aufmerksam, feminin, glaubhaft

Das verbotene Wort

Seit vielen Jahrhunderten, die zu Jahrtausenden wurden, gibt es in der Menschheitsgeschichte ein Wort, das bis heute in unserer Gesellschaft verpönt und „verboten“ ist.
Ich habe bisher keine Zivilisation gefunden, in denen dieser Begriff positiv benutzt wird.
Weder die Haute Volée noch die Ghetto-Bewohner benutzen es gern.

Wer eine Hypothese über die Kommentar-Funktion schickt, welches Wort ich meinen könnte, wird mit dem entsprechenden unzensierten Artikel und viel Ehre belohnt. 🙂
Mehrfache Versuche sind sehr erwünscht.
Über Begriffe, die alle kennen, in der Alltagssprache jedoch nicht vorkommen (dürfen) freue ich mich – egal, wie weit sie von dem Wort entfernt sind, an das ich denke.
Ich bin gespannt, wer sich traut, Wörter zu nominieren, die bis heute Ächtung erfahren (und die dazugehörende Person ebenfalls).

Viel Spaß – ich bin gespannt, was dieser Versuch ergibt!

12 thoughts on “Das verbotene Wort

  1. Manfred Frank
    Das Sagbare und das Unsagbare [- Studien zur französischen Hermeneutik und Texttheorie] 🙂

  2. Oha, meine Liebe,
    da hast du ja einen tollen Fund beigesteuert – so entdecke ich eine Internetseite, die ich noch nicht kannte.
    Herzlichen Dank.
    Danke auch für den Vorschlag – ja, er passt.
    Es ist aber nicht das Wort, an das ich ursprünglich dachte.
    Ein Tipp: Das „unsagbare“ Wort, an das ich denke, hat etwas mit Frauen (und nur mit Frauen) zu tun. Aber es ist deshalb „verboten“, weil es Männer gibt.
    Hihi, womit wir mal wieder beim Thema wären 😉
    So oder so: Schön, dass du miträtselst…
    In diesem Haushalt wurde geäußert, dass es zu wenig Hinweise gäbe, was genau es denn für ein Begriff sein soll…. also inwiefern „verpönt“ das Wort sei.
    Aber Hinweise verraten gilt nicht, auch nicht als zukünftiges Ehepaar 🙂
    Von daher: Jeder Tipp ist willkommen und wertvoll.

  3. Naja, nach all den „Virginia Woolf as a Feminist“ und „Crime Fiction and Detective Novels- A Feminised Genre“ Seminaren hätte ich da auch noch ein paar andere Ideen.

    Aber ich habe inzwischen „zu viel“ des Feminismus und allem, was sich daraus entwickelte zu viel gelesen, so dass ich davon schon wieder die „Nase voll“ habe. Wie sieht es bei dir aus liebe Marie ?

  4. Tschä, wie die HamburgerInnen sagen.
    Einerseits sehne ich mich danach, den Feminismus überflüssig zu machen – indem alle Ziele erreicht sind und er damit der Vergangenheit angehört. Leider ist das noch lange nicht der Fall, im Gegenteil, meiner Meinung nach machen sich viel zu wenig Frauen Gedanken darüber. Von daher geht es in meinen Augen bezüglich des Feminismus um ein „mehr“ statt um ein „weniger“. Leider, viel lieber hätte ich es, wenn die gesamte chose bereits von der Weltbühne abgetreten wäre.
    Denn, da stimme ich dir zu, es macht langfristig keinen Spaß, sich damit zu beschäftigen – ständig sich aufzuregen und innerlich wie äußerlich gegen die herrschenden Verhältnisse anzugehen macht weder Spaß noch bringt es eine Runde Entspannung in den sowieso schon wuseligen Alltag. Um meiner eigenen Lebensqualität Willen bin ich dennoch weiter in dieser Mission unterwegs. Du weißt ja – den Mund halten kann ich nicht, sonst ersticke ich. Egal, in welcher Angelegenheit.

  5. Ich meine auch eher und vor allem, wie weit einige „Feministinnen“ mit ihren „poststrukturalistischen“ Theorien gehen.

    Angefangen bei Simone de Beauvoir und mittlerweile angekommen (oder inzwischen noch weiter „gedacht“) bei Judith Butler.

    Irgendwann hört es für mich auch auf( was allerdings genauerer Definition bedarf) und hat auch nichts mehr mit der Schöpfungsordnung Gottes zu tun.

  6. Respekt, soweit bin ich in der Literatur noch nicht vorgedrungen (hatte bisher aber auch nicht den Anspruch…).
    Ich lese eifrig das Blog von Antje Schrupp (Notizen zur Arbeit der sexuellen Differenz) und den Watch-Salon (Meinungsfreudig. Streitlustig. Selbstbewusst: Journalistinnen beobachten Medien und Gesellschaft.) sowie weitere, ähnliche Blogs. Zusätzlich dann noch Printmedien aus der Bücherhalle. Damit ist mein Bedürfnis an Informationszuwachs bezüglich des Themas gut gedeckt.

  7. Was die Ansichten Butlers (Queer Theory und was die damit alles auseinanderpflücken wollen), die sich ja auch als „Feministin“ schimpft ganz gut illustriert, ist das folgende Zitat, dass von einer Mitstudentin (die auch in jenen Seminaren war) eben grade bei Facebook gepostet wurde (auch als Zitat repostet):

    qotd: „Feminism is the theory. Lesbianism is the practice.“

    Das ist für Butler (in „Gendertrouble“, dt. „Das Unbehagen der Geschlechter“)wohl die logische Konsequenz die in Kontrast zum Wort Gottes steht.

    Sie (sicher Butler und Beauvoir auch schon ansatzweise) woll(t)en ja die komplementären Geschlechterkategorien aufheben.

    Allerdings hat Marta Nussbaum gewichtige Argumente gegen Butlers Ideen, die als Lösung auch Subversivität anpreisen, denn dadurch gehe es den Frauen in der dritten Welt auch nicht besser.

  8. So oft ich über herrschende Verhältnisse und verquaste Strukturen schimpfe: Lesbisch zu werden würde mir nie einfallen.
    So, wie wir Frauen in unserem Potential endlich wahrgenommen und ernst genommen werden wollen, bleibt es doch jenseits aller Streitereien eine Tatsache, dass auch Männer Potential haben. Die Frage ist doch: Wie kommen beide Geschlechter mit ihren Potentialen zum Zug? Wie bekommen wir diese Welt jenseits von Ungerechtigkeit und Hierarchien zu einem fairen Zuhause, an dem so viele Menschen wie möglich überall auf der Welt Freude haben?

  9. Ich stimme dir zu Marie,

    es ging lediglich um die Postitionen einiger „Feministinnen“, die diese Theorien vertreten.
    Ich tue dies nicht. Unter anderem glaube ich auch, dass Theoretiker solche Theorien auch aufstellen, um ihre Homosexualität zu „rechtfertigen“ bzw. herzuerklären. Beispiele hierfür sind die bereits erwähnte Butler und auch Michel Foucault, die sich dieser wortwörtlich philosophischen Thesen annehmen.

    Was ist denn deine Theorie liebe Marie, wie sich diese „Ungerechtigkeiten und Hierarchien“ [könntest du das genauer und beispielhaft benennen ?] überhaupt entwickelt haben.

    Meine Theorie ist ja, dass die weltlichen (im Gegensatz zu gottesfürchtig, geistlich) Männer ihre Macht missbrauchen bzw. ihre Position ausnutzen (können), weil/wenn sie sich selbst nicht Christus untergeordnet haben und ihn nicht als Vorbild haben. Denn Christus selbst ordnete sich Gott, dem Vater im Himmel unter („dein Wille geschehe“). Wir wissen ja, was Jesus gesagt hat „Wer von euch der größte sein will, sei der anderen Diener“. Christus selbst hat hierfür das Beispiel gegeben, an dem wir Orientierung finden.

    Wobei wir wieder bei der gefallenen Schöpfung wären.

    Bei der Antje auf dem Blog ist unter der Rubrik „War da schon“ gleich als zweiter Eintrag die AG Queer Studies der Uni Hamburg angegeben.

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