Aktuell fehl
t an unserem neuen Wohnort ein wichtiges Mitglied des Alltags.
Eine Person, die täglich ihren Dienst verrichtet und dabei weit über die Pflicht hinaus geht. Jemand, der sich überall um Menschen kümmert, täglich viele Schritte für andere extra läuft und bei dem es sehr einfach ist, ihn gern zu haben.
Nachdem ich ihn mehrere Wochen nicht im Stadtbild gesehen hatte, sprach ich einen Kollegen an, der aushalf. Meine Vermutung der Krankheit bestätigte sich, sodass ich für den Betroffenen eine Aktion
für zur Genesung startete:
Anhand eines Beispielfotos aus dem Internet entwarf ich eine Grußkarte, die sich mehrfach zu den Seiten öffnen lässt, und damit viel Platz für Unterschriften bot.
Am nächsten Tag war ich für den thematischen Teil des Seniorenkreises zuständig und dachte, dass dies doch der ideale Startpunkt meiner Unterschriftenaktion sei. Außerdem startete ich eine kleine Sammlung, um „Zutaten“ für einen Geschenkkorb gestalten bzw. kaufen zu können.
Auf dem Rückweg vom Seniorenkreis klingelte ich bei einigen Nachbar:innen und Freund:innen, um weitere Unterschriften zu sammeln.
Dabei überraschte mich, wie sehr sich einige über meine Aktion freuten – schließlich war die aufwändige Karte gar nicht für sie gedacht, und das Thema des Geschenkkorbs hatte ich noch gar nicht aufgebracht.
Das zeigte mir, dass meine Initiative, obwohl ich hier noch neu bin, auf offene Herzen traf und eine gute Idee war. Hätte ja sein können, dass sich jemand Anderes längst um eine ähnliche Aktion gekümmert hatte und ich als Zugezogene einfach nichts mitbekam…
Mir selbst fiel auf, wie viel Spaß es mir machte, die passenden Geschenke auszusuchen:
Neben Süßigkeiten, einem inspirierenden Buch mit kleinen Weisheitsgeschichten und einem Puzzle besorgte ich beispielsweise auch einen besonderer Saft mit passendem Tee und Marmelade zum Frühstück. Und natürlich verzierte ich jede Menge kleine Päckchen neben dem Geschenkpapier mit extra Akzenten….
Den Korb voller Schätze trug ich die Straße hinunter zu einer älteren Dame, die mich erneut zum Kaffee herein bat, was ich erneut absagen musste: Schließlich hatte ich einen Vorstellungstermin, für den sie mir viel Glück wünschte, obwohl sie mir gleichzeitig versicherte, dass jede:r nur froh sein konnte, mich zu haben!
Wirklich nett, die Gemeinschaft hier im Alltag. Die ältere Dame sorgt für den Transport zum Empfänger, dem der Korb hoffentlich viel Freude macht.
Uns Nachar:innen und mir selbst hat es jedenfalls Spaß gemacht, was gar nicht so zu erwarten war!


