aufmerksam, glaubhaft, kreativ

Bewusst dankbar: Erntedank

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Erntedank erinnert uns jedes Jahr an alles, was wir empfangen haben: Neue Chancen, gute Gespräche in Freundschaften, befriedigende Projekte in der Arbeitstelle, wachsende Partnerschaften, Frieden in Deutschland, frische und gesunde Nahrungsmittel, sonnige Abende, beschwingte Ausflüge, entspannende Urlaube, überstandene Stresssituationen, ausgelassene Feste.

 

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Klar, an allem waren wir beteiligt, wir hatten unsere Hände im Spiel und haben unser Bestes gegeben. Aber dass es gelungen ist, lag nicht in unserer Verantwortung. Unverdiente Geschenke, Versöhnungen, genug Geld, stabile Freundschaften: Auch wenn wir denken, wir hätten uns selbst zum Erfolg geführt – letztlich ist es Gott, der uns durch dieses Leben begleitet. Der neue Perspektiven eröffnet, Erfolge schenkt, Rückhalt in schwierigen Zeiten. Segen nennen wir das.
Zu wem gehst du, wenn du dankbar bist – generell und für vieles in deinem Leben?
Wer verdient ein umfassendes Dankeschön?

This weekend, we celebrate „Erntedank“ (Thanksgiving) in Germany. This celebration helps us to remember, how much we´ve received during the year: New chances, good conversations in friendships, satisfying projects at work, growing partnerships, peace in our country, fresh and healthy nutrition, sunny evenings, happy excursions, relaxing holidays, endured crisis, jolly feasts.
To whom belongs our gratitude for these moments and developments?
  We´ve tried our best, but whose performance brought the result? It hasn´t been just our effort, it was grace. God´s grace. He shows us new perspectives, opens doors, brings peace.
To whom do you bring thanks?

Mein Strauß ist ein Beitrag zu Holunderblütchens Blumentag, FloralFridayFoto und Maleviks Rosengarten.

aufmerksam, glaubhaft

chachawa: Vor Freude hüpfen

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„Man kann Glück messen an Einkommen, Frau, Kindern, Haus und Auto.
Ich würde es daran messen, wie viel die Menschen lachen,
wie viel sie tanzen und singen.“

Hartmut Rosa

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Glück ist auch, sich im „flow“ mit Blumen zu beschäftigen.
Arbeit kann ich es unmöglich nennen…

aufmerksam, glaubhaft

Gut genug

 

Gut genug zu sein ist ein Fest für die Seele. Es ist wie Zu-Hause-Ankommen. Du atmest tief durch, die Tür fällt hinter dir ins Schloss, du hast genug getan. Du darfst du selbst sein.
Es ist jener Augenblick, wenn die nette innere Stimme nach vorn tritt und sagt:
„So ist es gut, das reicht so, wie es ist. Okay so!“
Es ist, als würden wir uns selbst mit den Augen eines guten Freundes (oder Gottes) ansehen, der uns liebt, auch wenn er um unsere Fehler weiß.
Der milde Blick des „gut genug“ bereichert das Leben. Denn sehr selten ist etwas nur gut oder nur schlecht. Aber wir sind daran gewöhnt, nach bester Qualität zu schauen. Jede neue Fernsehshow, jedes Automodell, jeder neue Mann im Leben schwebt zwischen Top oder Flop. Hit oder Niete. Weil aber top sehr selten ist, floppt das Leben so vor sich hin.
„Gut genug“ ist auch der Vorschlag, das Leben nicht zwischen „hammergeil“ und „derb scheiße“ zu vergeuden.

 

Psychologe Oskar Holzberg, aus „Die Sommer-Brigitte 2014“

 

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aufmerksam, glaubhaft

„Bin ich großartig? Ich bin großartig!“ Oder: Auf zum Klassentreffen

Kommende Woche findet das erste Klassentreffen des gesamten Abiturjahrgangs statt, das offiziell veranstaltet wird (wenn von der Zählung Veranstaltungen, die damals über studiVZ liefen und nur einem Teil bekannt waren, ausgeklammert werden).
Nun überschlagen sich die Fragen:
Was ziehe ich an?
Freundin 1 sagt: Völlig egal, ich hätte viel mehr Schiss, dass mein Leben nicht erfolgreich genug für den Jahrgangs-Schnitt wirkt.
Freundin 2 sagt: Phhh, denkst du da drüber nach, ob die anderen darauf achten? Ich denk da nie dran…
Freundin 3 sagt: Echt, Klassentreffen? Zu wem hast du denn noch Kontakt?
Zu niemandem, deswegen ist es ja auch so spannend.
Fangen wir von vorne an:
Was ziehe ich an?
Erweitert um: Was sage ich? Darf ich sagen, was mir entspricht, oder muss ich einen Werbespot für mich selbst einstudieren?

So wie es aussieht, werde ich weder geschniegelt und gestriegelt in meinem schicksten „Ich stehe vor der Gemeinde und bete für das Abendmahl-Outfit“ erscheinen noch auf die Schnelle extrem abgerockte Klamotten für den totalen Hipster-Style einkaufen (in der Hoffnung, dass mich keineR erkennt und alle sagen: „Boah, DAS ist Marie? Hätt ich nie erkannt!“).
Nee, ich werde wohl das tragen, was mein Kleiderschrank hergibt, eventuell mit Statement-Schmuck dazu. Fertig.
Und was mein überaus erfolgreiches Leben angeht: Die Wahrheit war schon immer das, was am Sympathischsten wirkte und am wenigsten Kopfzerbrechen bereitet hat. Lügen habe ich noch nie auf die Reihe bekommen, weil mein Mund stets die Wahrheit sagt, bevor mein Gehirn die „Halbwahrheit“ ins Reine geschrieben und ausgedruckt hat.
Kurz: Wenn ich mich verstelle und mein Leben retuschiere, wirke ich blöder, als wenn ich zu mir stehe und sage:
„Ja, ich bin im Großen und Ganzen die Marie, die ihr vor sehr vielen Jahren kennen gelernt habt. Und, hey, ihr seid auch noch die Selben. Gereift, verändert, desillusioniert, frisch verliebt, kurz vor dem Burn-Out, eben aufgestiegen, grade gekündigt – alles dabei. Lasst uns gegenseitig so viel Respekt vor einander und vor uns selbst haben, dass wir bei der Wahrheit bleiben. Unsere (noch unerfüllten) Lebensträume und Visionen finden dennoch ihren Platz.“

aufmerksam, feminin, glaubhaft

Unterstützung oder Unterordnung?

Im erf (Evangeliumsrundfunk) gibt es gerade eine Themenwoche zum Begriff der „Unterordnung“. Dabei geht es um die Beziehung zwischen Gott und den Menschen, und wie altmodisch und unbequem wir dieses Wort heute finden.
Zwei Artikel gehen darauf ein, dass Frauen und Männer sich in der Ehe gegenseitig unterordnen und das Wohl des anderen über ihr eigenes stellen sollen. Wenn beide dies mit ganzem Herzen tun und damit einander „dienen“, ist das für beide Seiten fair und erfüllend. Wenn ist das Wort in diesem Zusammenhang! Wenn nur eine Seite sich bemüht und das Ego in die zweite Reihe stellt, während der andere sich und seine Belange als erstes sieht, kann es zur Belastungsprobe werden.

Die Links zu den beiden Artikeln, die ich sehr empfehle:

Ihr Frauen, ordnet euch unter
http://www.erf.de/index.php?PHPSESSID=0f2666576fb989d896228c0f5be36d52&node=2803-542-3718&fpc=547-1983

Ihr Männer, liebt eure Frauen
http://www.erf.de/2803-542-3721-Artikel.html?PHPSESSID=0f2666576fb989d896228c0f5be36d52

 

An dieser Stelle möchte ich betonen, dass ich mir trotz meiner Haltung zur Emanzipation einen Mann wünsche, der Stärke zeigt. Stärke für andere, nicht Stärke gegen andere.
Ich wünsche mir einen Mann, der klare Standpunkte hat und für diese einsteht. Der sich durchsetzen kann und gleichzeitig ruhig, liebevoll und besonnen ist.
Die Welt braucht Männer – andere, als wir sie bisher kennen.
Die Welt braucht starke Frauen und starke Männer – und ebenso Orte, wo beide nicht stark sein müssen.