aufmerksam, Gäste & Feste, kreativ

Tischdekoration mit Pflanzenkraft

 

Schon viel zu lange hatte ich keine Muße, in Ruhe eine schöne Tischdekoration vorzubereiten. Mit den wild austreibenden Heuchera-Blättern in kräftigem Weinrot und den schwungvollen Efeuzweigen gestaltete ich ein Gedeck voller Pflanzenkraft.
In meiner Lieblingsfarbe Grün natürlich – mit blühenden Akzenten der Forsythie und einem Strauch, der weiße Blütenwolken trägt.
Mir gefallen die verschiedenen Texturen: Das grüne Relief der Glasschale, die Flecken des getöpferten Tellers, die Sprenkel in den Teelichtern und der Vase sowie der Farbverlauf im mundgeblasenen Trinkglas.
Den Perlenstrang als Serviettenring habe ich letztes Jahr selbst gemacht.

For a long time I had no time to do a creative tablesetting. Now I´ve chosen lots of different textures in my favorite colour green. Fresh ivy, strong leaves of Heuchera und little blossoms bring the power of plants into our kitchen.
The pearls around the napkin are also handmade, here I´ve shown the first idea.

Verlinkt mit Floral Friday Foto, Freutag, ein kleiner blog und Holunderblütchen.

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Eigenwilliger Strauß in Gelb-Weiß

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Mein Strauß aus Traubenkirschen, Berberitzen und Schachtelhalm erscheint äußerst eigenwillig. Die Strukturen der Blütenstände und des Schachtelhalms ähneln sich. Die Texturen sind dagegen ganz unterschiedlich: Die Traubenkirsche zeigt sich luftig und biegsam. Die Berberitze musste gründlich entdornt werden und duftet sehr speziell (mein Mann hat sich ausdauernd darüber beschwert). Der Schachtelhalm mit seiner trocken-faserigen Struktur wirkt in jeder Umgebung wie das Urzeitgewächs, das er tatsächlich ist.

 

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Trotz und wegen seines unwilligen, sperrigen Charakters hat mir dieser Strauß besonders viel Freude bereitet.

 

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Dies ist mein Beitrag zum heutigen Friday-Flowerday.

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Weißer Strauß, Erinnerungen an die Hochzeit inklusive

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Die Zweige des Flieders und des Weißdorns erinnern mich mit ihrem zarten Weiß an unsere Hochzeit. Sie duften beide intensiv und entwickeln in ihrem Wuchs eine sperrige Eigenständigkeit, die einen spannenden Kontrast zum lieblichen ersten Eindruck bilden.

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Bei Kebo nehme ich dieses Mal an der Aktion „Typisch für…“ teil, Thema ist im Mai „Typisch für meine Blumen“. Für meine Sträuße ist charakteristisch, dass sie lebendig und bewegt wirken. Ich habe noch nie einen formalen Strauß „Kopf an Kopf“ gebunden. Teilweise sicherlich auch deshalb, weil dazu entsprechend viele Blüten nötig sind, die kostenintensiv bei der Floristin besorgt werden müssen. Meine Arrangements enthalten meistens Fundstücke von unterwegs, Zweige und Gräser.

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In der letzten Zeit verwendete ich viele warme Töne, was sich aus dem Angebot der hiesigen Blumenläden und Geschäfte erklärt. Im vergangenen Sommer gab es eine Zeit voller Pastelltöne, Lila und Flieder – aus dem gleichen Grund.

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Die Blumen zum Valentinstag diesen Jahres zeigten sich in kühlen Farben mit Akzenten in Cremeweiß.

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Auch eine blaue Phase gab es passend zur „Blau-weißen Einladung in das Delfter Atelier“vor einigen Monaten.

Holunderblütchen sammelt heute wieder Sträuße beim Friday Flowerday.

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Strauß vom Abendspaziergang

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Auf dem Rückweg nach Hause fuhr ich einen ausgedehnten Schlenker und sammelte im Wald und auf der Wiese viele Blüten und Zweige. Daraus gestaltete ich einen wild wuchernden Strauß. Er wirkt, als hätte ich beide Hände geöffnet und alles mitgenommen, was sich zwischen meinen Fingern verfing.

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Knoblauchsrauke, Butterblumen, Taubnessel in Weiß und Violett, Ahorntriebe, Ebereschenzweige, Vergissmeinnicht, Wiesenschaumkraut, Giersch und Zweige, die ich noch nachschlagen möchte.

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Von allen Seiten wirkt der Strauß anders: Manchmal mit mehr Laub und dunkleren Farben, manchmal mit mehr gelben Tupfern.

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Und manchmal haben die Beteiligten ihren eigenen Plan, wohin es sie zieht…

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Holunderblütchen ist wieder das Zentrum der gesammelten Sträuße.

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Blumengestecke „Wilder Wald“

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Diese Gestecke fertigte ich anlässlich eines Geburtstags. Sie gerieten ausgesprochen urwüchsig, was einfach unter meinen Händen passierte… An diesem Tag wunderte ich mich, was entsteht, wenn meine Hände sich bewegen und mein Kopf einfach in den „flow“ abtaucht.

 

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Vielleicht ist die unbewusst entstandene Form auch eine Botschaft an das „Geburtstagskind“, Mut zu unkonventionellen, eigenständigen, lebhaften und „struppigen“ Entscheidungen zu haben…

 

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Mit dem Rad und der S-Bahn wurden die Gestecke transportiert, sicherheitshalber hatte ich einige zusätzliche Buchenzweige eingesteckt, falls Teile des Arrangement unterwegs abbrechen sollten.

 

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Bei „Holunderblütchen“ nehme ich wieder an der Blumen-Sammlung teil.

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Grün. Mit einem Hauch von Grün.

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Angesichts des knallbunten Blütenreigens frisch aus dem Gewächshaus, der von der Floristin bis zum Discounter lockt, wirkt der einfarbige Strauß aus immergrünen Sträuchern und Ranken derzeit sehr ungewöhnlich.
Ich aber genieße den herben Duft und bewundere die Struktur der einzelnen Gehölze und ihre differenzierten Farbschattierungen: Auch ein monochromer Strauß ist nicht einfach „nur grün“.

 

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Besonders die panaschierten Blätter haben es mir angetan, eine ähnliche Pflanze habe ich vor über fünfzehn Jahren schon einmal bei mir auf dem Fensterbrett gepflegt.

 

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Floristische Kreationen gibt es freitags immer bei Holunderblütchen.

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Unser Wald im Wohnzimmer

ZweigeWeihnachten

 

Meinen Mann traf fast der Schlag, als ich mit diesen riesigen Buchenzweigen in der Wohnung ankam. Dabei hatte er sie gar nicht durch das Treppenhaus bugsieren müssen 😉 !
Ich stellte sie bereits im letzten Jahr in einen großen Blumenkübel, in den ich zum Beschweren zusätzlich Mauersteine legte, und deckte die Konstruktion mit hübschem Papier ab.
Zu Weihnachten schmückte ich die Äste mit einer Dannebrog-Kette, zwei gläsernen Eulen, einem gepunkteten Glasherz und einer gepunkteten Glaskugel.
Zusammen mit den Zuckerstangen dürfen sie gerne noch länger dort verweilen – das Arrangement gefällt mir mit der davor stehenden Azalee so gut, dass ich den Anblick auch jenseits der Feiertage genieße. Und für Tulpen und Hyazinthen haben wir wahrlich noch genug Zeit, bis der tatsächliche Frühling kommt.

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Vielfältige Holzäpfel: Schätze aus der Natur

P1080901Mit kleinen Holzäpfeln, die nahe der Alster wachsen, sowie Zweigen, die meine Mutter aus Schleswig-Holstein mitbrachte, habe ich mich gedanklich auf Erntedank eingestimmt.
Im Vordergrund wurden Holzäpfel auf halbierte Schaschlik-Spieße gesteckt und zusammen mit vielen kleinen Pfaffenhütchen in einer englischen Tasse arrangiert.
Seit ich vor Kurzem darauf kam, dass mit aufeinander gestapelten Tellern schöne Effekte zu erzielen sind, habe ich es gleich noch einmal ausprobiert: Rechts steht ein Teller aus durchsichtigem Pressglas auf einem grünen englischen Teller, darauf tummeln sich zwischen den Holzäpfeln kleine Haselnüsse, die ich direkt am Busch daneben fand.
Links ist ein altes Senfglas aus Frankreich (vom Flohmarkt) zu sehen, in dem Äpfelchen auf langen Schaschlik-Spießen zwischen Mehlbeeren und winzigen Hagebutten stehen.
Interessant finde ich, dass es hier dicht neben einander zwei verschiedene Holzäpfelbäume gibt:
Einen mit glänzenden, grünen Früchten, sowie einen mit matten, gelben Früchten (letztere mag ich lieber, sie wirken sanfter und „gefälliger“).
Für den Betrag von null Euro freue ich mich an den satten Farben und dem natürlichen Charme der Fundstücke. Erntedank, erwähnte ich es schon? 😉

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Schöne Sträuße sind in ihrer ganzen Vielfalt bei Holunderblütchen zu entdecken.

Die Kissen im Hintergrund sind, wie immer, selbst genäht.

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Dunkelgrüne Zweige mit zartem Akzent

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Aus weißen Blüten von den Alsterwiesen und unterwegs gesammelten Zweigen entstand ein Arrangement aus tiefem Grün und weißen Farbtupfern.
Ursprünglich war es als eine Art „Dschungel-Dekoration“ für den afrikanischen Abend geplant, aber wenn die Gastgeberin feststellt, dass die Gäste sich durch das Laub nur noch akustisch verständigen könnten (säßen sie bereits an der Tafel), dann baut sie besser um:
Vor der weißen Wand wirkt das Arrangement deutlich klarer und die Struktur der Äste viel dichter als in den Flaschen einzeln über den Tisch verteilt – gut, dass ich ohne Zeitdruck unabhängig vom Datum der Einladung vor mich hin experimentiert habe…

Die Flaschen treten einerseits durch ihre Gleichförmigkeit in den Hintergrund. Ihre hellblaue Farbe und die freie Sicht auf die Stängel durch das durchsichtige Glas erwecken andererseits den Eindruck von frischer Kühle und schlichter Natürlichkeit.
Da die Schmetterlinge gerade aus einem anderen Projekt „entflogen“ waren, fanden sie hier einen neuen Platz und fügen sich harmonisch ein.

Die Grafik der Schmetterlinge habe ich von Living at Home.

Wer sich für Floristik interessiert, findet bei Holunderblütchen Anregungen.

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Afrikanischer Abend

 

Bis wir allen Freunden, Verwandten und Bekannten (Zitat frei nach „Pu der Bär“) unsere Afrika-Fotos gezeigt haben, werden hier noch mehrere afrikanische Abende stattfinden.

 

 

Da die „offiziellen“ Themen-Nachmittage noch gar nicht begonnen haben, nutzte ich die gestrige Zusammenkunft als eine Art Probelauf.
Als Gruß an die Gäste habe ich eine Giraffen-Dekoration geplant, die Abbildungen liegen vervielfältigt und auf buntes Papier kopiert, aber noch nicht zugeschnitten und gebastelt auf dem „Zu-tun-Stapel“ meines Schreibtischs. Wie gut, dass ich noch ein paar Tage Zeit habe, bis ich erstens genau weiß, wie ich die Giraffen-Karten gestalten möchte und dies zweitens umgesetzt habe…

 

 

Um unter der Woche den Aufwand in Grenzen zu halten, bestehen die angebotenen Speisen vorrangig aus Obst der Saison:
Da es in Tanzania während unserer Reise zu jeder Tages- und Mahlzeit viele Früchte gab, ist dies eine unkomplizierte Möglichkeit, nach dem Feierabend etwas Authentisches, aber leicht Vorzubereitendes anbieten zu können.
Schokolierte Mandeln stellen Samen von tropischen Bäumen dar und die Schokoladen-Keks-Stäbchen sind unzweifelhaft Speere der Massai…
Das aggressive Nilpferd, ein humorvolles Hochzeits-Geschenk, ist ebenso dabei wie einige bunte Geckos aus meinem logopädischen Therapie-Fundus. Kleine Buchszweige bilden zusammen mit knorrigen Ast-Stücken der Korkenzieherhasel eine natürliche Kulisse, die durch Kerzen in braunen Teelichtern komplettiert wird. Eine Seidenkordel erinnert mich an die Einrichtung verschiedener afrikanischer Hotels, sodass sie sich einmal über die Tafel windet und dabei Teller und Lichter umrundet.

 

 

Die Kissen im Hintergrund sind selbstgenäht, auch die schwarzweißen Schmetterlinge habe ich (bis auf wenige gekaufte Exemplare) in Handarbeit nach einer nostalgischen Abbildung angefertigt. Das Vintage-Porzellan in Nachtblau und Gold stammt von Hutschenreuther.