises: Lots of superficial assertions and nothing helpful. Of course the only ones, who could give the best advices, are norwegians. I´m german and I´ve stayed just a week in Oslo. However I´ve some tips to share!

 

Deichmannske-Bibliotek in Grünerløkka
Library at Grünerløkka

Wunderschöne Skulpturen-Parks und grüne Anlagen, die einen Besuch wert sind und nichts kosten, habe ich hier bereits vorgestellt.

Als Kurzversion:
* Vigeland-Anlage mit monumentalen Skulpturen rund um das menschliche Leben im Frogner-Park
* Schlosspark
* Festung Akershus, auf einem grünen Hügel direkt oberhalb des Oslo-Fjords
* Botanischer Garten mit kostenlosem Eintritt in historische Gewächshäuser
* Ekeberg-Park, ein Wald oberhalb des Oslo-Fjords voller moderner Kunst
* ein Spaziergang entlang der Akerselva von der City bis ins Grüne
* Halbinsel Bygdoy mit Wald und herrlichen Buchten zum Baden
* Das Gelände rund um die Skisprungschanze Holmenkollen

Alle diese Parks sind gut zu Fuß erreichbar (bis auf den Holmenkollen, es sei denn, man wohnt dort in der Nähe)!

* Mit der Fähre auf die Inseln im Oslo-Fjord, dazu reicht ein „normales Nahverkehrsticket“, Zone 1

 

Akerselva, auf Höhe des Stadtteils Grünerløkka
The river Akerselva

 

If you want to save money, you should love to walk. Oslo is a very green capital with lots of parks. They all can be reached easily by foot. Where to go without paying entrance:

* Vigelands-Park with monumental statues showing a humans live between love and sorrow
* The park around the norwegian palace
* Fortress Akershus, on a hill above the fjord of Oslo
* Botanic Garden with access to historic greenhouses
* Ekeberg-Park, a wood above the fjord full of modern art
* a walk along Akerselva, starting in the centrum of the city and ending in plain nature
* Peninsula Bygdoy with woods, nice gardens and great bays for swimming
* Skijump-hill Holmenkollen and woods around

You can reach all these parks (except Holmenkollen) by foot!

* Taking a ferry to the little islands in the fjord, you can use a normal ticket for bus and underground,  Zone 1

 

Telthusbakken

Wer die moderne Architektur der City nicht mag, kann den Telthusbakken und die Damstredet besuchen, zwei süße Gassen mit alten Holzhäusern. Da fühlten wir uns wie auf Bornholm…

If you like nice old houses, you can walk along the little streets Telthusbakken and Damstredet.

 

Vor dem königlichen Schloss
In front of the Palace

Wer in der eigenen Umgebung gute Cafés sucht, sollte dazu yelp befragen. Mit einem Auge auf das symbolische Dollarzeichen lassen sich so beliebte und bezahlbare Bistros finden.
Wer in einen Regenschauer gerät und einfach nur einen charmanten Unterschlupf braucht, ohne viel Geld für Kaffee auszugeben, sollte die Deichmannske Bibliotek in Grünerløkka aufsuchen. Wie fast überall gibt es hier free WiFi.

If you are searching a nice and afforddable café, you should ask yelp. Paying attention to the symbolic dollar-icons, you can find a good and accessible location. If you just need a place to stay during a sudden shower, you can visit the Deichmannske library at Grünerløkka . As nearly everywhere in Oslo you can use free wifi here.

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Barnegalleriet – Kindergalerie in Grünerløkka
Barnegalleriet – Gallery of children at Grünerløkka 

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Oslo mit Kindern – Oslo with kids on a budget

In Grünerløkka, direkt am Olaf Ryess Plass, liegt ein Café, dessen Rückseite eine öffentliche Kindergalerie darstellt. Einfach vor Ort mitmachen!
Die Festung Akershus lädt zum Ritterspielen ein und die Akerselva beeindruckt mit Wasserfällen neben Hochhäusern.
Der Ekeberg-Park beinhaltet einen Streichelzoo inklusive Ponyreiten für relativ preisgünstigen Eintritt.
Gegen deutlich mehr Eintritt faszinieren auf der Halbinsel Bygdøy das Fram-Museum mit zwei alten Forschungsschiffen zur Entdeckung der Pole, die Flöße Kon-Tiki und Ra sowie das norwegische Volksmuseum mit alten Bauernhäusern, Dörfern, Personen in Tracht und einigen Tieren.
Hier gibt es den Link zum „Internationalen Kinderkunstmuseum“.
VisitOslo listet hier zehn Tipps für Kinder auf.

At Grünerløkka you can find a cafe at Olaf Ryess Plass, that hosts a gallery of childrens art. Just join and enjoy!
The fortress Akershus is perfect to play knights and the river akershus impresses young and old with waterfalls near skyscrapers.

The Ekeberg Park has a little zoo for an affordable entrance and the children can ride on ponies.
If you want to spend more money, you can visit the museums at the peninsula Bygdøy:
The Fram- Museum shows an old ship that discovered to the poles a hundred years ago.
You can take a look on the floss Kon-Tiki and Ra of Thor Heyerdal, who used them to show that ancient people were able to cross the oceans.
And you can experience how people lived a hundred years ago on their farms and citys in norway at the „Norsk Folkemuseum“. The children can watch people in costumes while working and visit the animals.
Here´s the link to the „International Museum of Children`s Art“.
VisitOlso shows suggestions for children.

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Einkaufs-Spaß in Oslo – trotz horrendem Kronen-Kurs

 

Oslo wird gern die teuerste Stadt der Welt geschimpft. Ob das tatsächlich stimmt, weiß ich nicht, da ich definitiv noch nicht alle Städte dieser Welt bereist habe. Tatsache ist, dass man mit dem doppelten bis dreifachen Preis kalkulieren muss – egal, worum es sich handelt.
Wer es dennoch liebt, sich in schönen Geschäften umzuschauen, sollte einen Plan haben (oder seeeehr viel Geld, aber diese Personen werden meinen Artikel nicht brauchen). In Oslo wimmelt es vor Filialen diverser Ketten, die China-Scheiß zu wilden Preisen verkaufen. Wer also etwas Individuelles und Bezahlbares sucht, braucht eine bessere Idee als gesichtslose Kaufhausketten.

 


Am liebsten entdecke ich die besten Second-Hand-Shops dieser Welt, weshalb ich mich inzwischen bereits vorher informiere, wo ich welche finden kann. Mein persönliches Highlight ist immer noch Myrorna in Stockholm, Kolargatan 2 nahe der Tunelbaner „Ropsten“.  An dieses Geschäft kam in Oslo niemand heran, aber ich wurde dennoch fündig.
Filialen der Second-Hand-Kette „Fretex“ sind, ebenso wie die Sammelcontainer, in vielen Stadtteilen Oslos zu finden. „Fretex“ verkauft vorrangig Kleidung, eine Filiale im hippen Stadtteil Grünerløkka besuchte ich. Leider gefiel mir die Qualität der Kleidungsstücke überhaupt nicht, vielleicht war es Zufall oder andere Filialen haben ein besseres Angebot.
Überhaupt ist Grünerløkka ein guter Anlaufpunkt für alle, die interessante Geschäfte jenseits des Mainstreams finden möchten. Es gibt diverse weitere Second-Hand-Läden, mir gefiel „Marita“ im Markveien sehr gut. Neben sehr viel Geschirr und skandinavischen Einrichtungsgegenständen wurde vor Kurzem im Keller eine Abteilung für Bekleidung eröffnet. Hier entdeckte ich ein schönes Shirt (dass ich bei einer Woche voller Sonnenschein und Wärme gut gebrauchen konnte) sowie originale norwegische Porzellanbilder. Die Wahrscheinlichkeit, etwas „typisch Norwegisches“ aufzustöbern, ist hoch – und dank der Preise gut bezahlbar.
Im Markveien erkundete ich außerdem die Boutique „Frøken Dianas Salonger“, die sowohl umgenähte Vintage-Stücke als auch neue Kleidung im Vintage-Stil verkauft. Sehr charmant, sehr hochwertig, aber natürlich in einer anderen Preisklasse als „normales Second-Hand“.

 

 

Außerdem gibt es wunderschöne Geschäfte, die Blumen und Wohnaccessoires (Mitt lille hjem) oder Blumen und Kleidung (MustangSally) kombinieren.

 

 

Natürlich muss ein Skandinavien-Urlaub unbedingt den Besuch einer Wand voll Lakritz und Gummiviecher beinhalten. Jeder Supermarkt hat eine große Auswahl an solchen Boxen, aus denen man sich bedient – bezahlt wird nach Menge. Im Markveien stolperten wir in einen „Yummy Heaven“, der nichts anderes als leere Kohlehydrate mit viel Farbe und Aroma verkauft.
Als Hamburgerin, die viele Sommer ihres Lebens in diversen skandinavischen Orten verbracht hat, bin ich an Lakritz gut gewöhnt. Wobei es in Deutschland kaum Salzlakritz gibt, das diesen Namen verdient. Ganz im Gegensatz zu Skandinavien, wo so intensives Salzlakritz angeboten wird, dass man davon fast weinen muss oder Kopfschmerzen bekommt (ich zitiere bloß, mich schreckt natürlich gar nichts… 😉 ).

 

 

Wer also wirklich, wirklich die Reisekasse im Blick behalten muss, die dank Flug, Unterkunft, öffentlichem Nahverkehr, Verpflegung und Museumseintritten täglich strapaziert wird:
Schaut euch bei „Fretex“ und „Marita“ um, kauft ein paar schöne Postkarten und labt euch an Salzlakritz. So viel Spaß muss sein!

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Weltbeste Schweine-Fotos. Ach nee: Oslo-Tipps für Naturfreundinnen

 

Gerade aus Oslo gelandet muss ich unbedingt von den schönsten Orten erzählen, die auf Freundinnen von Natur, Blumen, Wasser und Kunst warten.

 

 

An unserem ersten Tag haben wir nach dem Hinflug erstmal unser Appartement bezogen und eingekauft. Danach sind wir zum Botanisk hage (Botanischen Garten) gelaufen, um sanft den ersten Kontakt zur norwegischen Hauptstadt aufzunehmen. So, wie wir damals in Stockholm am ersten Tag Millesgården besucht haben: Perfekt, um zwischen Blumen und Blicken über die Stadt langsam anzukommen.
Jetzt im Mai hat das nordische Klima unsere Temperaturen eingeholt, auch die Pflanzen sind fast so weit wie in Hamburg. So fanden wir viele wunderschön blühende Stauden und Sträucher und bewunderten diverse Narzissen und Tulpen, die in Deutschland längst verblüht sind.
Sehr lohnend sind die beiden historischen Gewächshäuser (Palmehuset und Victoriahuset) in der Mitte des Parks, sowohl wegen des nostalgischen Charmes als auch wegen der tropischen Vegetation.
Direkt südlich des Zoologischen Museums liegt „Großmutters Garten“. Westlich angrenzend ist ein idyllischer Hang zu finden, der sich perfekt für ein abendliches Picknick eignet (wie uns viele NorwegerInnen vormachten).
Nächste Station der Tunelbanen: Tøyen. Nordwestlich schließt sich Grünerløkka an, ein hippes Viertel mit viel szeniger Gastronomie.

 

 

Tags drauf, am Sonntag, machten wir mit den schönsten Parks weiter und wanderten durch den Ekeberg-Park, südlich von Gamlebyen oberhalb des Oslo Fjords gelegen. Wer hinauf will, muss ordentlich den steilen Hang hoch schnaufen. Oben auf dem Höhenzug warten ein ausgedehnter Wald mit verstreuten Skulpturen sowie wunderbare Architektur. Alte Holzhäuser mit einem malerischen Café sind ebenso zu finden wie ein bedeutendes Beispiel norwegischen Minimalismus´. Auf die Kinder wartet ein völlig überfüllter Streichelzoo (voller Kinder, nicht voller Tiere) sowie Ponies zum Im-Kreis-Reiten.

 


Während wir unterwegs waren, kreiste die ganze Zeit ein Hubschrauber am Himmel. Zufällig stellte sich auch heraus, warum – als wir eher versehentlich an die Rennstrecke der „Tour de Norway“ kamen. Dank meines guten Riechers zischten die Radrenn-Profis später noch zwei Mal an uns vorbei.

 

 

Grün und ultimativ historisch ist es auch auf der Festung Akershus, direkt zwischen Sentrum und Oslo-Fjord. Einfach schlendern und die Spuren vergangener Zeiten wirken lassen… ein ruhiges Plätzchen jenseits der Touristenströme ist meist zu finden.
Zu erreichen am besten mit Bus und Trikk (Straßenbahn) am Rådhus plassen (Rathausplatz).

 

 

Im Park rund um das königliche Schloss soll man dringend die Wege verlassen und Bäume umarmen, dazu wird man amtlich aufgefordert. Stattdessen saßen wir auf einer Bank, aßen Birnen und beobachteten amüsiert das Treiben der königlichen Angestellten im Schlosshof.
Tunelbanen: Nationaltheatret.

 

 

Die Halbinsel Bygdøy ist nicht nur zum Bersten voll mit hochwürdigen Museen rund um die Großartigkeit der Norweger: Wikingerschiffe (Vikingskipshuset), Erreichen des Nord- und Südpols (Polarschiffe Gjøa und Fram), Herumtreiben mit historischen Stroh-Flößen quer über die Weltmeere (Kon-Tiki und Ra) sowie häusliche Betriebsamkeit vor hundert Jahren (Norsk Folkemuseum).
Nein, man kann hier zusätzlich wunderbar spazierengehen und baden. Mindestens einen ganzen Tag einplanen! Wir haben uns gleich zwei Tage Zeit genommen und dafür den ollen Holmenkollen ausgelassen. Wen interessiert schon Skispringen, wenn man auch auf Felsen am Wasser sitzen kann, wo ein Südamerikaner auf seiner Flöte den Walen etwas vorspielt? Also.
Dann ist natürlich das Norsk-Folkemuseum ein Highlight für sich, allerdings unter der Woche etwas arm an Attraktionen. Dafür nicht so voll wie am Wochenende. Und der Blick auf die weltbesten Schweine ist völlig frei.
Hin kommt man per Bus und per Fähre. Letzteres macht natürlich mehr Spaß, ist ja klar. Unbedingt Hin- und Rückfahrt-Kombi-Karte kaufen, das belastet das strapazierte NOK-Konto weniger.

 

 

Selbstverständlich findet auch die furchtbar berühmte Vigeland-Anlage im Frogner-Park unsere Beachtung, bestehend aus monumentalen Darstellungen des menschlichen Lebens. Und Leidens. Und Liebens. Und Leidens. Ach, sprach ich schon von Leid? Mir war es etwas zu melodramatisch, auch wenn die schieren Ausmaße der Skulpturen natürlich Respekt verlangen. Viel Natur ist hier nicht, nur JapanerInnen überall.
Tunelbanen: Majorstuen, diverse Buslinien im Kirkeveien.

 

 

Das absolute Highlight ist natürlich eine Tour mit der Fähre von Insel zu Insel im Fjord vor Oslo. Nur lieber nicht zu Himmelfahrt. Oder am gleichen Wochenende. Oder überhaupt bei gutem Wetter dann, wenn Oslos EinwohnerInnen selbst frei haben könnten. Sie reißen sich dann nämlich die Klamotten vom Leib, packen Unmengen von Eingweggrills, Strandmatten, Kinderwagen, Bier und noch mehr Einweggrills ein und düsen ab auf die Inseln. Absolut verständlich. Nur leider nicht so idyllisch wie erträumt… Zum Glück verlaufen sich die Massen aus den Booten recht zügig, und wer etwas Ausdauer und gesunde Füße hat, kann weit genug wandern, bis ein ersehntes einsames Plätzchen gefunden ist. Bis zum Aufbruch auf die nächste Insel, wo der Sturm auf schöne, ungestörte Buchten von Neuem beginnt…
Start aller Boote ab Råthus plassen (Radhausplatz).

 

 

Am besten während der Himmelfahrts-Woche ist, dass es erst kurz vor Mitternacht dunkel wird. Noch Abends um 21.00 Uhr steht die Sonne hoch am Himmel, und auch wenn die Dämmerung einsetzt, dauert es noch mehrere Stunden, bis es tatsächlich dunkel ist. Und kurz darauf ist es auch schon wieder hell. Ein wunderbares Vor-Midsommar-Gefühl stellt sich ganz schnell ein… bei permanentem Sonnenschein und T-Shirt-Wetter kein Wunder!