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Urlaub auf Kimitoön /Kemiösaari: Tipps für Ferien im finnischen Nichts

Unser Urlaub am gefühlten Ende der Welt im winzigen Dorf Kulla auf der Insel Kimitoön (schwedische Bezeichnung) oder Kemiösaari (finnischer Name) war voller Erlebnisse. Laut Satellitenkarte gab es dort nichts außer Wäldern, Feldern, Seen und Ostseearmen. Tatsächlich können mit dem Fahrrad oder dem örtlichen Überlandbus vielfältige Touren unternommen werden. Im Internet sind die Informationen höchst dürftig, wer also jemals rund um Dragsfjärd Urlaub macht, findet in diesem Artikel alle nötigen Informationen.
Supermärkte gibt es in Dragsfjärd, Genböle (laut Ortsbezeichnung zu Dragsfjärd gehörig) und Dalsbruk am südlichen Ende der Insel. Gemüse wird direkt vom Hof im Söderlångvägen südlich von Dragsfjärd verkauft. Frische Erdbeeren, Frühkartoffeln, Eier und ähnliches steht immer wieder am Straßenrand in kleinen Buden zum Verkauf, bezahlt wird über eine Vertrauenskasse (alle vertrauen darauf, dass der passende Betrag eingeworfen und nichts gestohlen wird).

Badestellen gibt es in Dalsbruk und Dragsfjärd direkt im Ort. Besonders schön ist der Strand in Olmös, nordwestlich von Dragsfjärd. Weicher Sand, kaum Steine, viele blaue Häuschen zum Umziehen, eine Toilette und mehrere Rettungsboote. Mit dem traumhaften Blick in die Schärenlandschaft war es schnell unsere liebste Badestelle.
Die weißen Rettungsboote liegen überall vertäut, weil sich bei Unfällen die Menschen hier selbst helfen müssen. Rettungsringe und eine Telefonnummer für den Notfall sowie Instruktionen sind an einem Schild neben dem Boot festgemacht. In Finnland liegen diese Boote jahraus, jahrein an ihrem Platz, in Deutschland hätte sie längst jemand aus Spaß zum Rudern missbraucht oder gestohlen…

Gleich südlich von Dragsfjärd liegt Labbnäs, ein sehr hübscher Hof. Große, sehr ästhetisch gestaltete alte Räume laden zum Essen, Tanzen und Singen ein. Sie liegen im Erdgeschoss, darüber befinden sich Zimmer zum Übernachten.

Hier treffen sich Vereine, das Dorf lädt zum abendlichen Singen oder zum winterlichen Bad im See ein, in der Scheune wird geheiratet. Wir haben dort den jährlichen Flohmarkt besucht und Laxsoppa (Lachssuppe) gegessen. Wer sich über die nächsten Veranstaltungen informieren möchte, sollte unbedingt die schwedische oder finnische Version der Seite besuchen, auf englisch wird der Eventkalender nicht gepflegt!


Meine liebsten Wörter im skandinavischen Raum sind „Loppis“ oder „Loppemarknad“: Flohmarkt. Auf finnisch „Kirppis“, aber hier im Süden Finnlands sprechen die meisten BewohnerInnen des Schärengartens schwedisch. „Betala vad du kan“ auf den Schildern neben den Verkaufskisten bedeutet „Bezahle, soviel du kannst / magst“ und auch hier gibt es oft Vertrauenskassen.
Die dänische Variante sind Straßenstände mit dem Schild „Antik og gammel“, was „antik und alt“ bedeutet.

Wer der Straße aus Dragsfjärd, an Labbnäs vorbei, weiter in den Süden nach Dalsbruk folgt, kommt in einem lebhaften Küstenort an. Ein Segelhafen, diverse Cafés und Restaurants, Supermärkte und Fachgeschäfte versammeln sich hier. Direkt am Hafen steht ein zauberhafter Buchladen, der außerdem Kunstkarten, Poster, Geschenkpapier, Kunsthandwerk und Selbstgemachtes verkauft. Auch eine Kiste voller englischer Bücher für einen Euro das Stück wartet auf LiebhaberInnen. Falls es in Finnland jemals regnen sollte, lässt es sich hier wunderbar stöbern und mit neuer Lektüre versorgen.
Anfang Juli findet jedes Jahr in Dalsbruk das Festival „Baltic Jazz“ statt.

Wer Kunst und Äpfel liebt, sollte nach Söderlångvik fahren:
Der elegante Gutshof vereint ein Museum mit damaliger Einrichtung und moderner Kunst in einer Galerie. Ein ländliches Café, ein Laden mit Handgemachtem und viele Apfelwiesen bevölkern das Anwesen. Direkt am See gelegen, bietet sich das Gut als Ausgangspunkt für Spaziergänge an. Wer jemals etwas über den Verleger Amos Anderson wissen wollte: Er hat das Gut 1927 gekauft, was in einer extra Ausstellung gewürdigt wird.


Seltsame Robben, bunt bemalt und mit Fisch im Maul, stehen nicht nur in Söderlångvik: Auch in Turku und Helsinki haben wir sie entdeckt. Mein Mann meinte, es sei vielleicht ein nationales Suchspiel…
Neben moderner Kunst räkeln sich auch nacksche griechische Damen oberhalb der Apfelfelder. Abwechslung muss sein, dachte sich wohl der gute Amos Anderson.

Kimito / Kemiö, die namensgebende Hauptstadt der Insel, ist reichlich seelenlos und nichtssagend. Nur das Museum „Sagalund“ ist ganz charmant, hier wird das ländliche Leben vor hundert Jahren dargestellt.
Alle Orte sind leicht per Rad oder mit dem pünktlichen, stets leeren Überlandbus zu erreichen.
Den Tagesausflug nach Turku/Åbo und unseren Aufenthalt in Helsinki stelle ich in separaten Artikeln vor.
Hier erschien der einleitende Beitrag über Urlaub in den finnischen Schären.

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Hamburgs heimliche Höhepunkte: Mit der Barkasse durch die Vierlande

Die Serie „Hamburgs heimliche Höhepunkte“ entführt uns jedes Mal an Orte im Hamburger Stadtgebiet, die TouristInnen mit ihrem Fokus auf die Innenstadt selten sehen. Und auch HamburgerInnen sind oft so in ihrem Stadtteil verwurzelt, dass durch einen Blick über den Tellerrand viele überraschende Erlebnisse beginnen.
Heute starten wir in Bergedorf zu einer abendlichen Barkassenfahrt durch die Vierlande. Die Vier- und Marschlande sind sehr fruchtbar, hier wird traditionell Gemüse, Obst und Blumen angebaut. Stromabwärts auf der anderen Elbseite befindet sich das Alte Land, Nordeuropas größtes Obstanbaugebiet.

Die Vier- und Marschlande wurden ab dem 12. Jahrhundert eingedeicht, daher ist in der Barkasse der beste Platz auf dem Aussichtsdeck: Wer unten sitzt, schaut ständig an die Deiche, statt darüber hinweg…

Mit flachen Booten wurde die Ernte jede Woche mit Körpereinsatz die Kanäle hinauf bis zum Hamburger Großmarkt transportiert.
Heute gibt es hier neben Gemüseanbau und Blumenzucht viel Milchvieh. Entlang des Wassers sind kleine Werften und Yachtclubs angesiedelt, auch eine Hausbootkolonie zeugt vom Leben jenseits der hektischen Großstadt.


Wer abends mit dem Schiff an Höfen und Dörfern vorbei durch die Landschaft treibt, fühlt sich wie im Urlaub. Rechts und links des Ufers führen an vielen Stellen Radwege entlang, sodass niemand die Barkasse zahlen und nutzen muss, um Hamburg von einer neuen Seite zu entdecken.
Und als passende musikalische Begleitung: Wir sind Vierländerkinder

Weitere Ziele für Ausflüge in Hamburg:
Das Bergedorfer Schloss, das Wellingsbüttler Torhaus, grüne Perlen entlang der Alster, Spaziergang entlang des Leinpfads, die Schätze des Stadtparks, das Museumsdorf Volksdorf, Gut Karlshöhe, der Bramfelder See, Heideblüte im Wittmoor und der Stadtpark Norderstedt.

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Hamburgs heimliche Höhepunkte: Der Bramfelder See

Der Bramfelder See liegt zwischen dem Ohlsdorfer Friedhof, dem zweitgrößten Parkfriedhof der Welt, und Steilshoop, einem sozialen Brennpunkt. Allerdings scheint es in den letzten Jahren dort freundlicher geworden zu sein… Rund um den See führt ein Weg, immer wieder öffnet sich der Wald zu Wiesen und Lichtungen. Überall sind RadfahrerInnen, Familien mit Hund und Jugendliche zum Grillen unterwegs.

Besonders schön ist es im Frühling, wenn die ersten hellgrünen Blättchen die Bäume wie eine Wolke überziehen. Und im Herbst, wenn das Laub sich in kräftigen Farben verwandelt und die Baumkronen wieder luftiger werden. Im Sommer ist der Wald rund um den See so dicht, dass er manchmal etwas schwermütig wirkt. In der Hitzewelle der letzten vier Wochen bieten sich dafür umso mehr schattige Plätze an…

Öffentlich ist der See mit der S-Bahn S1 an der Station „Rübenkamp“ zu erreichen. Von dort aus der Hebebrandstraße in die Nordheimstraße folgen, beides sind recht kurze Abschnitte entlang einer Hauptstraße. Beim Supermarkt „familia“ in den Eichenlohweg einbiegen und dem Fußweg durch die Kleingärten folgen, während die Straße nach rechts abbiegt. Auf dem Fußweg entlang der Friedhofsgrenze und einer anderen Kleingartenkolonie weiter laufen, bis der See, beginnend mit kleineren Tümpeln, erreicht ist. Der Weg vom Bahnhof bis zum See ist einen guten Kilometer weit. Wer mag, fährt die Strecke von zwei Stationen mit den Bussen 118 und 26 Richtung Farmsen / Rahlstedt.

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Hamburgs heimliche Höhepunkte: Gut Karlshöhe

Wer mitten in der Stadt durch eine Streuobstwiese spazieren, Hühner beobachten und Schafe streicheln möchte, ist auf Gut Karlshöhe genau richtig. Wer umweltpolitische Themen schätzt, robuste Stauden tauschen möchte oder einen besonderen Ort für eine Veranstaltung sucht, wird hier ebenfalls fündig.

Interessierte erleben traditionelle Handwerkstechniken wie das Schmieden oder helfen beim Imkern. Schulklassen entdecken bei Experimenten und Ralleys Wissen über ökologische Zusammenhänge. Und Mütter aus den umliegenden Wohngebieten treffen sich mit ihren Buggys unter der Woche zum Kaffee im Bistro.

Der Bauerngarten, die Streuobstwiese, der Sumpf-Pfad, die Schafswiese und das Bienenreich sind frei und kostenlos zugänglich. Wer sich hier außerhalb trubeliger Feste umschauen will, kann jederzeit vorbeikommen.

Ähnliche Ziele in meiner Reihe „Hamburgs heimliche Höhepunkte“:
Das Museumsdorf Volksdorf, Schätze des Stadtparks, Heideblüte im Wittmoor, am Leinpfad, grüne Perlen entlang der Alster

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Ausflüge rund um Hamburg: Lustig durch Lauenburg

Lauenburg eignet sich als Ausgangspunkt und Ziel einer Radtour hervorragend. Unter der Bedingung, dass das Rad außerhalb der Altstadt geparkt wird: Das Kopfsteinpflaster bricht (gefühlt) jede Speiche und jeden Knochen. Backsteinhäuser und Fachwerkkaten reihen sich entlang der alten Gassen eng aneinander. Töpfereien, Werkstätten und Cafés laden zum Eintreten ein.

Ganz offensichtlich wohnt hier „Lotta aus der Krachmacherstraße“, denn genauso hat Astrid Lindgren deren Zuhause in einer windschiefen, ansteigenden kleinen Straße beschrieben.

Die „Promenade“ an der Elbe ist ein buckliger Zementweg, weit entfernt von allem, was wir sonst unter Promenade verstehen. Dafür ist das Wasser der Elbe zum Reinfallen nah…

Eine Terrasse oberhalb des Stroms mit Bänken und Café gibt es dann doch jenseits des holprigen Wegs am Elbufer. Hier steht die Statue des „Rufers“, der, wenn ich mich richtig erinnere, damals das Boot am anderen Elbufer herbei gerufen hat.

Die sogenannte Askanierblick ist ein Aussichtspunkt am alten Rathaus und Schloss, von dem der Blick weit über das Urstromtal der Elbe schweift.

Natürlich gibt es auch eine wunderschöne Kirche, während eine andere Kapelle auf unserer Route entlang der Deiche mit vielen liebevollen Angeboten für Passanten zum Verweilen einlud.

Wir wechselten von Lauenburg aus die Elbseite: Von Schleswig-Holstein nach Niedersachsen. Dort radelten wir immer am Elbdeich entlang. Vorbei an einer Windmühle, vielen Schafen, blühenden Apfelbäumen, Kuh- und Schweineställen und diversen Reiterhöfen.

So folgten wir dem Strom Richtung Mündung, bis wir in Stöckte ankamen. Dort nahmen wir einen Schlenker entlang von Storchenwiesen, bis wir Winsen-Luhe erreichten und hier in den Regionalzug zurück nach Hamburg stiegen.
Wer gern radelt, fährt von Hamburg aus bis Büchen mit dem Zug. In Büchen beginnt die Tour am Elbe-Lübeck-Kanal entlang bis Lauenburg und von dort aus führt der Weg bis Lüneburg – oder in entgegen gesetzter Richtung.
Wer es gemütlicher mag, steigt in Büchen in den Zug Richtung Lüneburg um und verlässt die Bahn in Lauenburg.
Eis-Cafés und Konditoreien gibt es ebenso wie gelegentlich einen Supermarkt unterwegs entlang der Strecke, sodass niemand hungern und darben muss. Wobei unser mitgebrachtes Picknick auf dem Elbdeich definitiv ein Höhepunkt war. Neben dem Kuckuck, der uns während der 50 Kilometer entlang des Stroms beharrlich verfolgte….

Weitere Ausflüge rund um Hamburg: Schwerin, Travemünde, Stadtpark Norderstedt, unterwegs in Ostholstein

 

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Reisebericht: Von Dublin zu den Powerscourt Gardens und Irlands höchstem Wasserfall

Willkommen in den Gärten von Powerscourt in den Wicklow Mountains nahe Dublin. Mit dem Bus fuhren wir von Dublin bequem bis ins Dorf Enniskerry und folgten den Wegweisern zum Anwesen. Zwischen Pferdekoppel und Golfplätzen zog sich die Allee, bis wir endlich das Herrenhaus entdeckten.

Im Haus selbst verdient sich die Besitzerfamilie eine goldene Nase: Ein hochpreisiges Café, geführt von Avoca, gruppiert sich mit mehreren Boutiquen für gehobene Lebensart um einen Lichthof. Ein winziges Puppenhaus-Museum hält den Anschein aufrecht, hier würde familienfreundliche Bildung betrieben. Der Fokus der BesucherInnen liegt damit eindeutig auf dem Park und den thematischen Gärten. Im Gegensatz zu Dublins Innenstadt, wo neben bepflanzten Rabatten jede Menge Osterglocken freiwillig blühten, ist hier im Frühjahr noch tote Hose. Ab Mai stelle ich mir das Areal wirklich schön vor, vorher ist es eher kahl.

 

Nachdem wir mit dem Spaziergang durch die Anlage schnell fertig waren, wollten wir zu Irlands höchstem Wasserfall spazieren, der sechs Kilometer außerhalb liegt, aber mit zum Besitz von Powerscourt gehört. Offiziell gibt es keinen Weg vom Herrenhaus zum Wasserfall, das Navi zeigte einen langen Umweg zurück ins Dorf und von dort aus zum Wasserfall an. Zum Glück fanden wir am Rand des Parks einen Privatweg, dem wir bis zu einem Tor folgten, über das wir kletterten, um unseren Weg auf Landstraßen fortzusetzen. Unterwegs stöberten wir endlich die lang vermissten irischen Schafe und ihre niedlichen Lämmer auf. Sie versteckten sich am einzigen regnerischen, windigen Tag unserer Reise in den Hecken entlang der Wiesen.

Määäääääh!

Als wir viele Kilometer entlang enger irischer Straße später am Wasserfall ankamen, hatte er eine unübersehbare amerikanische Infrastruktur: Dank eines Wendekreises konnte eine indische Familie im Taxi-Kleinbus direkt bis in den Sprühregen des Naturwunders fahren. Eine Runde Selfies für alle, und zurück in den Bus!

Obwohl wir der werten Familie Powerscourt schon Geld zum Betrachten ihrer nackten Beete in den Rachen geworfen hatten, durften wir am Tor vor dem Wasserfall noch einmal bezahlen. Wir fragen uns bis heute, wofür: Jedenfalls nicht für einen ausgeschilderten Fußweg vom Gelände des Anwesens bis zum Wasserfall. Dabei hatten sie offensichtlich genug Asphalt für jede Menge Parkplätze und amerikanische Zufahrten bis quasi in die stürzenden Wassermassen. Nur für das, was wirklich zählte, einen Wanderweg vom Anwesen zum Naturschauspiel, wurde kein Geld investiert. Vielleicht sind auch nur die Deutschen so doof, komplett öffentlich unterwegs zu sein und alles zu Fuß zu erkunden. Wer weiß?

 

Den sehr langen Fußweg zurück nach Enniskerry entlang schmaler, kurviger Straßen mit Autofahrern, die höllische Geschwindigkeiten liebten, bewältigten wir nur mit einer Menge Adrenalin und viel Gebet. Manchmal wussten wir wirklich nicht, ob uns hinter der nächsten Biegung ein rasender Ire tot fahren würde. Immerhin heiterten uns die wuscheligen Ponies wieder auf, die wir mit Gras fütterten und streichelten, bis der Puls wieder auf Normalhöhe war und wir uns zurück auf die schmale Piste trauten.

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Reisebericht: Ausflug von Dublin nach Howth

Dublin erleben macht Spaß, die pulsierende Stadt strengt die erholungsbedürftigen Reisenden aber auch an. Damit sich im Urlaub Augen und Ohren nach dem Trubel endlich entspannen können, fahre ich gern raus ins Grüne. So zum Beispiel mit der DART-Bahn auf die Halbinsel Howth.
Am Wochenende findet schräg gegenüber des Bahnhofs der „Farmersmarket“ statt, der diverse Buden mit Würsten, Kuchen usw. bietet, nur keine bäuerlichen Produkte. Um sich für ein Picknick einzudecken liegt er günstig auf dem Weg…

Rechts am Farmersmarkt entlang, quasi ein Stück der zuvor gefahrenen Bahnstrecke rückwärts gehend, biegt kurze Zeit später der Weg zum Castle ab. Vorbei an einer alten Dorfkirche steigt der Weg bergauf zum Castle und weiter zum Golfplatz. Rechts am Clubhaus vorbei betreten wir nach wenigen Schritten eine verwunschene Welt: Den Urwald von Howth, selbst im März grün und üppig.

Erste Rhododendren blühen in luftigen Höhen, riesige Palmen und haushoch wuchernde Farne säumen den schmalen, feuchten Weg. Wir rutschen den matschigen Pfad entlang und folgen den Geräuschen des gluckernden Wassers.

Kleine Bäche plätschern und glitzern im Sonnenlicht, kurz darauf entdecken wir ein altes Grab. Zusammengebrochen unter der Last der Jahrhunderte…

Durch Pinien, Kiefern und Rhododendren steigen wir bergauf und klettern um Felsen, bis wir plötzlich im Sonnenschein zwischen blühendem Ginster auf der Kuppe stehen.

Von einer Bergkuppe zur nächsten laufen wir durch Heide und Ginster, bis wir zum Küstenwanderweg bergab steigen. Einmal auf dem Küstenweg gelandet, brauchen wir ihm nur noch Kilometer für Kilometer um die Klippen von Howth bis in den Ort und zum Hafen folgen.

Vorbei am Leuchtturm und steil abfallenden Felsen betrachten wir kreischende Möwenkolonien, die auf halber Höhe nisten. Weit unter uns am Meeresufer laufen Menschen am Strand entlang und suchen Spuren des Wasserfalls, der über ihnen von der Klippe rinnt.

Mit der Abendsonne kommen wir im Hafen an und schauen über die Ruine von St. Mary auf die Segelboote.

Im Hafenbecken tauchen immer wieder zwei Kegelrobben auf, während wir die Kaimauer entlang Richtung Leuchtturm laufen. Und dann zurück zum Bahnhof umkehren, um gemütlich mit der DART wieder zurück in Dublins City zu fahren.

Ideen für Dublins Innenstadt und wunderschöne Parks habe ich hier vorgestellt. In Kürze folgt der dritte Teil: Dublin kulinarisch.

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Reisebericht: Fröhliches Dublin im Frühling

Nach viel Sonne und farbenfrohen ersten Blüten in Dublin erwartete uns zurück zu Haus Schnee. Hätten wir das geahnt, wären wir noch dort geblieben…
So sortiere ich mit vielen Sommersprossen auf der Nase (die sich bei Weitem nicht mit denen meines Mannes vergleichen lassen) die Eindrücke und Fotos. Heute beginne ich die Reise-Tipps über Dublin mit Empfehlungen für die Innenstadt und umliegende Parks. In Kürze präsentiere ich Ausflugsideen und als dritten Beitrag Kulinarisches.

Gute Gründe für die Reise nach Dublin sind als erstes der fehlende Geldwechsel: Ganz ungewohnt, dass wir mit Euros bezahlen können…. Und natürlich, dass wir uns sofort und ohne viel Nachdenken mit allen unterhalten können, schließlich sind wir beide englisch-trainiert.

Wir haben gleich nach Verlassen des Flughafens pro Person eine „leap card“ für 40,- Euro gekauft. Damit konnten wir sieben Tage lang so oft und so weit wie wir wollten alle Verkehrsmittel nutzen: Doppeldeckerbusse, Straßenbahn und die DART-Bahn. Wegen der grünen Farbe und dem Frosch darauf hieß sie intern nur „die Froschkarte“. Ob es sich finanziell ausgezahlt hat? Keine Ahnung, aber es war soooo bequem, überall einfach rein zu springen und nur die Karte an das Lesegerät zu halten, statt ständig nach Kleingeld zu kramen. Dabei sind die Preise im öffentlichen Nahverkehr wirklich, wirklich günstig.

Leider gibt es ständig Staus und die Busse kommen gefühlt grundsätzlich zu spät. Hier ein wunderbares Bild aus dem Doppeldeckerbus ins allgemeine Gerangel auf den Straßen…

Parks in Dublin

 

Der Phoenix-Park breitet sich auf einer riesigen Fläche aus, der Fahrradverleih am Eingang bietet definitiv das passende Fortbewegungsmittel an. Neben formalen Beeten zeigt der Park nach Nordwesten ein  immer natürlicheres und wilderes Bild. Und natürlich springen überall zahme graue Eichhörnchen herum sowie diverse, fast zahme Vögel. Einfach spazieren oder radeln und die Seele baumeln lassen… Eine Herde Damwild streift frei herum, wir trafen sie am Rand des Parks. Eintritt frei!

Einer von Dublins berühmtesten Türmen steht im Glasnevin Cemetry (Friedhof). Eine beeindruckende Versammlung eng stehender, sehr alter Grabsteine, aufgelockert von vielen Daffodils (Osterglocken). Wer den Friedhof durchquert, gelangt zum Botanischen Garten. Beides ohne Eintritt, aber etwas außerhalb!

Traumhafte, historische Gewächshäuser locken mit tropischen Temperaturen und exotischen Blumen. Aber auch wilde Blütenwiesen, Teiche und Wasserläufe sowie Bauerngärten laden zum Entdecken ein.

St. Stephen´s Green zieht großen Menschenmengen mit unglaublich niedlichen, zahmen Rotkehlchen, kunstvollen Blumenbeeten, romantischen Pavillons und einem Spielplatz an. Es ist DER Park in der Innenstadt. Leicht versetzt dahinter liegt der wesentlich ruhigere, da versteckte Iveagh Garden. Hinter efeubewachsenen Mauern öffnen sich Grotten, wachsen Palmen und bleibt viel Raum zum Atmen. Den Merrion Squre fanden wir im Frühling einfach nur langweilig, im Sommer soll es hier schöne Blumenrabatten geben.
Natürlich sind sämtliche Parks der Innenstadt öffentlich zugänglich.

Die Portiers vom „Merrion Hotel“, DAS beste Hotel am Platz, müssen ständig anpacken und besten Service liefern…

Einkaufen in Dublin
Supermärkte begleiten Touristen auf Schritt und Tritt, klassische Wochenmärkt gibt es dagegen wenig. Der „legendäre“ Farmersmarkt auf Howth verkaufte von eleganten Kuchen über Bratwürste bis indischen Schmuck alles außer bäuerliche Erzeugnisse. In Dublins Zentrum bieten sich wunderschöne Passagen und Einkaufscentren jenseits des Mainstreams an: Im Bild oben das Powerscourt Townhouse Shopping Centre im ehemaligen Stadtpalais der Familie Powerscourt (deren Landsitz ich noch vorstellen werde).
Die George Street Arcade ist wesentlich billiger (in jeder Hinsicht), hier stehen noch mehr Verkäuferinnen mit indischen Ohrringen und Stände mit Nüssen, die es sowieso ständig in Dublin gibt.

Überall öffnen Second-Hand-Geschäfte ihre Türen:
Die preisgünstigen nennen sich „Charity Shop“ und verkaufen Sachspenden zu Gunsten von Blinden, verlorenen Kindern, Krebsopfern, Herzkranken, alten Menschen und diversen anderen Betroffenen (steht jeweils auf dem Schild über dem Eingang). Hier gibt es leider vorrangig Ramsch, den ich bloß nicht haben wollte. Geschäfte mit der Bezeichnung „Vintage“ verkaufen wesentlich besser gepflegte Kleidungsstücke, allerdings zu Preisen, die ich bei Second-Hand nicht einsehe.
So bleiben Abstecher zu Marks & Spencer oder Dunnes, wo geschmackvolle und bezahlbare Schätze zum Stöbern einladen. M & S verkauft künstlerische Postkarten zu sehr freundlichen Preisen: Mitnehmen, zu Hause rahmen, fertig ist ein wunderschönes Erinnerungsstück! Auch hochwertig designtes Geschenkpapier, das in koffer-freundlichen gefalteten Bögen angeboten wird, hat das Talent zum Kunstdruck: Dem Rahmen entsprechend zurecht schneiden und neben die unikat-ähnliche Postkarte hängen: Große Kunst für kleines Geld!

„Echte Kunst“ wird in vielen kleinen Galerien angeboten, die Preise muss man natürlich bezahlen wollen (oder eben nicht). Wer mag, stöbert hier nach handgemachten Geburtstagsgeschenken.

Überhaupt reihen sich sowohl in der Innenstadt als auch in den einzelnen Viertel viele kleine, inhabergeführte Geschäfte aneinander. Den Blumenläden gehört mein Herz natürlich immer besonders… Während Essengehen deutlich teurer ist als bei uns, herrschen in Dublin annährend ähnliche Preise.

Architektur und Kunst
Die typischen bunten Eingangstüren sind in Dublin legendär, neben historischen Bauten überraschen viele modern bemalte Häuser und kreativ gestaltete Wandgemälde. Eins meiner Highlights war das Museum für zeitgenössische Kunst City Gallery Hugh Lane. Besonders hatte ich mich auf das originale Atelier von Francis Bacon gefreut, aber es erinnerte primär an ein chaotisches, deprimierendes Rattennest.

Trinity College kann kostenlos besucht werden, wobei man nur um die Gebäude auf dem Campus herum schlendern kann. Europas größte und älteste historische Bibliothek, the „Long Room“, muss zusammen mit einem Blick in das legendäre „Book of Kells“ mit 15,- Euro bezahlt werden. Dublins größte Kirchen verlangen ebenso Eintritt wie das Castle, wir fanden die Preis übertrieben und das Innere dafür nicht interessant genug. Aber das kann JedeR selbst entscheiden…

In der Bibliothek des Trinity Colleges ist gerade eine Ausstellung über weibliche Autorinnen der letzten hundert Jahre zu besichtigen, ich habe mich dabei gut amüsiert. Allemal besser als beim Blick auf die unzähligen männlichen Marmorbüsten…

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Einmal zum Durchatmen ans Meer, bitte!

 

Es gibt eine Werbung, die auf eine Aussage baut, die ich vollkommen unterstütze: „Weg sein muss sein!“ Ja, bei mir muss „weg sein“ definitiv regelmäßig sein. Einfach nur hundertzwanzig Kilometer weit raus aus Hamburg reicht da schon völlig. In diesem Fall verschwand ich für ein verlängertes Wochenende nach Eckernförde. Es gibt definitiv spannendere Ziele, aber wer einfach nur draußen unterwegs sein möchte und gleichzeitig Lust auf einen Bummel durch viele kleine Geschäfte hat, ist hier richtig.

Mittwochs und Samstags ist rund um das Rathaus und die Nicolai-Kirche Wochenmarkt, selbst im Februar gibt es hier die volle Auswahl an Ständen: Ideal, um sich mit regionalen Nahrungsmitteln zu versorgen. Gleich um die Ecke, in der Sankt-Nicolai-Straße, liegt die Konditorei Heldt. Die Auslage der Köstlichkeiten erinnerte mich an Kindheitstage im Urlaub an der Nordsee, direkt fühlte ich mich in eine Konditorei damals zurück versetzt. Handwerklich und geschmacklich überzeugend, definitiv einen Versuch wert!

 


Die gesamte Innenstadt bietet viele inhabergeführte Geschäfte und Manufakturen wie die „Bonbonkocherei“ in der Frau-Clara-Straße. Etwas abseits in der Ottestraße / Ecke Gudewerdtstraße befindet sich das Second-Hand-Geschäft „Klamotte“, in der sich viele Schätze entdecken lassen.

 

 

Schätze lassen sich auch im „Tauschkasten“ mitnehmen, der am Grünen Haus hängt, das den „Eine-Welt-Laden“ beherbergt. Hier darf man sich heraus nehmen, was gefällt, und stattdessen eine andere Kleinigkeit zurücklassen. Zum Glück hatte ich noch das Tee-Ei in Form eines Seepferdchens im Rucksack, das neulich Inhalt des „Grabbelbüdels“ während einer meiner Veranstaltungen war. Es passte perfekt dorthin und war bereits kurz darauf, als ich auf dem Rückweg vorbei kam, verschwunden.

 

 

Wenn Dreimaster in der Kirche hängen, weiß ich, dass ich richtig bin: Nichts beweist so eindeutig, dass ich den Urlaub am Meer verbringe. Eine wunderschöne Kirche mit berührender Atmosphäre, die zum Verweilen einlädt.

 

 

Ein Tipp für einen Spaziergang oder eine Radtour nördlich der Innenstadt ins Grüne:
Wer der Straße „Vogelsang“ am Hafen entlang folgt, kommt kurz darauf über das „Jungmannufer“ in den Wald auf dem Louisenberg. Der Waldweg mündet auf eine Landstraße. Der Landstraße nach links knapp 200 Meter folgen und in den Feldweg Richtung Gut Hemmelmark einbiegen. Über die Hügelkuppe und auf der anderen Seite hinab bietet sich kurz darauf ein Blick auf das schöne Gut: Erst das Torhaus, dahinter die Wohngebäude.

 

Sollte hier jemals eine Wohnung frei werden, wende man sich bitte vertrauensvoll an mich… 😉

Zurück auf dem Feldweg der 90° Kurve folgen und entlang des Militärgeländes Richtung Campingplatz zum Meer hinunter fahren. Im Februar liegt der Campingplatz wie ausgestorben, sodass endlose, ungestörte Spaziergänge am Strand möglich sind. Nur unterbrochen von zauberhaften Schneeglöckchen.

 

 

Wer mag, schlägt sich querfeldein durch die Brombeeren und wirft einen Blick auf den Hemmelmarker See und die Rückseite des Gutshofs. Kurz darauf gewinnt der Weg an Höhe und führt auf ein Steilufer. Die umgefallenen Baumstämme am Strand bieten den idealen Picknickplatz.
Oben im Wald wird der Weg zu einem Trampelpfad über das Feld (sehr matschig!) und mündet in einen sandigen Trampelpfad an den Dünen. Angesichts des schönen Wetters und der zahlreichen Blickfänge entlang des Wegs verlor ich unterwegs die Orientierung und fand mich schlammbespritzt und müde im Nichts der winterlichen Landschaft wieder. Doch wie immer während des Wochenendes ergab sich auch in diesem Fall im passenden Moment Hilfe. Dank des freundlichen und attraktiven Radfahrers, der mir entgegen kam, schöpfte ich neuen Mut und fand bald über einen Feldweg nach Gut Hohenstein (auch sehr hübsch) und zurück auf die Landstraße „Waabser Chaussee“, die mich wieder nach Eckernförde führte.

 

 

Eine weitere Route, die definitiv besser zu Fuß als mit dem Rad erlebt werden sollte, führt südlich der Eckernförder Altstadt Richtung Altmark. Dazu der „Berliner Straße“ Richtung Kiel aus der Stadt folgen und am Waldrand in die Straße „Kiekut“ einbiegen. Am besten das Fahrrad direkt anschließen und den Waldweg Richtung Mövenberg entlang laufen. Ein durchmischter Buchenwald zieht sich oberhalb einer Steilküste entlang und mündet am Abhang auf den Strand. Zurück geht es entlang des Steinstrands oder auf einem befestigten Weg unter dem Steilufer.

 

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Ausflüge rund um Hamburg: Ab nach Travemünde!

 

Für mich gelten die Sätze von Isabel Bogdan in jeder Lebenslage: Bringt mich ans Meer, und ich bin glücklich. Egal, welche Jahreszeit, egal, welche Küste.
Zum Glück ist von Hamburg (und Lübeck) Travemünde in übersichtlicher Entfernung, sodass ein Tagesausflug ans Meer mit der Bahn jederzeit möglich ist.
Für alle, die neu im Norden sind, beschreibe ich hier die klassische „Travemünde-Brodtener Ufer-Runde“ inklusive verkürzter Version für weniger Mobile.

 

 

Travemünde ist klein, entsprechend übersichtlich gestaltet sich ein Tagesausflug. Direkt im Bahnhof befindet sich das Tourismus-Büro, das für längere Aufenthalte Informationen bietet. Die Bertlingstraße entlang gehen wir geradeaus auf die Strandpromenade zu. Der Strandpromenade folgen wir Richtung Norden zu einer bewaldeten Steilküste, dem „Brodtener Ufer“. Sobald die Strandpromenade endet, nach links über die Straße „Helldahl“auf den Wanderweg abbiegen. Auf dem Wanderweg bis auf den höchsten Punkt spazieren, hier befindet sich ein rustikales Bistro mit Kantinen-Charakter. Wer mobilitätseingeschränkt ist, kehrt an dieser Stelle um und läuft den selben Weg zurück. Alle anderen folgen dem Wanderweg weiter Richtung Niendorf. Sobald die von Hecken überwachsene Treppe zum Strand hinunter sichtbar wird, zum Wasser hinabsteigen. Der Rückweg führt jetzt unten auf dem Strand zurück nach Travemünde. Hier liegen viele Steine, Felsbrocken und umgestürzte Bäume. Auch laufen immer wieder kleine Bäche von der Abbruchkante der Küste ins Meer. Feste Schuhe sind also dringend notwendig.
In Travemünde wird aus dem Kies feiner Sand, so laufen wir entlang der Wellen bis zum großen „Maritim“-Hochhaus und dann auf die Strandpromenade zurück. Am „Alten Leuchtturm“ vorbei gehen wir die Travepromenade entlang, die kurz darauf „Vorderreihe“ heißt. Dort bummeln wir zwischen Geschäften und Bootsanlegern. Das italienische Restaurant „Casablanca“ liegt fast am Ende der Vorderreihe, wir können es sehr empfehlen. Auf ein Dessert verzichteten wir, weil wir die Vorderreihe wieder hinaufliefen, um im „Café Niederegger“ ein Stück Torte mit Marzipan zu probieren.
Wer dann immer noch fit ist, kann mit der Fähre hinüber auf den Priwall fahren und dort weiter am Strand entlang wandern.

 

 

Wir sahen gestern vom Brodtener Ufer aus tatsächlich einen Seehund auf einem Felsen im Wasser sitzen. Er schaute zu den Spaziergänger am Strand hinüber und wippte gelegentlich mit dem Schwanz. Leider waren wir noch oben auf der Steilküste, sodass die Fotos sehr undeutlich geworden sind… Aber auf dem Rückweg schwamm er einige Minuten neben uns im Meer, bis er endgültig abtauchte.

Weitere Ausflüge außerhalb Hamburgs: Nach Schwerin, nach Norderstedt, ins Alte Land, zum Dassower See und Pötenitzer Wiek nahe Travemünde und Richtung Süden nach Lüneburg.

Wer selbst Ausflüge planen möchte: Hier sind Bauernhof-Cafés in Schleswig-Holstein versammelt.