aufmerksam, glaubhaft, liebevoll

Segen: Erntezeiten

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Ich wünsche dir Erntezeiten:
Momente, in denen das,
was in deinem Leben
gereift und gewachsen ist,
vor dir liegt:
dick wie ein Kürbis,
filigran wie eine Ähre,
rund wie eine Tomate,
duftend wie ein Apfel.

Gott hat seinen Segen in dich gelegt,
manchmal fast unbemerkt.
Jetzt liegt die Ernte da
und du staunst.
Die Mühe des Lebens
hat sich gelohnt.

Tina Willms

aufmerksam, kreativ

Vorher – Nachher: Pullover von Red//Green

Diesen Pullover besitze ich schon lange, bestimmt fünf Jahre. Er ist aus einer sehr hochwertigen Baumwolle gestrickt und hat eine angenehme Farbe: Fröhlich, hell und dennoch ausdrucksstark. Trotzdem habe ich ihn in den letzten beiden Jahren zunehmend weniger getragen, weil er für meine Figur sehr leger geschnitten ist und mein Outfit dadurch sehr rustikal wirkte. Nun versuchte ich, dem Pullover eine neue Form zu geben – seine gute Qualität hinderte mich daran, ihn zur Kleidersammlung zu bringen.
So habe ich den Pullover zerschnitten und (leicht diagonal überlappend) neu zusammen genäht, jetzt sieht es aus wie ein Wickelpulli. Dank des schwarzen Ripsbands erinnert er mich an Coco Chanel 😉

Da die Schaufenster-Puppe eine extreme Wespentaille hat, sieht der Pulli daran ebenfalls sehr tailliert aus – der Eindruck täuscht: Jetzt sitzt er deutlich besser und betont meine Figur, ist aber nicht übertrieben verändert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vorher                                                                                  Nachher

 

Weitere selbst-designte Kleidung ist beim „Me made Mittwoch“ von Cat und Kascha zu finden.

aufmerksam, glaubhaft, liebevoll

Fischen verboten

Der frühere Aufseher (des Konzentrationslagers Ravensbrück, in dem Corrie interniert war) bedeckte sein Gesicht mit den Händen und schluchzte: „Ich kann mir aber selbst nicht vergeben.“
Corries einfache, aber biblische Antwort war:
„Jesus wird Ihre Sünde auslöschen wie eine Wolke. Eine Wolke kehrt nicht wieder.
Er wird Ihre Sünden so weit wegbringen, wie der Osten vom Westen ist.
Wenn Sie bereuen, wird er Ihre Sünden in die Tiefen des Meeres werfen, vergeben und vergessen. Dann stellt er ein Schild auf, auf dem steht: Fischen verboten.“

aus: „Corrie ten Boom – Gottes fröhliche Dienerin. Die Biographie“ von Carole Carlson

aufmerksam, glaubhaft, kreativ, liebevoll

Beten – immer und überall möglich

In der vergangenen Woche telefonierte ich mit einer Freundin (als Ersatz für den Hauskreis, an dem wir beide nicht teilnehmen konnten). Als ich am Schluss fragte, ob wir noch zusammen beten wollen, fragte sie ganz überrascht: „Geht das denn am Telefon?“
Daraufhin antwortete ich: „Klaaar geht das, beten kann man immer und überall.“

Später fiel mir auf, dass es Situationen gibt, in denen ich bete – und welche, in denen ich noch nie gebetet habe. Ich habe in der S-Bahn unterwegs zur Arbeit gebetet, während Streitgesprächen, im Bett, am Esstisch (allein in der Stillen Zeit und gemeinsam vor dem Essen), mit Freunden, am Telefon, im Urlaub und natürlich auch im Gottesdienst. Und dennoch fallen mir jede Menge Orte und Momente ein, wo ich noch nie gebetet habe. Interessant.
Das werde ich bald ausprobieren und verändern…

In der aktuellen AufAtmen entdeckte ich den Tipp, kleine Zettelchen zu schreiben, wofür man Beten kann. Und diese dann nach dem Zufallsprinzip zu ziehen – täglich einen, bei jedem Gebets-Treffen einen oder wie auch immer.
Ganz begeistert erzählte ich einer Freundin davon und zeigte zur Demonstration die Dose, aus der ich einen beschriebenen Papierstreifen zog:
„Man kann zum Beispiel beten für…. (zog einen Zettel und las) Kulturschaffende.“
Daraufhin guckte die Freundin sehr irritiert und fragte: „Für Kulturschaffende?!“
In dem Moment sparte ich es mir, die Geschichte dahinter zu erzählen, was ich im Nachhinein schade fand. Denn, was wäre unser Leben ohne Musik, Fotos, Skulpturen, Architektur, Bildern und Tanz? Und welche/r Kulturschaffende benötigt dabei nicht Unterstützung, moralisch und finanziell?
Wie dem auch sei: Ich bete nun nach dem Zufallsprinzip für einzelne Familienmitglieder, für Politiker, für meinen Freundeskreis, für Kriegsgebiete, für die Partnerschaft, für den Umgang mit Geld, für das Arbeitsklima, für den Sportverein, für von Armut betroffene Familien, für meinen Pastor, für die Erzeugung von Nahrungsmitteln, für Vorgesetzte und Teamleiter, für Opfer von Gewalt, für die Emanzipation der Frau und so weiter.
Da ich täglich nur einen Papierstreifen zum Beten vor mir habe, liegt das Elend der Welt nicht unnötig ausgebreitet vor mir.
Sehr zur Nachahmung empfohlen!

 

aufmerksam, liebevoll

Zuhause

 

Mache deine Wohnräume zu einem Ort, an dem andere immer willkommen sind, zu einem Haus des Friedens und gegenseitigen Verzeihens.

Frère Roger
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Ferienhaus auf dem Darss
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Wähle ein Wort

„Nimm einfach ein kurzes Wort, am besten aus einer Silbe oder zwei… So ein Wort wäre Gott oder Liebe. Wähl dir eines, das dir zusagt… und binde dieses Wort so an dein Herz, dass es, was auch immer geschieht, dort bleibt.
Dies Wort soll dein Schild und Speer sein, ob du im Frieden oder im Kampf reitest.
Mit diesem Wort bist du gewappnet gegen Wolke und Finsternis über und unter dir.
Mit diesem Wort vermagst du Grübeleien jeglicher Art abzuwehren und in einem Meer das Vergessens zu versenken. Und sollte irgendein Gedanke dich bedrücken und solltest du dich beständig fragen, was du hättest anders machen sollen, dann antworte ihm mit keinem weiteren Wort als mit ebendiesem.
Sollten dir deine Gedanken aufgrund ihrer großartigen Lernfähigkeit anbieten, das Wort zu analysieren und dir seine Bedeutung zu enthüllen, dann sag deinen Gedanken, dass du es so behalten möchtest, wie es ist… Es geht nicht um Analyse oder Erhellung…
Denn niemand vermag Gott wirklich zu durchdenken. Daher ist es mein Wunsch, alles aufzugeben, was ich darüber denken kann, und mich für die Liebe zu entscheiden, die man nicht denken kann. Gott lässt sich lieben, aber nicht denken. Mit der Liebe vermag man ihn zu erfassen und zu umfangen, aber nicht mittels Gedanken.“

aus: The Cloud of Unknowing, geschrieben von einem anonymen christlichen Mystiker des 14. Jahrhunderts.
gefunden in: „Ein Sommer unwahrscheinlichen Glücks“ von Laura Munson

aufmerksam

Kindermund: Eskiriment im Bakini

Szenen aus meinem Alltag als Logopädin

Ein Junge, 5 Jahre alt, während wir auf einer Bärenfigur aus Holz „Kleidung“ mit einer speziellen Schnur befestigen (Geschicklichkeitsspiel für die Feinmotorik) :
„Guck mal, jetzt hat der so ein Bakini. Ich will auch gern mal ein Bakini haben. Alle meine Schwestern haben einen.“
(Er meinte einen „Bikini“)
Später: „Ja, ich weiß schon, wie das geht, das ist ein Eskiriment. Nä?“
Ich: „Du findest, es sieht aus wie ein Experiment?“
Er: „Ja, ein Esperiment.“

Ein vierjähriges Mädchen im Spiel mit Bauernhoftieren und Karotten:
„Ich futter mal die Schweine.“
Wenn aus „füttern“ „futtern“ wird, geschieht mit dem Tier etwas grundlegend Anderes…

 

aufmerksam, glaubhaft

Das Land ist hell und weit

 

„Jenseits von richtig und falsch liegt ein Feld. Dort treffen wir uns.“

Rumi, islamischer Mystiker

aus: „Ein Sommer unwahrscheinlichen Glücks“ von Laura Munson

 

Die Überschrift ist die letzte Zeile des Liedes „Vetraut den neuen Wegen“, das 1989 von Klaus Peter Hertzsch geschrieben und ein bekannter Song zum Mauerfall wurde.